Der Podcast vom Museum für Naturkunde Berlin
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00:00:05: Beats & Bones, der Podcast vom Museum für Naturkunde Berlin.
00:00:09: Wissen aufs Ohr in Kooperation mit der Berliner Sparkasse.
00:00:14: Was Interessantes ist für uns noch oder auch die Zuhörer im April, wird ein Asteroid sehr nahe kommen.
00:00:22: Der schiebt sich zwischen Erde und dem Mond vorbei.
00:00:26: Da kann man selber zugucken!
00:00:29: Beim Wort Asteroiden denken die meisten an unsympathisches Guerl mit Aggressionsproblemen.
00:00:36: Sie rasen durchs Weltall, hinterlassen Grata und haben in der Erdgeschichte schon öfter mal ordentlich auf den Tisch gehauen.
00:00:43: Und
00:00:43: trotzdem könnte es sein dass wir ihnen ziemlich viel verdanken vielleicht sogar einige der Zutaten ohne die das Leben auf der Erde gar nicht möglich wäre.
00:00:53: Und plötzlich wirken diese kosmischen Steinhaufen weniger nach Weltenuntergang und ein bisschen mehr nach dem Familienalbum unseres Sonnensystemes.
00:01:04: Eine, die in diesen steinenden Zeitkapseln lesen kann ist Dr.
00:01:08: Tanja Michalik.
00:01:09: Sie arbeitet seit Jahrzehntausend dreiundzwanzig am Museum für Naturkunde Berlin In der Abteilung Sonnensysteme
00:01:16: Impakte
00:01:17: und Meteoriten.
00:01:18: Als Planeten-Geowissenschaftlerin untersucht Tanja was Mineralien Einschlagsspuren Und Lichtdaten über die Geschichte von Himmelskörpern verraten.
00:01:28: Und einen kennt sie besonders gut Wester Rund fünfhundert Kilometer groß und über vier Milliarden Jahre alt.
00:01:36: Andere haben ein Spezialgebiet, Tanja hat einen Asteroiden.
00:01:41: Bevor wir den aber persönlich kennenlernen erst mal die Basics!
00:01:45: Was fliegt da draußen eigentlich so alles rum?
00:01:48: Und ist das
00:01:48: schlimm?!
00:01:50: Also Helm auf und gut festhalten!
00:01:53: Auf geht's zum Himmelfahrtskommando für unseren Haus Lukas Klasinski.
00:01:58: Tanja, so mal unter uns ne... Asteroiden, das sind doch eigentlich Steine als Haufen die unkontrolliert durchs All flitzen und dann Schaden anrichten.
00:02:07: Hilfen wir mal bitte die schön zu finden?
00:02:09: Das ist jetzt ein bisschen pessimistisch ausgedrückt.
00:02:13: Asteroidens fliegen nicht unkontochtlich durchs Al.
00:02:15: Die haben schon alle ihre festen Umlaufbahnen eigentlich.
00:02:18: Geht ja auch gar nicht anders.
00:02:19: Also gibt es auch Asteroide in den ganzen Unkontroller Fliegen.
00:02:22: Naja,
00:02:23: wenn sie durch ein Kollisionsereignis z.B.
00:02:26: von irgendeinem anderen Körper abgestoßen werden,
00:02:28: dann
00:02:28: fliegen Sie vielleicht etwas unkontrollierter?
00:02:30: Bis
00:02:30: sie wieder in irgendeine Umlaufbahn finden und manchmal auch gar nicht!
00:02:33: Es gibt ganz viele Asteroiden immer noch da draußen, die unkONtrolliert unterwegs sind.
00:02:37: Also sobald sie ausgeschlagen werden haben sie dann auch wieder eine Richtung und würden auch wieder irgendwie um die Sonderfliegen, weil die Sonne hat ja so viel Gravitation... Die bringt quasi jedes Objekt in irgendeine Umlaufbahn, würde ich sagen.
00:02:47: Was fasziniert dich denn persönlich an der Arbeit mit Asteroiden?
00:02:50: Also tatsächlich hat mich alles was mit dem Weltraum zu tun hat schon immer faszinhert auch als Kind schon deswegen ist es gar nicht so schwer mich dafür zu faszinationen.
00:02:59: An Asteroidern ist besonders cool dass die halt sehr alt sind und auch ihre Oberfläche sehr alt ist Und die quasi die Überreste der Planetenbildung darstellen Die ganzen terrestrischen Planeten wie Merkure, Erde, Venus, Mars sind ja alle zu Planeten geworden am Ende.
00:03:14: Terrestrisch?
00:03:15: Was heißt das?
00:03:15: Also terrestrish heißt Gesteinsplaneten weil ab Jupiter sind die ja eher aus Gas und davor aus Gestein hauptsächlich.
00:03:23: und die Asteroiden wollten sich eigentlich auch zu einem Planeten bilden aber durften nicht.
00:03:27: und da kommen wir glaube ich später noch drauf.
00:03:30: Und genau bilden quasi die Überreste der Planetentstimmung ab und wenn wir die studieren dann studieren wir quasi das ganz frühe Sonnensystem Und können gucken, was gibt es überhaupt für Asteroiden?
00:03:39: Welche verschiedenen Klassen-Menerologienzusammensetzung.
00:03:42: Du gehst
00:03:43: eigentlich an den Ursprung des Ursprungs damit und das ist so faszinierend weil du eigentlich anders gehst wo alles herkommt.
00:03:49: Genau also die Oberflächen von Asteroidern können uns auch Geschichten erzählen einfach über die Entstehung des Sonnesthems.
00:03:55: Glaubst du an Gott?
00:03:56: Nein Aber alles muss doch irgendwoher kommen und woher kommt.
00:04:00: und es ist wahrscheinlich ja dass das nichts irgendwas kreiert hat oder dass irgendwas da war, was irgendetwas kreiert hat.
00:04:06: Aber dann ist die Frage wer hat das kreirt?
00:04:08: Was irgendwas kreert hat?
00:04:09: Das ist
00:04:09: eine sehr gute Frage.
00:04:11: also es gibt ja immer noch die Theorie des Urknalls.
00:04:13: Da kommt ja quasi alle Materie her.
00:04:15: man weiß nicht was davor war und nicht
00:04:17: was danach
00:04:17: ist.
00:04:17: Genau unsere Sonne bildet ja eigentlich auch nur Wasserstoff von Helium Und die ganzen schwereren Elemente kommen ja von woanders.
00:04:23: bis zum Eisen können auch andere Sterne ja Elemente fusionieren und ab dem Eisen geht's dann nur bei so einer Supernova, bei einer Sternexplosion.
00:04:31: Matthias
00:04:32: ist manchmal panik wenn du darüber redest weil es ist irgendwie so ein großes unendliches Thema und dann denkt man wie klein ist man?
00:04:38: Und wie viel Unendlichkeit und Unwissen ist um uns herum oder in uns drin oder in mir drin.
00:04:44: also wenn ich in den Sternenhimmel gucke kriege ich immer so leicht beklemmendes Gefühl das hatte auch schon früher immer aber auch halt ein total fasziniertes Gefühl von dieser Unendlichkeit Sind wir die einzigen, was gibt's dann noch alles draußen?
00:04:57: Warum ist das alles so groß?
00:04:59: Es ist eine Mischung aus Adrenalin und vielleicht ein bisschen Dopamin.
00:05:03: Das ist alles mit bei.
00:05:05: Und Faszinationen und Angst liegen ja manchmal auch ein bisschen dicht beieinander.
00:05:09: Vielleicht, ja... Was
00:05:10: ist denn Asteroid eigentlich genau?
00:05:12: Also ab wann is es ein Asteroide und eben kein Planet, Komet oder Meteorit?
00:05:17: Also ich fang mal von oben an.
00:05:18: Ist glaube ich einfacher zu erklären.
00:05:21: Planeten haben ne... feste Definition mittlerweile, deswegen wurde auch damals der Pluto zu einem Zwergplaneten degradiert.
00:05:28: Kannst du vielleicht noch daran erinnern?
00:05:29: Früher gab es einen neuen Planeten.
00:05:31: Also ein Planet muss um die Sonne kreisen ist jetzt erst mal nicht so schwer
00:05:33: wegen einer Anziehungskraft.
00:05:35: und dann muss das Objekt so viel Eigengravitation aufweisen dass es ein hydrostatisches Gleichgewicht bildet und annähernd eine runde Kubeform bildet.
00:05:44: Und dann muss es seine Umlaufbahn quasi von anderen Objekten freigeräumt haben Und das hat Pluto nicht.
00:05:49: Also, Pluto ist ja im Koipergüttel und dieser Kuipergürtel, der ist hinter Neptune irgendwo und da fliegen auch ganz viele andere Asteroiden und kommeten auch noch rum und deswegen ist Pluto kein Planet mehr, weil es dann noch andere Objekte geben würde die man dann auch als Planet klassifizieren könnte.
00:06:04: Genau, und Cerys zum Beispiel, Cerys ist der größte Körper im Asteroidengürtell zwischen Mars und Jupiter.
00:06:10: Der hat eigentlich auch dieses hydrostalische Gleichgewicht ist annähernd rund, aber hat auch nicht alle Objekte aus seiner Bahn vertrieben.
00:06:18: Also es geht nicht um Anziehung sondern Vertreiben?
00:06:19: Genau.
00:06:20: also entweder sie schlucken die irgendwann bei der Entstehung und deswegen ist nichts mehr da oder die fliegen irgendwie
00:06:24: weg.
00:06:25: Und
00:06:25: Zerris ist jetzt auch ein Zwergplanet sowie Bluto
00:06:28: Hat die Erde alles angezogen bei der Entstehung oder mehr weggeschleudert?
00:06:32: Ich
00:06:32: denke eher, angezogen.
00:06:33: Als die Erde entstanden ist war es ja sehr heiß und dann durch die Kollision verschmitzelt alles miteinander.
00:06:39: Wir sprechen davon Aggressionen also.
00:06:41: so entsteht auch ein Asteroid im solaren Nebel.
00:06:43: Also direkt nachdem die Sonne entstanden isst gab's eigentlich nur Staub und Gas und dann sind die ersten Phasen kondensiert.
00:06:49: aus diesem Nebel also wurden entfeste Phasend.
00:06:52: Die sind dann zusammengeklumpft und dieses Klumpen nennen wir Aggression.
00:06:56: Und die werden immer größer, immer größter... ...und da gibt es halt so Gravitationsschwerpunkte, die dann irgendwann zu den Planeten werden.
00:07:03: Und
00:07:04: Asteroiden haben's halt nicht geschafft weil der Jupiter kommt ja direkt hinter dem Asteroidengürtel und er ist wohl angeblich oder da gibts zumindest Modelle zur frühen Phase des Sonnensystems gewandert nach innen und wieder nach außen und dabei hat er den Asteroitengürtal ein bisschen durcheinander geworfen, hat auch viele geschluckt und viele rausgekickt.
00:07:23: Und deswegen hat sich da kein Planet gebildet.
00:07:25: Hat ja quasi sein Unwesen getrieben?
00:07:28: Muss man das mal so vorstellen und eine Analogie finden?
00:07:30: Das ist eigentlich als ob ein großer Wischmob durchs Ei fliegt und dann die kleinen Klümpchen einsammelt und gleichzeitig in diesem Wisch-Mob bilden sie sich zu einem größeren Klümmchen.
00:07:40: Ein paar werden einfach links und rechts weggeschleudert vom Wischmob.
00:07:44: Der Wisch mob ist die Anziehung.
00:07:45: Ich denke kann man so...
00:07:47: Ich brauche Analogien aus meiner häuslichen Arbeit.
00:07:49: Und dann haben wir noch Kometen und Meteoriten auf unserer Liste.
00:07:52: Was ist mit denen?
00:07:53: Genau, Kometten sind quasi ähnlich den Asteroiden.
00:07:56: Die bestehen auch viel aus Gestein und Staub aber sie bestehen zu einem großen Anteil auch aus Eis- und anderen flüchtigen Stoffen.
00:08:03: Und die haben auch ganz andere Bahnen als die Asteroidien also Umlaufbahnen.
00:08:07: Die kommen von viel weiter draußen auch vom Kuipergürtel oder aus der Ortschen Wolke.
00:08:11: Das ist ja noch weiter draußen Und die sind halt aktiv.
00:08:14: Also wenn sie in die Nähe der Sonne kommen, dann fängt das Eis an zu sublimieren und deswegen sehen wir diese schönen Schweife.
00:08:20: Ah, Sternschnuppen?
00:08:21: Nee
00:08:22: den Kometenschweif.
00:08:23: Die Sternsknuppen... Die ist
00:08:24: ja ein Tritt in unsere Atmosphäre genau.
00:08:26: Der Komet tritt nicht in unsere atmosphere.
00:08:28: Kann man es ganz klar unterscheiden zwischen einer Sternsschnuppe und der Schweif ist langsamer?
00:08:32: wahrscheinlich ne?
00:08:33: Nein da ist auch nicht so hell wie... Feuer oder so krasses Licht, der ist mehr weiß.
00:08:38: Hast du noch nie einen Kometenschweif gesehen?
00:08:40: Nein!
00:08:41: Leider auch nicht.
00:08:42: aber ich werde jetzt in Zukunft darauf achten... Ich gucke gerne den Sternenhimmel.
00:08:45: Es gibt nicht so viele Kometen die wir an uns vorbeiziehen.
00:08:47: Das ist schon ein krasses Ereignis.
00:08:49: In den nächsten Jahren soll wieder einer kommen, aber Sternschnuppe gibt es deutlich häufiger.
00:08:53: Ja da hab' ich schon auch einige gesehen.
00:08:56: für immer ein schönes Erlebnis.
00:08:57: und dann haben wir noch die
00:08:59: Meteoriten.
00:09:00: Das sind dann kleinere Körper, also der Unterschied zwischen Meteoriten und Asteroiden ist eigentlich nur die Größe.
00:09:06: Beziehungsweise Meteorit heißt es da erst wenn's auf der Erde landet.
00:09:09: vorher heißt das Meteoroid mit D hinten.
00:09:13: man spricht so ab der Metaskala von Meteoritten also alles was kleiner ist und alles was größer ist in den Asteroidien.
00:09:18: Also nochmal für mich Meteoroids ist es wenns auf der Erde landet, Meteoroide wenn sie noch im Eis schwebt und fliegt und noch nicht vom Wischenmob eingesammelt wurde.
00:09:28: All right, ich glaube das haben wir jetzt mal geklärt.
00:09:31: Ohne Australien gäbe es uns nicht also wir als Menschen und davor den Lebensraum bzw die Erde oder?
00:09:39: Das ist zumindest die aktuelle Vermutung.
00:09:41: ja weil es steht ja immer noch die große Frage aus warum es uns gibt wie wir entstanden sind also das Leben Und warum es überhaupt auch so viel Wasser auf der Erde gibt.
00:09:52: Jetzt im Vergleich zu Masse der Erde ist jetzt nicht so viel, aber für uns natürlich sehr viel und bedingt ja unser Leben.
00:09:58: Genau die aktuelle Theorie ist dass Asteroiden oder auch Kometen das Wasser eingetragen haben und wir nur deswegen hier so lebensfreundliche Bedingungen haben.
00:10:07: Ziemlich lebens- freundlich noch!
00:10:10: Gibt es eigentlich so Asteroidene Ballungsgebiete?
00:10:12: Du hattest gerade was vom asteroidengürtel gesagt.
00:10:15: Es gibt den Asteroidengürtel, der befindet sich zwischen Mars und Jupiter.
00:10:20: Da sind wahrscheinlich die meisten Asteroiden.
00:10:23: Die Schätzungen gehen von deutlich über eine Million aus und man sieht ja auch nicht alle, die Dunkelziffer ist viel höher.
00:10:28: Wie groß kann ich mir die vorstellen?
00:10:30: Von bis?
00:10:30: Also der größte Seres mit knapp tausend Kilometer Durchmesser.
00:10:34: Dann haben wir Wester mit knapp fünfhundert Kilometer durchmessern.
00:10:37: Tausendkilometer... Ich weiß gar nicht wieviel die Erde im Vergleich hat.
00:10:40: Die Erde hat im Durchmesser zwölftausend ungefähr
00:10:42: oder dreizehntausend.
00:10:43: Also schon deutlich kleiner als die Erde.
00:10:45: Vergleich Tennis bei kommt im Basketball so roundabout wahrscheinlich.
00:10:49: Nee, ich glaub noch viel krasser vielleicht mehr Kürschkern und ein Basketball also
00:10:54: okay
00:10:55: aber Zeres und Wester zusammen machen schon vierzig prozent der Masse das Asteroidengüttel aus.
00:10:59: Also
00:10:59: ganz viele meisten
00:11:00: Objekte sind viel kleiner
00:11:02: und die kleinsten die man auch dazu zählt.
00:11:04: was ist dann quasi die Grenze zu Meteoriten?
00:11:06: Das gibt da keine Grenze.
00:11:07: Da werden auch immer noch superviele Meteoroiden
00:11:10: von der Anzahl natürlich viel mehr.
00:11:12: Aber die kann man nicht alle detektieren, das ist utopisch.
00:11:15: Wie weit ist in der Asteroidengürtel von der Erde entfernt?
00:11:18: Ganz grob geschätzt kann man sagen, dass es genauso weit entfernt wie die Erde von der Sonne Ein bisschen weiter sogar.
00:11:24: In Kilometern sind das ungefähr so hundred-achtzig bis dreihundert Millionen Kilometer, also schon ziemlich weit.
00:11:31: Also könnte man den Asteroidengürtel theoretisch bemannt befraut erreichen?
00:11:35: Also dass man da hinkommt?
00:11:36: Ja!
00:11:37: Der Traum der Menschheit ist es ja auch oder von einigen einzelnen Personen den Maß zu besiedeln.
00:11:42: Der Maß kommt direkt vor dem Asteroidengürtelt.
00:11:44: Der braucht man theoretisch mit einer Sonde oder einem Raumschiff so sieben bis zehn Monate hin?
00:11:49: Sieben
00:11:50: bis Zehn Monate, okay.
00:11:51: Das heißt bis zum Asteroidengürtel dann nochmal etwas länger... Ist
00:11:54: das so wie in den Science-Fiction-Filmen auch manchmal...?
00:11:57: dargestellt, dass die Leute auf der Erde dann anders altern würden als die Leute, die im Weltall unterwegs sind.
00:12:03: Da
00:12:03: gab es eine Zwillingsstudie mit zwei Zwillingen.
00:12:05: Der eine war am Weltraum und der andere nicht.
00:12:07: Ich glaube das schon.
00:12:08: was passiert aber kann ich nicht genau sagen.
00:12:10: Aber nicht so, dass der ein zerbrechlicher Mensch zurückkommt.
00:12:12: Der andere ist nur fünf Monate gealtert.
00:12:15: So krass jetzt nicht!
00:12:16: Das wird ja manchmal so dargestellt.
00:12:18: in Tastellat zum Beispiel packen die sich in so ein künstliches Chroma, damit sie dann nicht altern.
00:12:23: Aber das ist mehr Science-Fiction als... Nee
00:12:25: ich denke da steckt schon was drin.
00:12:26: aber die sind ja auch viel weiter weggeflogen.
00:12:27: Ahja genau stimmt!
00:12:28: Aber wenn wir jetzt schon bei Science-fiction sind wird ja häufig in diesen Filmen so'n Meer aus Felsen gezeigt durch dass man navigieren muss Wenn man mit einem Raumschiff eben durch so einen Asteroidengürtel fliegt.
00:12:39: wäre das wirklich so spektakulär?
00:12:40: oder kann man sich das anders vorstellen?
00:12:41: Das muss man sich sogar anders vorstellen weil das ist viel zu übertrieben.
00:12:45: Der ist da voll mit Millionen von Asteroiden, aber die sind auch sehr weit voneinander weg.
00:12:51: Weil die haben ja nicht alle die gleiche Bahn.
00:12:53: Die Bahnen von Astéroiden bewegen sich lateral also in der Ebene gesehen über Millionen von Kilometern und dann haben auch nicht alle dieselbe Ecliptic, sie sind ein bisschen schräg.
00:13:03: Insgesamt ergibt es sich einen Volumen von Trilliarden Kubikkilometern.
00:13:10: Im Durchschnitt ist es dann schon so, dass die einzelnen Asteroiden auch Millionen von Kilometern voneinander entfernt sind.
00:13:15: Ich hoffe ich hab's jetzt richtig verstanden!
00:13:17: Ich muss noch mal nachfragen... Du merkst nicht?
00:13:19: Habe hier im Dunkel.
00:13:19: Alles gut.
00:13:20: Ich dachte der Asteroids sind auch kleine Teile, die irgendwann mal irgendwo weggeflogen sind.
00:13:24: und dadurch das es so wie weggesprengt ist kann man sich das vorstellen als ob irgendwas zerbricht.
00:13:28: und wenn was zerb spricht dann nimmt das ja auch keine runde Form an.
00:13:32: und da der Planet Erde ja eine Ansammlung ist von ganz vielen kleinen Teilchen ist er so rund geworden, ne?
00:13:39: Um Asteroiden eben nicht.
00:13:40: Ja
00:13:40: das hat auch viel mit der frühen Phase im Sonnensystem zu tun und diesem aufschmelzen.
00:13:45: also direkt nach der Sonnenbildung gab es auch das Isotop-Aluminium XXVI.
00:13:51: Das ist sehr radioaktiv und beim Zerfall sendet das sehr viel Energie aus und dadurch sind ganz viele Körper aufgeschmolzen Und da ist es auch leicht dafür ein Körper diese runde Form zu bilden.
00:14:01: zum Beispiel der Asteroid Wester, der zeigt auf dem Südpul einen riesigen Einschlag.
00:14:06: Und deswegen ist er, glaube ich auch nicht mehr so rund wie er vielleicht mal war.
00:14:10: Also der Einschlag war fast so groß wie der Durchmesser selber und der komplette Südpol ist deswegen zerstört worden.
00:14:17: So gesehen ja hätte Wester vielleicht auch ein Zweckplanet sein können aber es ist jetzt nur noch ein Asteroid.
00:14:22: Aber die Unförmigkeit ist bei vielen Asteroiden auch dahingehend geschuldet dass sie einfach nicht nur zerbrochen sondern auch einfach nicht mehr weitergewachsen.
00:14:31: Würdest du uns eifliegen, wenn man es dir anbieten würde?
00:14:33: Vielleicht,
00:14:34: wenn meine Kinder erwachsen sind!
00:14:35: Okay... Also jetzt noch
00:14:36: nicht?!
00:14:37: Nee, ich glaube dafür bin ich zu schissig.
00:14:42: Ja oder zu verantwortungsvoll?
00:14:43: Ja wäre das nicht in privater Hand diese ganzen Spaceflüge und die vielleicht machen aber sobald im privater hand das habe ich das Gefühl geht die Qualität flöten
00:14:52: dann wär's ja nicht sicher genug.
00:14:58: Asteroidensuchen klingt heute nach Heitek.
00:15:02: Um das Jahr eighteenhundert ging es noch etwas analoger.
00:15:06: Damals gründeten Astronomen tatsächlich die Himmelspolizei, eine internationale Truppe, die den Nachtimmer nach einem vermuteten Planeten zwischen Mars und Jupiter absuchen sollte – dem fanden sie nicht!
00:15:19: Dafür entdeckten sie den Asteroiden Vesta.
00:15:23: Über vier Milliarden Jahre alt, rund fünfhundert Kilometer groß war er im Jahr twenty-fünfundzwanzig sogar mit bloßem Auge erkennbar.
00:15:35: Dezentes Auftreten ist einfach nicht das Ding von diesen Klötzen!
00:15:39: Zum Glück kennt Tanja Besters Oberfläche ziemlich genau, so wie Lukas sein Mikrofon.
00:15:45: Zeit für Außenmission Nummer zwei – Mr.
00:15:48: Klaschinski biemen sie uns rüber!
00:15:56: Du hast den größten Asteroid im Asteroidengüttel untersucht, Wester?
00:15:59: Das ist ja dein Thema... Wir hatten schon, wie groß er ist im Vergleich zur Erde.
00:16:03: Er sowieso ein Kirschkern verglichen mit einem Basketball so roundabout.
00:16:08: Wester macht nun klein Teil des Sonnensystems aus und es trotzdem so extrem spannend dass du gesagt hast du möchtest diesem Asteroiden deine Zeit widmen warum?
00:16:17: Ja das liegt auch wieder in dieser Planetenentstehungsphase.
00:16:20: also mehr Kurvenus-Erdemars sind ja alle zu Planeten herangewachsen sind der die terrestrischen Planeten Und Vesta, das wussten wir schon vorher.
00:16:29: Also bevor da so eine Raumsonde hingeflogen ist, ist auch differenziert sowie die terrestrischen Planeten.
00:16:35: Differenzierte heißt hat einen Kern ausgebildet ein Mantel und eine Kruste Das wussten wie von Meteoriten, die sehr wahrscheinlich von Vesta kommen.
00:16:43: Das heißt Vesta ist das einzige Objekt von der Größe was wir noch sehen Was sich ähnlich gebildet hat wie die Planeten und dadurch können wir versuchen zu verstehen Wie dieser Prozess stattgefunden hat.
00:16:54: gleichzeitig untersuchst du ja die Oberfläche von Vestar.
00:16:56: Hast du mal welche Technologien nutzt du dafür?
00:16:59: Und welche Möglichkeiten gibt es, weil du fliegst ja offensichtlich nicht hin.
00:17:02: Nee
00:17:02: ich fliege nicht hin!
00:17:03: Also im Jahr two-thousand elf zwölf da ist dort ein Raumschiff oder eine Raumsonde angekommen.
00:17:09: das war die Dorn Mission von der NASA und die halt ganz viele Fotos Bilder und Aufnahmen gemacht
00:17:15: aber keine Proben genommen.
00:17:16: Nein
00:17:17: sie hat keine Probe
00:17:17: genommen.
00:17:18: Die ist nur vorbeigeflogen, die ist nicht gelandet.
00:17:19: Diese in einen Orbit geflogen Also es hat Wester immer um Kreis und globale Abdeckungen aufgenommen.
00:17:27: Und keine Proben genommen leider, aber wir haben quasi Proben weil wir diese ganzen Meteoriten schon auf der Erde haben.
00:17:32: Und die konnte man übrigens verbinden wegen der spektralen Eigenschaften.
00:17:36: Das heißt wegen der Eigenschaft des Lichts?
00:17:39: Genau also unser Auge das nimmt ja das visuelle Licht als ganzes da.
00:17:44: Wir können Farben sehen Aber das weiße Licht von der Sonne bricht sicher nochmal auf!
00:17:48: Wir kennen das von Regenbögen oder von... Prismen bricht sicher auf in rot-grün-blau noch mehr Farben, die wir sehen können.
00:17:54: Aber es gibt quasi noch mehr farmen und noch mehr Licht und Strahlung ins Ultraviolette zum Beispiel rein oder ins Infrarote.
00:18:01: Und es gibt spezielle Kameras, die das auflösen also auch unseren visuellen Bereich.
00:18:06: wie sind quasi nur ein Bereich?
00:18:08: Die Kamera könnte das in hunderte einzelne Kanäle auflösend und einzelne Minerale oder Moleküle Die ziehen halt das Licht unterschiedlich raus, die absorbieren das Licht.
00:18:18: Da entstehen so Absorptionsbanden, nennen wir das im Spektrum des Lichts und daran kann man charakteristisch einzelne Minerale identifizieren.
00:18:27: Bei uns ist es ganz oft Pyroxene, Olivene.
00:18:30: Das sind Zudägesteins bildenden Mineralen, die sich auch als erstes bilden oder die so eine normale planetare Kruste ausmachen.
00:18:36: Die können wir unterscheiden.
00:18:37: Man kann auch Wasser identifizin dadurch.
00:18:40: Deswegen weiß man, welche Asteroiden Wasser führen und welche nicht.
00:18:44: Zum Beispiel genau.
00:18:46: Und da hat die Raumsonde Dorn ganz viel aufgenommen und das gucke ich mir ganz viel an.
00:18:50: Ich versuche zu verbinden die Geologie und die Spektren zusammen.
00:18:54: Okay aber dann gibt es ja auch Sonden?
00:18:56: Die landen auf Australien.
00:18:59: Mission Rosetta glaube ich für eine.
00:19:01: wie funktioniert das?
00:19:02: also Umkreis die dann irgendwann und hat ein Asteroid eine eigene Schwerkraft, dass es dann andocken kann oder muss man hinterherfliegen?
00:19:08: Und die schnappen.
00:19:08: Also die Rosetta-Mission das war ne Kometenmission.
00:19:11: Die ist zu einem Komet geflogen.
00:19:12: Der hat quasi keine eigen Gravitation.
00:19:14: also da kann man nicht mit rechnen.
00:19:16: Es ist denn auch kein Fallen lassen sondern eher eine gerichtete Bewegung in die richtige Richtung loslassen einfach.
00:19:22: Mit einer bestimmten Geschwindigkeit darf natürlich auch nicht so schnell sein.
00:19:26: Man hat auch mit so einem Rückbounce gerechnet Aber wenn das zu sehr zurückbaut, verlierst du die Sonne wieder ins Arl oder den Lander.
00:19:33: Das heißt sie haben sich so eine Haken, so eine Spikes ausgedacht.
00:19:36: Die sollten dann rausschießen, soweit der Lander auf den Boden trifft.
00:19:40: Aber was Sie nicht erwartet haben ist dass die Oberfläche so fluffig war.
00:19:43: Ach fluffig!
00:19:44: Genau und Sie haben sie härter erwartet...
00:19:45: Den falschen Herring gebaut?
00:19:46: Genau, Hering ist gut hier.
00:19:49: Die Heringe sind rausgeschossen, aber konnten sich nicht festhalten.
00:19:52: Und dann ist der Lander dreimal über die Oberfläche gehobst.
00:19:56: Zum Glück ist er nicht ins Ei wieder verloren gegangen.
00:19:58: Er ist dann über den Liegen geblieben.
00:19:59: Aber leider auf der Seite, glaube ich und konnte da nicht alle wissenschaftlichen Arbeiten vollführen, die er eigentlich sollte.
00:20:06: Er hatte auch keinen Sonnenlicht mehr bekommen für die Solarzellen, die die Energie breitstellen.
00:20:11: Dann ist er irgendwann gestorben leider.
00:20:13: Wo liegt das?
00:20:13: Da liegt immer noch der
00:20:15: Weltraumschrott.
00:20:15: Ganz schön teures Ding!
00:20:17: Wahrscheinlich,
00:20:18: ne?
00:20:18: Ja ja das ist alles sehr teuer.
00:20:20: Aber nicht so teuer wie eine bemannte Fahrt.
00:20:22: Du hast da vorhin gefragt ob es bemannt möglich wäre.
00:20:25: Es wäre möglich aber sehr teurer und ... Sehr
00:20:27: risikohaft.
00:20:27: Sehr riskohaftig!
00:20:28: Und es ist halt auch vom Psychologischen her für Menschen unglaublich schwierig so eine Reise anzutreten weil da gab's auch schon Studien die das untersucht haben wie Menschen reagieren wenn sie auf einem engen Raum für eine lange Zeit in extremen Bedingungen zusammenleben können.
00:20:44: Irgendwann geht halt die Motivation flöten und man wird gereizt.
00:20:47: Das klappt ja auf der Erde schon gar nicht so gut immer!
00:20:50: Wir waren auch letztes Jahr zuverliegerweise in Chile, haben das Very Large Telescope besucht Und da haben wir uns auch erzählt Die Wissenschaftler oder ich glaube das ganze Personal müssen alle sieben Oder alle zehn Tage wechseln und dann sind Sie wieder für ein paar Tage unten In der Stadt bei ihren Familien oder so Weil es sonst psychologisch nicht gut funktioniert.
00:21:08: Man versteht sich nicht mehr so gut mit den Kollegen.
00:21:10: Dann steht irgendwie Stress
00:21:12: Wenn du jetzt eine Reise vor dir hast, wo du erst mal ein Jahr unterwegs bist um irgendwo anzukommen in so einer kleinen Raumkapsel.
00:21:18: Das ist wirklich ein Extremfall für die menschliche Psyche.
00:21:21: Sehr schwierig!
00:21:22: Wissenschaftler vermuten ja dass Wester aus ähnlichen Material besteht wie die Erde.
00:21:26: Wie hilft uns das unseren eigenen Planeten besser zu verstehen?
00:21:28: Weil darum geht es auch, ne?
00:21:30: Naja wir wollen den Prozess dieser Differenzierung verstehen.
00:21:33: Was
00:21:33: heißt das?
00:21:33: Also Differenzierung ist dieser Prozess wie sich der Erdkern bildet Der Mantel und die Kruste.
00:21:38: Man hat zum Beispiel bei Wester auch vergeblich Oliwin gesucht.
00:21:42: Oliwin ist eigentlich ein mantelbildendes Mineral, was viel häufiger erwartet wurde.
00:21:47: Weil auch dieser große Einschlag im Südpul der hätte eigentlich den Mantel freilegen müssen.
00:21:51: aber man sieht zum Beispiel das nur an ganz wenigen Stellen und das versteht man noch nicht bei Vesta es auch besonders da waren alle überrascht war gar nicht so trocken wie man erwartet hatte weil wenn alles aufgeschmolzen ist und sich differenziert dann gehen eigentlich alle flüchtigen Stoffe weg in den Weltraum.
00:22:06: Und auf Wassers Oberfläche haben wir aber dieses Wasserhaltige Material gefunden, war alles auch dunkel und dann ist man schnell darauf gekommen dass da auf der Oberfläche Überreste von Koligenkondritten liegen.
00:22:18: Kolige Kondrite sind sehr ursprüngliche Gesteine oder halt Meteorite die wahrscheinlich über geologische Zeiträume von Millionen Milliarden von Jahren auf die Oberflächen einfach eingetragen wurden durch Einschläge weil im Assyrikengüttel sind ja andere Asteroiden da, die auch eben dunkel und wasserreich sind.
00:22:35: Und ja dieses Wasser hat halt die Oberfläche auch verändert und damit habe ich mich auch beschäftigt.
00:22:39: zum Beispiel wenn jetzt so ein Einschlag kommt in dieses wasserhaltige Material dann entgasst das ganz plötzlich und da sehen wir so Pocken oder kegelförmige Mulden ganz eng beieinander, die diese Entgasung widerspiegeln.
00:22:52: Ist
00:22:52: Wester sowas wie eine Zeitkapsel aus der frühen Zeit des Sonnensystems?
00:22:57: Genau!
00:22:57: Wester muss eigentlich schon in den ersten zwei Millionen Jahren entstanden sein.
00:23:01: bei vier Komma fünf sechs sieben Milliarden Jahren des Sonnsystems ist Wester quasi nach Vier Komma Fünf sechs fünf Milliarden Jahren schon entstanden und deswegen danach gab es quasi nur noch Einschläge und diese leicht verändernden Prozesse, auch so Massenrutschungen oder sowas.
00:23:20: Unser Sonnensystem ist das Ergebnis einer ziemlich langen Abrisspartie.
00:23:25: Da wurde kollidiert, zertrömert, verschmolzen und neu zusammengesetzt.
00:23:31: Auch unser Mund entstand wahrscheinlich nachdem die junge Erde mit einem anderen Himmelskörper zusammen
00:23:36: krachte.
00:23:40: Kosmische Weisheit des
00:23:41: Tages?
00:23:42: Manchmal muss es erst richtig krachen damit etwas Schönes entsteht!
00:23:47: Und das Verrückte
00:23:48: ist,
00:23:48: bis heute finden Forschende da draußen Dinge mit denen niemand gerechnet hat.
00:23:53: Also Lukas, Kurs setzen auf unbekanntes Terrain und bitte diesmal nichts dran!
00:24:03: Welche Überraschung gab es denn in der Asteroidenforschung in den vergangenen Jahren?
00:24:08: Mit dem, wenn vorher niemand gerechnet hat?
00:24:09: Weil man hat ja bestimmte Theorien die man aufstellt, dann versucht man sie zu beweisen und man braucht ja auch bestimmte Vermutungen, sonst weiß man gar nicht in welche Richtung man untersuchen sollte.
00:24:19: Aber was gab's für Überraschungen?
00:24:20: Zum Beispiel eine Überraschnung, da kommen wir noch mal auf die Rosetta-Emission zurück.
00:24:24: Die zum Kometen Churyumov Gerasimenko geflogen ist und zwar geht es wieder um den Wassereintrag auf die Erde.
00:24:30: Man hat früher vermutet das Kometern der Grund sind warum wir Wasser auf der Erde haben Und sie haben dann das Deuteriumwasserstoffverhältnis gemessen.
00:24:38: Das stimmt aber nicht überein von dem Kometer mit unserem Wasser Und tatsächlich stimmt es vielmehr über einen mit den wasserhaltigen Asteroiden.
00:24:46: Deswegen ist die Vermutung heute dass auch Asteroidensignifikant dazu beigetragen haben.
00:24:51: Okay, krass!
00:24:52: Dann gab es noch eine japanische Mission zu dem Asteroiden Ryugu.
00:24:56: und da haben sie auch wie auf den Kometen sehr komplexe Chemie und Organik gefunden also einige Nukleinbasen die zum Beispiel in der RNA vorkommen Vitamin B und auch andere Aminosäuren und so die wir quasi brauchen um das Leben entstehen zu lassen.
00:25:12: Es waren auch nochmal Hinweise auf wie das Leben entstanden sein könnte Aber man weiß es immer noch nicht.
00:25:18: Dann kommen wir zurück zum Zwergplaneten Ceres, der ist auch im Asteroidengüttel.
00:25:22: Da haben wir Kryowulcanismus entdeckt.
00:25:25: Was ist das?
00:25:26: Das Kryo heißt quasi eisig.
00:25:28: da gibt es so eisige Salzlaugen die wie so ein Dom sich nach oben gedrückt haben.
00:25:36: z.B.
00:25:36: gibt es einen sehr großen Krater auf Ceres.
00:25:39: Da sieht man in der Mitte hat auch so einem Dom von diesem ganz salzigen Zeug.
00:25:43: Das hat man auch nicht erwartet.
00:25:45: Das könnte darauf hindeuten, dass im Untergrund noch was Flüssiges ist oder so etwas sehr Eisiges mit weniger Staub- oder Gesteinbrinn.
00:25:53: Also das gibt dann Hinweis auf die interne Struktur von Ceres.
00:25:56: nochmal?
00:25:56: Gucken wir mal in die Zukunft!
00:25:57: Wenn wir jetzt da mehr über Asteroiden lernen... Welche großen Fragen über unser Sonnensystem könnten dadurch vielleicht beantwortet werden?
00:26:05: Eigentlich geht es ja auch häufig um die Frage wie ist das Leben entstanden?
00:26:08: und Das interessiert uns Menschen ja am meisten, oder?
00:26:10: Genau.
00:26:10: Das ist so diese ganz ursprüngliche Frage.
00:26:13: Aber wir wollen halt auch immer noch verstehen wie das Sonnensystem sich gebildet hat und welche Bausteine es ganz urspringlich gab.
00:26:18: Und die Asteroiden gibt's da verschiedene Klassen, die alle irgendwie eine unterschiedliche Mineralogie haben und aufgebaut sind.
00:26:24: Die versucht man halt zu verstehen auch wo sie im Sonnsystem vorkommen, wie die Dynamik war früher, wie alles zusammengeklumpft ist... Wir wissen ja auch nicht ob die Meteoriten, die wir auf der Erde haben Ob das ein komplettes Abbild ist von dem, was wir im Asteroidengüttel haben oder generell in den Asteroiden.
00:26:40: Vielleicht fehlt uns ja auch noch etwas?
00:26:42: Sehr wahrscheinlich fehlt uns was weil sehr viele Asteroide sind einfach nur so Schuddhaufen die einen Eintritt in die Atmosphäre gar nicht überleben würden.
00:26:49: also da ist auf jeden Fall Material was wir noch nicht verstehen.
00:26:53: Also dem Prozess der Planetenbildung und der Differenzierung wollen wir besser verstehen Auch was am Übergang von Kern- und Mantel passiert.
00:26:59: Da gibt es auch so Meteoriten die uns das zeigen aber So richtig verstehen tun wir das nicht.
00:27:04: Gibt es ein paar Missionen, die für die astroiden Forschung in der Zukunft geplant sind von denen du weißt?
00:27:09: Ja, ist richtig viel los!
00:27:12: Ist es weil das günstiger als bemannte Sachen und gleichzeitig sehr, sehr spannend?
00:27:19: Es gibt ja auch unbemannte Mission zu Planeten und anderen Körpern.
00:27:22: also es fliegt gerade eine sehr teure Mission zum Jupiter-System, die dann auch diese eisigen Monde sich angucken will.
00:27:32: Das wäre ja auch ein Ort, wo man zum Beispiel vielleicht Leben finden könnte.
00:27:37: Okay.
00:27:37: So welche Bakterien.
00:27:39: Da vermutet man auch so Untergrundozeane noch die vielleicht nicht flüssig aber auf jeden Fall beweglich sind was Interessantes ist auf jeden fall für uns noch oder für Auch Die Zuhörer.
00:27:50: im April twohundneinundzwanzig wird ein Asteroid der Erde sehr nahe kommen.
00:27:54: also der schiebt sich auf Jedenfalls zwischen der Erde und dem Mond vorbei, da kann man auch auf jeden Fall selber zugucken.
00:28:00: Und da hat sich dann auch spontan die ESA bereit erklärt eine Mission hochfliegen zu lassen.
00:28:04: Das musste alles sehr schnell gehen weil Missionen werden ja jahrelang teilweise Jahrzehnte lang vorbereitet.
00:28:09: Der Asteroid heißt Apophis und die Mission dazu heißt Ramses ist auch im Prinzip eine Mission zur Planetaren Verteidigung.
00:28:17: also man will halt verstehen auch wie der Asteroid von der Erde abgelenkt wird, weil da ist dann schon im Gravitationsfeld der Erde drin und wird dann auch auf jeden Fall abgelenket werden.
00:28:25: Und das will man auf jeden fall verstehen, wie die Ablenkung funktioniert.
00:28:29: Also sowas kann ja auch gefährlich werden?
00:28:30: Ja genau!
00:28:32: Dann haben wir noch die Lucy-Mission, die besucht die Trojana.
00:28:35: Wir haben mehrere Ballungsgebiete von Asteroiden im Sonnensystem.
00:28:39: Wir haben den Asteroigengürtel zwischen Mars und Jupiter.
00:28:41: Dann haben hier die Trojaner, die befinden sich im orbit des Jupiters.
00:28:45: Einmal fliegen sie direkt vor dem Jupiter und hinter dem Jupitalang.
00:28:48: Das sind so die stabilsten Punkte für sie, um existieren zu dürfen.
00:28:52: Und dann gibt es halt noch den Kuipergürtel.
00:28:54: Da sind nochmal ganz viele hinter Neptun.
00:28:56: Aber wie wir jetzt mit der Erde herausgefunden haben in unserem erdähnlichen Orbe sind ja auch einige tausend Asteroiden, die man so findet.
00:29:04: Also es gibt diese Ballungsgebiete aber eigentlich sind die überall.
00:29:06: Es gibt ja noch die Psychemission.
00:29:08: Ja stimmt!
00:29:09: Die kommt im Juli, twenty-neunundzwanzig
00:29:12: an.
00:29:12: Psyche sechzehn oder so?
00:29:13: Das ist der Name von dem Asteroid.
00:29:15: Also die Mission heißt genauso wieder Asteroide Zudem die Fliege.
00:29:18: Und der Asteroid ist besonders interessant, weil er wahrscheinlich aus sehr viel Metall besteht und vielleicht sogar komplett.
00:29:25: Das ist eine M-Klasse von den Asteroiden.
00:29:27: Man unterscheidet die Asteroide anhand ihrer Spektrennen also auch wie sie das Licht reflektieren in verschiedene Klassen.
00:29:34: Die Psyche gehört zur M- Klasse, metallreich und man hofft oder erwartet dass es eventuell ein alter Planetenkern ist um Ursprung der Planetenentwicklung wieder und das wäre natürlich super spannend können ja nicht unseren eigenen Erdkern mal angucken.
00:29:49: Wir haben zwar die Eisenmeteoriten, aber wie dann so ein Asteroid aussieht was der für eine Geschichte erlebt hat das wird auf jeden Fall super spannend
00:29:56: und dann könnte es sein dass du von Vesta auf Psycho umschwenkst mit deinem Forschungsgebiet wenn er so richtig spannend ist?
00:30:01: Ich würde's auf jeden fall versuchen.
00:30:03: okay
00:30:03: also es gibt da immer sehr feste Wissenschaftsteams und Missionsteams.
00:30:08: Da bin ich jetzt noch nicht dabei Aber eine Kollegin vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist dabei Und vielleicht kann man da eine Kooperation entwickeln?
00:30:16: Nach all den Jahren der Forschung und damit dem Blick ins All, auf die Erde- und Planetengeschichte hat sich damit dein Blick aufs Leben verändert.
00:30:25: Weil ich glaube es gibt ja zwei Richtungen das man sagen kann.
00:30:27: Es ist so wahnsinnig faszinierend und gleichzeitig sind wir so wahnsinnig klein und spiel als keine Rolle oder... Wir können sagen es ist so Wahnsinnig besonders dass sich aus all diesem Leben auf der Erde gebildet hat und deswegen müssen wir es wahnsinnigt schätzen.
00:30:39: Oder es beides!
00:30:40: oder ist es auch ganz anders?
00:30:41: Es ist glaube ich vieles zusammen, gar nicht so einfach zu beantworten.
00:30:45: Ich habe ja Geologie studiert und da kriegt man glaube ich einen ganz anderen Sinn für Zeitskalen.
00:30:50: Was mich umtreibt, ist der Klimawandel.
00:30:52: auf jeden Fall also da hab' ich schon Angst vor Jahr auch für meine Kinder weil man einfach versteht die Zeit in der sich die Erde jetzt erwärmt hat so exponentiell.
00:31:01: Es hat super, super kurz im Vergleich zu der Zeit.
00:31:04: Weil die Menschheit davor erlebt hat wo es noch nie so war und da kriegt man schon Muffensausen vor der Zukunft auf jeden Fall.
00:31:10: Muffinsausen hast du ganz niedlich ausgedreht.
00:31:13: Jetzt habe ich ein bisschen Muffeshausen wegen der Klimawärmung.
00:31:15: aber ja...
00:31:16: Ja,
00:31:16: hundertprozentig bin ganz bei dir.
00:31:17: Das
00:31:18: ist schon nicht so einfach.
00:31:19: und ja die einzige Konstante ist die Veränderung.
00:31:21: also alles ist veränderlich.
00:31:22: auch die Erde verändert sich ja permanent.
00:31:24: wir haben die Plattentektonik die ständig immer verschiebt.
00:31:27: Und dann natürlich der Aspekt dass unser Leben extrem kurz ist und wir das Beste eigentlich draus machen müssten
00:31:33: Stimmt manchmal ist gar nicht so leicht.
00:31:35: Ja ich glaube es ist an der Zeit ein Klassiker hier bei Beats & Bones rein zu holen unseren Partner die Berliner Sparkasse und ohne die gäbe es den Podcast nicht.
00:31:43: Also vielen Dank an der Stelle.
00:31:44: Und bevor die nächste Folge erscheint, könnt ihr selbst aktiv werden auf dem Instagram-Account der Berliner Sparkasse und des MFM Berlins.
00:31:51: Findet ihr ein Reel?
00:31:52: Da ist auch eine Schätzfrage für euch und ihr könnt mit raten!
00:31:54: Die Antwort gibt es dann immer hier im Podcast wie immer fachkundig erklärt von den Expertinnen und Experten des Museums.
00:32:01: Und die Schätzfrage diesmal ist, Tanja.
00:32:04: Wie viele bekannte Asteroiden fliegen derzeit in Erdnähe?
00:32:07: Sind es viertausend oder vierzigtausende?
00:32:09: Es sind vierzig tausend und das werden immer mehr weil immer mehr entdeckt werden mit besseren Methoden.
00:32:14: und ja das sind schon ganz schön viele.
00:32:16: aber man kann auch die Leute da draußen beruhigen aktuell gibt es keine die wirklich eine Bedrohung für die Erde darstellen würden.
00:32:23: Tanja vielen Dank fürs Gespräch!
00:32:24: Danke schön ich bedanke mich auch und habe mich gefreut hier zu sein.
00:32:29: Das Weltall ist faszinierend, bis ein Stück davon direkt auf uns zukommt.
00:32:35: Wir kennen das aus Hollywood – Ein Himmelskörper rast auf die Erde zu!
00:32:39: Irgendwo blinkt ein roter Countdown und die Menschheit hat noch
00:32:43: exakt
00:32:44: forty- acht Stunden.
00:32:45: Aber was passiert wirklich wenn so einen Brockenkurs auf uns nimmt?
00:32:49: Könnten wir ihn tatsächlich aus dem Weg
00:32:51: schubsen?!
00:32:52: Unser nächster Gast Dr.
00:32:54: Robert Luter erforscht genau das Unsere planetare Verteidigung.
00:32:59: Also Helm besser noch nicht absetzen!
00:33:01: In zwei Wochen spielen wir Billiard im All, bis dahin bleibt stabil auf eurer Umlaufbahn – Wir hören uns.