Beats & Bones

Beats & Bones

Der Podcast vom Museum für Naturkunde Berlin

Transkript

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00:00:00:

00:00:05: Beats and Bones, der Podcast vom Museum für Naturkundene Berlin.

00:00:09: Wissen aufs Ohr in Kooperation mit der Berliner Sparkasse.

00:00:14: Die Masse ist das was das Potenzial ist weil wir wissen nicht was in der Zukunft noch alles geforscht wird und wer weiß ob jetzt irgendwie ein Glas mit Würmern in zehn Jahren das Raketending wird weil man da irgendwas daran entdeckt was die Welt besser macht.

00:00:27: für alle können wir noch nicht sagen

00:00:34: Ein Museum für die Zukunft braucht mehr als ein bisschen frische Farbe.

00:00:38: Es braucht neue Räume, neue Ideen und manchmal auch den Mut alte Geschichten noch einmal ganz neu zu erzählen.

00:00:45: Genau das passiert gerade im Museum für Naturgründe Berlin!

00:00:49: Mit dem Zukunftsplan wird hier saniert, geöffnet, neu gedacht – Sammlungen die bisher hinter verschlossenen Türen lagen werden zugänglich.

00:00:58: Und sagen

00:00:59: wir mal so... Im Backstage-Bereich des Museumschlummern noch ein paar Millionen Gründer ziemlich geheit zu sein.

00:01:06: Nur ist dieser Umbau ungefähr so, als würde man einen fahrenden Zug umbauen.

00:01:11: Während alle noch gemütlich drin sitzen und mitten drinnen.

00:01:14: Linda Gallé und Uwe Moldjig.

00:01:17: die beiden kennen wir schon aus Staffel zwei.

00:01:19: damals ging es um die Kunst des Ausstellungsmachens heute geht es um ihre bisher größte Ausstellung ein ganzes Museum im Wandel.

00:01:29: Linda ist Ausstellungskuratorin am Museum für Naturkunde Berlin.

00:01:34: Sie entwickelt Räume, in denen Wissenschaft nicht nur dasteht sondern neugierig macht.

00:01:39: Uwe leitet den Bereich Ausstellungsentwicklung.

00:01:42: eigentlich wollte er mal als Wüsten-Ökologer arbeiten.

00:01:45: heute kämpft er nicht mit Sandstürmen sondern mit Bauplänen, Vitrinen und dem wahrscheinlich größten Tetris Spiel Berlins.

00:01:53: Ein Museum umzubauen ist vermutlich nichts für Menschen, die gern schnell einen Haken hinter ihre Tuduliste setzen.

00:02:00: Denn hier dauert manches Jahre

00:02:02: –

00:02:02: manches sogar Jahrzehnte!

00:02:04: Und trotzdem soll jeden Morgen pünktlich wieder aufgeschlossen werden.

00:02:08: Wie das funktioniert?

00:02:10: Finden wir's heraus gemeinsam mit unserem Haus.

00:02:13: Lukasz Klasinski

00:02:15: Ja, Linda und Uwe, schön dass ihr wieder dabei seid.

00:02:18: Es ist ja vier Jahre her haben wir gerade festgestellt.

00:02:21: Ja,

00:02:21: fast

00:02:21: bar.

00:02:22: Wie

00:02:23: schnell die vier Jahre vorbeigerauscht sind!

00:02:26: Und als jetzt letzt bei uns wart habt ihr uns erklärt wie man eine gute Ausstellung baut und das habe ich noch gut in Erinnerung.

00:02:33: heute reden wir über was deutlich größeres nämlich wie baut man eigentlich ein ganzes Museum um?

00:02:38: damit seid ihr hier beschäftigt?

00:02:39: Eine Riesenaufgabe wenn das Museum sprechen könnte.

00:02:44: Worauf wäre es am stolzesten, wenn das auf die letzten zehn Jahre Baustelle zurückblickt?

00:02:50: Das überlebt zu haben.

00:02:52: Immer noch in Betrieb zu sein und ich glaube dass ist es wirklich.

00:02:54: wir bauen im Bestand jetzt schon eine ganze Weile Und das ist belastend für das Gebäude die Sammlung für uns.

00:03:01: aber die Besuchenden müssen sie auch mitmachen ja und Wir Haben hier ungebrochene besucher zahlen Die uns glaube ich lieben, weil sonst lässt sich nicht erklären wieso die immer noch in diesen Massen zu uns kommen und das spricht natürlich dafür dass das Museum ein toller Ort geworden ist für alle.

00:03:20: Dass es die Nummer eins worauf mir stolz sein kann.

00:03:23: Und bestimmt auch darauf, dass die ganzen Mitarbeitenden das irgendwie auch geschult hat haben in den letzten Jahren?

00:03:28: Ja mit denen immer wieder... kierenden Umzügen, Umbauten, Einpacken, Auspacken.

00:03:33: Absolut!

00:03:34: Wer kennt das nicht?

00:03:35: Umziehen macht eigentlich nicht so viel Spaß und wenn man das jetzt mehrere Jahre am Stück macht zährt es an den Nerven.

00:03:43: Bei einem Umzug testet man schon die Mitarbeitenden und auch Freundschaften im Privaten.

00:03:47: Das ist immer ein guter Freundschaftsfilter.

00:03:50: Und wer noch mehr über den Zukunftsplan also dem zehnjährigen Umbau wissen will der kann sich nochmal die Folge anhören.

00:03:59: Selina Schulze und dem Museumsgeschäftsführer Stefan Junker.

00:04:03: Da gibt's noch mal alles zu hören!

00:04:06: Wenn ich morgen ins Museum komme, was ist eigentlich neu?

00:04:09: Also welche Seele sind neu gestaltet?

00:04:12: ne?

00:04:13: Ihr habt ja keine Seele in dem Sinne abgerissen sondern restauriert.

00:04:18: ihr habt Vitrinen restauriert, ihr habt Ausstellungen neu kuratiert.

00:04:23: also was kann ich heute schon sehen das es vor ein paar Jahren noch nicht gab?

00:04:29: Aktuell kannst du vor allem an einigen Stellen sehen, dass wir eben genau in diesem Transformationsprozess sind im Museum und wir haben den Umbau.

00:04:36: Den Transformations-Prozess irgendwie natürlich auch zu unserem Arbeitsprogramm werden lassen.

00:04:41: Das heißt da wo früher unsere Ausstellungs oder Sonderausstellungsflächen waren, sind halt jetzt Projekte die halt Einblicke geben in verschiedene Projekten die laufen.

00:04:49: also zum Beispiel gibt es einen Saal wo Insektsensammlungen digitalisiert werden.

00:04:53: ich glaube darüber haben wir letztes mal schon gesprochen aber da war's noch nicht so fest installiert.

00:04:58: das heißt Man sieht irgendwie, wie das Programm Sammlungserschließung und Digitalisierung funktioniert.

00:05:02: Und Besuchende können dabei zugucken.

00:05:04: Da verändert sich auch immer ein bisschen was, weil die Digitalisierungsmethoden da... ausprobiert werden, im Laufe der Zeit sich verändern.

00:05:11: Und an anderer Stelle haben wir halt gerade einen Teil der historischen Vogelsammlung stehen die nämlich aus Ihren Sellen ausziehen musste weil da jetzt grad die Baustelle drin ist.

00:05:20: und dann haben wir mit den Kollegen zusammen auch daraus ein Projekt gemacht was zum einen jetzt die Sammlung zeigt und zum anderen eben auf diesen Umzug und die ganzen Bautätigkeiten relativ proaktiv aufmerksam macht.

00:05:32: Wir haben in den letzten Jahren unglaublich viel Zeit in die Vorplanungen gesteckt Weil diese Ausstellung von, ich glaube im Moment haben wir so knapp bisschen was über viertausend Quadratmeter weil auch jetzt schon durch Baustelle etwas weggenommen ist.

00:05:48: Am Ende des Zukunftsplans werden wir rund zwölftausenden Quadratmetern für die Besuchenden haben und wir fassen jeden Saal an aber im Moment in Betrieb erhalten wir natürlich die Räume die gerade im Besucherrundgang sind, die werden erst zum Ende angefasst.

00:06:02: Auch um Kosten zu sparen gehen wir in Teilschritten vor Und zwar nicht nur die Ausstellung auch der Bau geht in Schritten vor, weil wir im Betrieb bauen.

00:06:11: Das heißt es gibt immer ein Gebäudeteil das wird zum Baufeld muss dann frei ziehen und wie das gemacht kann wieder zurückgezogen werden.

00:06:18: Dann kommt der nächste Bauteil.

00:06:20: und immer dann wenn in einem Gebäude Teil dann Seele fertig sind können Wir anfangen Ausstellungen oder öffentliche Sammlung reinzubauen?

00:06:28: Und wir werden es aber Schritt für Schritt über die Jahre machen Und erst am Ende wird es alles eröffnet.

00:06:34: Wir haben jetzt die ersten zwei Säle abgeschlossen, das sind Sammlungssäle der Säugetiersammlung und die können wir jetzt im Moment für das Publikum noch nicht voll aufmachen auch weil der Zugang gar nicht barrierefrei ist.

00:06:46: Die sind im zweiten Stock aber ab September glaube ich Ab dann, wenn wir lange Nächte haben machen wir oben auf und man kann auch Führungen buchen um sich das anzugucken.

00:06:55: Also richtig fürs Publikum wird es erst am Ende.

00:06:57: Und das passiert jetzt über die nächsten Jahre pö-a-pö ein oder zwei Säle nacheinander.

00:07:02: Würde

00:07:02: es irgendwann den Zeitpunkt geben wo alles wirklich fertig ist?

00:07:05: Oder ist das Museum so riesig... Das ist wie eine Stadt Berlin, wo eine Baustelle geschlossen ist und man denkt ja jetzt ist alles fertig und dann fährt man drei Straßen weiter und denkt gut hier ist ja auch wieder was zu renovieren weil selbst Beim eigenen Haus ist es so, wenn man das komplett fertig gemacht hat.

00:07:20: Wenn man in einem Altbau wohnt und das Museum ist per se ein Altbau, dass es ja immer was zu tun gibt.

00:07:25: aber die groben Baustellen werden irgendwann beseitigt sein.

00:07:27: also

00:07:28: Hoffen wir mal.

00:07:29: Wir gehen davon aus, dass alles läuft wie geplant und dann wird zumindest das Museum durchsigniert sein weil jetzt haben wir aktuell wirklich auch Orte die noch aussehen wie nach dem zweiten Weltkrieg also seitdem nicht saniert sind und das wird auf jeden Fall behoben sein.

00:07:42: ich meine was Ausstellungen betrifft ist immer eine gute Frage ne?

00:07:45: Was es eigentlich eine Dauerausstellung also nichts bleibt für die Ewigkeit.

00:07:48: irgendwann gehen die Sachen kaputt.

00:07:49: man muss auch Inhalter austauschen die bleiben ja auch nicht aktuell.

00:07:53: aber wir gehen schon davon aus dass wir zum Ende des Zukunftsplans erstmal ein Museum haben wo wir vielleicht dann die nächsten Jahre erst mal nichts außer Sonderausstellungen

00:08:01: machen.

00:08:01: Wir haben ja jetzt im Moment auch eine unglaubliche Belastung durch zu wenig Raum und zu viel auf einmal, in Ausstellungsflächen auf jeden Fall.

00:08:10: Wir sind in Deutschland auf jeden fall das Museum mit der höchsten besuchenden Zahl pro Fläche also pro Quadratmeter weil wir einfach ab achthunderttausend Besuchende aber kaum Fläche.

00:08:21: Das wirkt sich auf das ganze Inventar und aufs Gebäude aus.

00:08:24: Es ist viel zu heiß, weil jeder bringt ja seine Hitze mit Staubeintrag Feuchtigkeit im Winter Die Leute stehen eng-engen man muss sich dann eher mal hinsetzen so Und dass wird aufhören wenn wir mehr Fläche haben.

00:08:37: und die Säle die jetzt neu gemacht werden die bleiben erstmal Und deswegen sind wieder gute Hoffnungen, dass es dann nicht so ist das die ersten Säle schon wieder neu gemacht werden müssen und das Gebäude an sich wird auch entlastet.

00:08:49: Weil wir kriegen ja den Sammlungsneubau in Atlas Hof Das heißt viele Sachen die jetzt im Moment im Museum ganz viel Platz und Energie fressen Die werden ausgelagert und dann gibt's mehr Luft für Alles was man dann an der Invalidenstraße machen will.

00:09:03: Ich hatte bei mir zu Hause auch gerade einen Umbau, habe ein paar Sachen neu gemacht, die ihn neu abgeschliffen gestrichen und bei mir war es so ich hab einfach das Wohnzimmer dann unten in den Flur geräumt.

00:09:13: zumindest was ging.

00:09:15: da bin ich zwei Monate irgendwie dadurch geschlichen.

00:09:18: gleichzeitig ist es bei euch ja viel komplexer.

00:09:21: ihr habt empfindliche Objekte ihr habt Skelette ihr habt Präparate und habt ja schon eigentlich die Flächen ausgereizt.

00:09:29: Wie macht ihr das?

00:09:30: Also fangt ihr da an Tetris zu spielen.

00:09:33: Weil irgendwo muss es ja hin, es muss sicher und trocken gelagert werden Es muss in irgendeiner Weise geordnet sein dass man weiß wo was steht.

00:09:40: Das stelle ich mir vor wie den schlimmsten Umzug aller Zeiten.

00:09:43: Was Ordnungsheiten anbelangt, ne?

00:09:44: Ja

00:09:45: es ist auch wirklich eine große Herausforderung.

00:09:46: Es gibt da auch ganze Teams die sich nur mit der Logistik von diesen Umzügen beschäftigen logischerweise.

00:09:52: Also das muss man sich ja vorstellen, Teile des Gebäudes freiziehen und wir kriegen einen Sammlungsneubau wo dann Sachen hingehen.

00:09:58: Der ist aber erst später fertig.

00:09:59: also dass heißt wir müssen jetzt gucken wie finden wir Fläche genau?

00:10:02: und da muss man halt irgendwie manchmal auf kreative Lösungen kommen.

00:10:06: und so sind wir eigentlich auch zu dem Zugvögelprojekt gekommen sodass unsere Kollegen aus der Sammlungsabteilung von den Vögeln eben gesagt haben, wir müssen einen Teil der Sammlung rausholen weil dieser Gebäudeteil jetzt saniert werden soll.

00:10:17: Aber wir wissen nicht wohin damit und ihr habt doch diesen Sonderausstellungssaal da unten können wir die nicht dazwischenlagern?

00:10:23: Und dann haben wir gesagt naja also ist ja schon unser Sonderasstellungssaal und sonst kommen auch Besuchende.

00:10:28: aber wie wäre es denn wenn man einfach ein gemeinsames Projekt raus machen und dann halt diese Objekte darunter holen aber eben unter der Bedingungen dass sie eben dann auch für Besuchenden sichtbar sind.

00:10:37: Ein ähnliches Konzept, die ist dann noch eins älter dieser Ausstellung ist eigentlich auch ein Workspace Digitize.

00:10:44: da ging es darum wenn wir jetzt umziehen digitalisieren wir gleich.

00:10:48: aber wo machen wir das und wie machen wird das?

00:10:50: Und vor allem war am Anfang noch gar nicht klar Wie schafft man überhaupt dreißig Millionen Objekte zu digitalisierend.

00:10:55: Das geht ja nur im industriellen Maßsteib.

00:10:57: Aber es gab nirgendwo ein Museum dass das schon mal gemacht hat.

00:11:00: also haben wir dann erst einmal einen Raum leergemacht hab gesagt experimentiert darin Die Besuchenden dürfen reingucken und es war super.

00:11:08: Es hat super funktioniert, den Saal gibt's jetzt noch da sind jetzt auch Teile der Käversammlung zwischengelagert.

00:11:13: also dieses Tetris spielen das spielt schon eine große Rolle Und wir stimmen uns da intern unfassbar eng ab.

00:11:20: und in einem Aspekt den man jetzt so beim eigenen umziehen Den hat man denn auch je nachdem wir mal anfangen einzupacken Wenn man früh anfängt ist schon alles in Kisten Und jetzt suche ich irgendwas, was irgendwo eingepackt ist.

00:11:34: Wie komme ich da wieder ran?

00:11:35: Die Sammlungen sind ja Forschungsinfrastruktur.

00:11:37: Das heißt bei all diesen Umzügen muss mitbedacht werden dass möglicherweise Forscher so lange wie möglich da auch Zugang zu den Objekten haben weil das es ja unser Kerngeschäft.

00:11:48: Also macht's nochmal extra kompliziert.

00:11:50: Dass

00:11:51: man an die letzte kleine Zahnbürste immer wieder rankommen muss.

00:11:55: Genau!

00:11:57: Bei euch gehts nicht um Zahnbürsten sondern um Objekte.

00:12:00: Und jetzt frage ich mich, bei so einem Umbau gibt es auch einfach vom Wert wertvollere Objekte und weniger wertvoll.

00:12:07: Es ist ja nicht nur eine philosophische Frage, weil ein Archäopterics ist eines der wertvollsten Objekten die ihr habt.

00:12:13: Welches würdet ihr am allerwenigsten fallen lassen wollen?

00:12:16: Ist das genau das?

00:12:19: Also den Archäopterex fallen zu lassen wäre eine denkbar ungünstige Geschichte wegen seiner Materialität.

00:12:25: Das ist ja Plattenkalk und uralt und trocken.

00:12:29: Wenn der runterfällt, dann zerbricht er nicht, wahrscheinlich zerbröselt er.

00:12:33: Das wäre ungünstig.

00:12:34: aber das ist eine schwierige Frage mit dem Wert weil wer misst in einem Objekt einen Wert bei?

00:12:39: Und ich glaube die Masse unserer Sammlungen also diese vielen Millionen Objekte Wirklich ein Fundus für auch zukünftige Forschung.

00:12:49: Wenn man das alles auf wertvollste Einzelobjekte runterbrechen würde, dann hätte man vielleicht die Eikens, dann ist da irgendwie ein Dinosaurier und ein Urvogel und hier sind Quaggaer und so... Aber wofür wir eigentlich die Sammlungen da haben nämlich Wissensgewinn ist die Masse viel wichtiger als ein einzelnes Objekt.

00:13:09: Und dann kann man auch noch sagen, da gibt es halt spezielle Individuen.

00:13:12: Die Typus-Exemplare und so.

00:13:13: aber die Masse ist das was das Potenzial ist weil wir wissen nicht was in der Zukunft noch alles geforscht wird und wer weiß ob jetzt irgendwie ein Glas mit Würmern in zehn Jahren das Raketending wird weil immer da irgendwas dran entdeckt was die Welt besser macht.

00:13:27: für alle können wir noch nicht sagen.

00:13:30: Stimmt gab's jemals den Moment als ihr über die Baustelle gelaufen seid und euch gefragt habt oh Gott auf was haben wir uns eingelassen?

00:13:38: oder Wusstet ihr, es ist so notwendig, dass es solche Momente nicht gibt?

00:13:41: Weil ich kenne das bei mir gerade.

00:13:43: Ich bin auch gerade mit dem Studio umgezogen und wir sind hier in den neuen Büroräumen.

00:13:48: Da dachte ich mir auch so... war das nötig?

00:13:51: aber es war nötige und gleichzeitig Es ist ein wahnsinnig anstrengender Prozess.

00:13:55: Ja, ich glaube wir fragen uns das fast täglich oder?

00:13:58: Weil es wirklich auch wie zu Hause wenn man irgendwie eine große Baustelle hat dass immer auch irgendetwas passieren und erwartete Dinge.

00:14:05: irgendwo gibt's einen Staubeintrag oder irgendwas geht kaputt keine Ahnung jemand lässt die Tür offen dann zieht sie irgendwie rein und staub kommt in die Ausstellung oder von oben von den Bauarbeiten.

00:14:14: also es halt.

00:14:15: wirklich sind immer wieder aufregert dabei wo wir glaubt sich im Team sagen was gab ja auch Zeiten wo wir einfach Sonderausstellungen gemacht haben schön war das.

00:14:23: Und gleichzeitig, wenn man dann aber durchläuft und dann irgendwie sieht welche Potenziale wir haben werden, wenn wir es ganz erhausen nach oben hin öffnen wie viel mehr an Fläche wir bekommen und wieviel da noch drin steckt an kreativer Arbeit, dann ist das natürlich auch schön.

00:14:39: Ja und man muss auch sagen es hat ja auch ein Sicherheitsaspekt bei diesen... ganzen Bau geschehen, musste natürlich das Bestandsgebäude vorher auch total untersucht werden auf Statik und alles.

00:14:50: Und erstens mal findet man dann raus dass das Gebäude von außen sieht ja aus wie so ein Klotz dicke Backsteinwende alles fest.

00:14:58: und dann stellt man fest naja früher hat man auch schon gespart und hat halt an manchen Stellen halt nur das was unbedingt notwendig ist getan und die Traglasten sind nicht überall so hoch wie man denkt.

00:15:08: Dann gibt es bei den großen Seelen immer so Metallpfeiler, die die Decke halten.

00:15:13: Da waren welche dabei, die waren auch wegen Kriegsschäden so verbogen dass man festgestellt hat das war tatsächlich gefährlich.

00:15:19: jetzt Die müssen ersetzt werden.

00:15:22: Wir haben heute noch Fenster die zugemauert sind mit Backsteinen weil im Zweiten Weltkrieg die Fenster rausgeflogen sind.

00:15:28: seitdem ist nichts gemacht worden.

00:15:30: Das bedeutet aber auch da eine Backstandmauer mit ein paar Löchern des Klima-Innen ist wie außen nicht gut.

00:15:36: Also muss schon gemacht werden.

00:15:38: Also es ist schon noch mal was anderes, wenn du im Museum arbeitest.

00:15:41: Weil wir kennen das Museum natürlich überall.

00:15:43: Die Besuchenden kennen ja nur die Ausstellungsflächen und in den meisten Fällen sind das die Bereiche, die gut aussehen.

00:15:49: Ja dann denken wir, was brauchen die?

00:15:50: Aber dahinter ist es echt zum Teil wirklich

00:15:53: übel.

00:15:55: Wobei war's irgendwie auch... wenn es jetzt regnet beispielsweise und viele Leute vor dem Museum Schlange stehen müssen oder so, dann denke ich auch ja das ist wirklich notwendig dass wir demnächst eine große Eingangshalle bekommen wo man eben auch dann erstmal bei egal ob Sonne oder Regen erst mal ins Museum reingehen kann nicht draußen anstehen muss.

00:16:13: Dass wir irgendwie auch mehr Infrastruktur haben vielleicht ein besseres Café oder größeres Cafés einfach um halt auch den Besuch ein bisschen angenehmer zu machen.

00:16:20: genau hier Thema Barrierefreiheit wie kommt man eigentlich ins Museum?

00:16:23: Auch das ist ja irgendwie ein großer Punkt dass wir halt auch möchten alle durch den gleichen Eingang barrierefrei reinkommen können und das sind natürlich schon so Punkte wo man auch sagt, dass brauchen wir auf jeden Fall.

00:16:33: Also das Gebäude ist für was weiß ich vielleicht hundertfünfzig tausend Besuchenden gebaut worden?

00:16:38: Vielleicht zweihunderttausend?

00:16:39: Wir haben achthundert Tausend Wow.

00:16:41: Ja und die Tendenz ist, wenn wir fertig sind sogar eher nochmal nach oben Und dazu brauchst du natürlich erstmal Fläche.

00:16:47: Aber genau was Linda sagt.

00:16:48: Der Eingangsbereich der ist nicht dafür gemacht jeden Tag Tausende von Tickets zu verkaufen.

00:16:53: Dafür ist er nicht gebaut.

00:16:54: Wir müssen das ändern.

00:16:55: ja Toiletten sind nicht für achthunderttausend Leute da.

00:16:59: Und das spielt vielleicht auch noch mal ein, was ich vorhin gesagt habe.

00:17:02: die Leute verzeihen uns das weil sie den Ort so lieben aber ist schon auch unsere Aufgabe dass nicht einfach hinzunehmen.

00:17:08: zu sagen geht auch soweit dann muss es gemacht werden.

00:17:14: Kennt ihr das, wenn ihr eine richtig gute Buchhandlung entdeckt habt?

00:17:19: Eigentlich wolltet ihr nur kurz mal rein.

00:17:21: Und eine halbe Stunde später steht ihr immer noch zwischen den Regalen weil euch ständig irgendetwas anlacht.

00:17:28: Ja so ist es mit der Neugier.

00:17:30: Manches entdecken wir erst, wenn wir uns treiben lassen.

00:17:34: Genau vor dieser Herausforderung standen Linda und Uwe Denn die neuen Sammlungsziele sind keine Bühne mit einem Star im Scheinwerferlicht.

00:17:42: Sie sind eher ein riesiges Wimmelbild aus Tausenden Schädeln, Geweihen und Präparaten.

00:17:48: Da stellt sich ziemlich schnell die Frage, wohin schauen Menschen eigentlich als Ärzte hin?

00:17:54: Die ehrliche Antwort lautet keine Ahnung!

00:17:57: Also haben Linda und Uwe gemacht was gute Wissenschaft ebenso tut.

00:18:01: Sie haben nicht geraten sie haben gefragt.

00:18:05: Fast zweitausend Besuchende durften durch die neuen Räume laufen

00:18:09: staunen

00:18:09: suchen und einfach laut denken Und Uwe und Linda haben zugehört.

00:18:15: Wo verliert man sich?

00:18:16: Und was zieht den Blick wie ein Magnet an?

00:18:19: Denn manchmal sind die spannendsten Objekte, die vor denen Menschen ganz von selbst stehen bleiben – und genau dieses kleine Abenteuer beginnt jetzt!

00:18:29: Bei der letzten Aufzeuge mit euch ging es ja auch viel darum, die Aufmerksamkeit der Besuchenden zu lenken.

00:18:35: Darin seid ihr auch Meister und das ist ja auch eine Aufgabe von euch Wenn man jetzt so einen Raum mit tausenden Schädeln, Geweihen oder Preparaten betritt.

00:18:42: Was passiert da eigentlich mit uns und wie lenkt die Aufmerksamkeit?

00:18:46: Ja ich mein das... Haben wir uns tatsächlich auch gefragt?

00:18:50: Also, wir arbeiten ja jetzt mit sozusagen einem neuen Typus von Saal.

00:18:53: Wir haben sonst immer Ausstellungen gemacht und da haben wir einen leeren Saal, wir hatten ein Thema.

00:18:57: dann überlegt man sich eine Szenografie wie baut man diese Ausstellung welcher Objekte setzt man rein?

00:19:03: Man führt die Leute halt sehr gezielt eben auch mit der Inszenierung.

00:19:06: Und jetzt arbeiten wir vor allem an offenen Sammlungsdepots ein anderer Typus.

00:19:12: Wir haben einen Saal, da ist ein Teil der wissenschaftlichen Sammlung drin und zwar auch den Schränken wie das von der Sammlungen untergebracht würde sortiert nach den Kriterien der Sammlung usw.

00:19:21: Und es ist aber gleichzeitig.

00:19:22: soll oder wird es ein Ort sein, der für Besuchende zugänglich ist?

00:19:26: Da haben wir jetzt ein ganz anderes Szenario, da haben wir nämlich beispielsweise in dem Schädelsaal einfach Glasvitrien die voll sind eben mit Säugetierschädeln Kein einzelnes Objekt herausgestellt, das ist einfach eine Masse von Tausenden Schädeln.

00:19:40: Und so sieht es ja in vielen Sammlungen eben aus weil es geht ja vor allem darum viele Objekte möglichst viel Volumen im kleinem Raum gut unterzubringen.

00:19:49: Und ja, wie sind wir da jetzt dran gegangen?

00:19:51: Da wir keine Erfahrungen großartig bis jetzt damit hatten diese Arten von Räumen zu inszenieren haben.

00:19:55: Wir gesagt okay, wir gehen da relativ offen ran und laden uns erstmal Besuchende und andere Gäste ein und schicken die mal in die Sähle rein und gucken was passiert also?

00:20:04: was löst es bei denen aus?

00:20:05: Was haben die Assoziationen?

00:20:07: Was für Fragen kommen irgendwie auch auf und so und haben das halt gesammelt bei ich glaube mittlerweile fast tausend Personen.

00:20:14: Fast zweitausend sogar, die wir irgendwie da reingeschickt haben.

00:20:17: Das ist ganz spannend!

00:20:18: weil es kommen wirklich ganz ähnliche, aber auch eine große Bandbreite von Assoziationen hoch.

00:20:23: Also vor allem immer dieses Wow!

00:20:25: Das ist so viel.

00:20:27: Warum habt ihr so viele Objekte?

00:20:29: Was macht ihr damit?

00:20:29: Wo kommen die alle her?

00:20:31: Auch so Fragen wie habt ihr sie alle getötet?

00:20:34: also tatsächlich ja ganz spannend.

00:20:36: Genau

00:20:36: und man darf die Leute nicht überfordern mit zu tiefer Informationen Weil das kann keiner mehr verdauen und dann schreckt man die Leute eher ab.

00:20:45: So, wenn wir Ausstellungen bauen versuchen wir eigentlich immer erst mal einen Raum zu schaffen wo die Leute gerne drin sind damit sie möglichst lange in den Saal bleiben weil über die Zeit nehmen die mehr auf.

00:20:56: Und dann versuchen wir so Blickführung durch Installationen.

00:20:59: jetzt geht man da hoch Die Tür geht auf die gehen da rein tausende von Schädeln.

00:21:04: Wie sollen die denn filtern und so?

00:21:05: Und das ist so diese Challenge gewesen.

00:21:08: Wir haben dann in Schädelsaal, über den jetzt gesprochen wurde, haben wir dann versucht... Über Indien-Vitrien haben wir einzelne Fenster gemacht, in denen es da nur ein Objekt gibt und nur dort wird was erzählt.

00:21:19: Das andere überall sonst kann ich durchgehen gucken, kann mit meinen Freunden da sein.

00:21:23: Was ist das blau ab blau?

00:21:24: Findest du's cool oder nicht?

00:21:25: Sieht aus wie ein Alien!

00:21:26: Ich weiß nicht was aber da wirst Du entschleunigt und da gibts dann auch eine Information.

00:21:30: Dann kannst wieder weiter gehen Und über diese Beteiligungsformate ist es spannender.

00:21:35: Vielleicht haben wir tausende von Rückmeldungen, die wir alle geklastert haben und daraus sind jetzt so acht Schwerpunktthemen entstanden, die wird jetzt überall dort wo wir Sammlung aufmachen wenden wir diese Schwerpunkte an, um die Inhalte dazu zu liefern.

00:21:51: Also Biologie?

00:21:52: Was sind das für Tiere?

00:21:53: Wie groß wie klein, schnell und langsam?

00:21:55: Ich weiß nicht was.

00:21:56: Was ist es überhaupt?

00:21:57: Wie sieht's aus?

00:21:57: Dann gibt es sowas wie die Geschichte der Sammlung usw.

00:22:01: Es gibt aber auch so etwas als Alltagsbezüge also keine Ahnung wo kommen die in Märchen vor oder so.

00:22:05: Das Spannende an dieser Sache ist dass für die Besuchenden alle diese Sachen komplett gleichwertig sind Während das Museum wird immer erst sagen, okay aber wir müssen doch sagen wo kommt's her und was forschen wir da dran.

00:22:16: Aber das andere ist genauso wichtig.

00:22:18: In welchem Märchen spielt das Tier mit finde ich schon eigentlich ganz lustig?

00:22:22: Aber stellt ja gerade für Kinder aber auch für Erwachsene einen schönen emotionalen Bezug her weil... Ich meine, wir alle haben in irgendeiner Weise Märchen vorgelesen bekommen.

00:22:31: Hatten da eine verbindende Zeit und deswegen verbindet das ja auch wieder emotional mit dem Museum?

00:22:35: Genau!

00:22:36: Und es liefert dir halt die Brücke dich auf ein Objekt einzulassen.

00:22:39: Ach, Nemo, das ist der Fisch... Ahja, ahja, kenn ich, habe ich gesehen.

00:22:43: Vielleicht kein gutes Beispiel weil der Film schon so alt ist aber... Aber

00:22:46: bei den Zugvögeln hatten wir's auf jeden Fall mit der weißen Eule.

00:22:50: Also wo dann gesagt hat, dass er hier hit will von Harry Potter oder so Sachen.

00:22:55: Also genau, da gibt's ganz enge Bezüge oder auch zu Stadt Natur.

00:22:58: Das ist irgendwie so Mauersegler, die kennt man halt weil man hört sie im Hinterhof rufen und sieht sie auch.

00:23:04: Wir suchen halt diese emotionalen Zugänge und die gelten natürlich nicht für jeden aber für jeden sollte was dabei sein.

00:23:10: also

00:23:10: verstehe ich Aufmerksamkeitslenkung auch nicht nur als wo und wie positioniere ich sondern wie baue ich emotionale Brücken?

00:23:17: Ja

00:23:17: genau das ist wichtig.

00:23:18: und dass es jetzt bei diesen Sammlungszellen sogar das Wichtigere war da kontrollieren wir nicht die Installation der Objekte weil die durch die Sammlung ja vorgegeben.

00:23:27: In der Ausstellung können wir sagen, okay.

00:23:29: Wir brauchen für irgendein Thema diese fünf Objekte und die machen wir so.

00:23:33: Ja!

00:23:33: Wir haben die Ara-Ausstellung mit einem Schwein und wir wussten wenn man um die Ecke kommt und ein Schwein in einer Vogelausstellung sieht das geht nicht anders als dass man denkt da ist ja ein Schweine und man hört es sogar.

00:23:46: die Leute sagen das.

00:23:47: also kann ich das Schwein nutzen um Informationen drauf zu platzieren zu sagen Für die Schweinemast in Deutschland wird in Südamerika Lebensraum für Papageien zerstört.

00:23:56: Das merkt sich dann jeder!

00:23:58: Woher nehmt ihr eigentlich die Inspiration?

00:24:00: Natürlich fragt ihr Besuchende und das inspiriert, gleichzeitig wird es ja nicht eure einzige Quelle sein.

00:24:06: Manchmal kommt einem irgendwas unter der Dusche aber vielleicht seid ihr auch mal einen anderen Museum und denkt okay die machen das toll.

00:24:12: wie könnte man das adaptieren?

00:24:14: manchmal sind wahrscheinlich auch Inspiration aus anderen Lebenswelten

00:24:18: Definitiv, also wir gucken uns natürlich gerne andere Museen an.

00:24:21: Wir sind natürlich auch vernetzt mit anderen Kolleginnen und sind da irgendwie international unterwegs auf Konferenzen oder in anderen Austauschformaten.

00:24:29: Und wir haben aber auch ganz tolle Kolleginnen am Museum die zum Teil auch andere Partner zu uns bringen, also beispielsweise jetzt in den aktuellen Sälen die wir bearbeitet haben.

00:24:39: Vor allem von den Objekten her ist ein super starker Fokus auf Kolonialzeit weil viele der Objekte während der Koloniale Zeit ans Museum gekommen sind.

00:24:47: und da haben wir jetzt ganz stark auch mit unseren Kolleginnen von Humanities of Nature gearbeitet diese Provenienzforschung am Museum machen und halt gucken wo stammen eigentlich die Sammlungen her?

00:24:56: was steckt dahinter?

00:24:57: welcher Akteur sind da beteiligt?

00:24:59: Und mit dem Museums Lab ich glaube dazu gab es wahrscheinlich schon eine Folge hier Das ist ja ein Netzwerk, was vor allem europäische Museumsleute und Leute vom afrikanischen Kontinent zusammenbringt.

00:25:09: Und wir hatten halt für die neuen Seele dann eben auch gesagt ... Wir haben jetzt diesen super starken Kolonialbezug da drin.

00:25:16: Wenn wir die jetzt anfangen, die inhaltlich zu bespielen wollen wird das auf keinen Fall alleine machen sondern wir möchten uns gerne da auch Perspektiven von außen reinholen von den Personen aus den Herkunftsländern und von den Objekten.

00:25:27: Und deswegen haben wir jetzt im letzten Projekt auch die Art der Beteiligung nochmal so einen Schritt weiter geöffnet und haben gesagt wir machen jetzt einen offenen Call und laden Leute ein sich zu bewerben mit uns gemeinsam diese Ausstellung zu kuratieren.

00:25:38: Das haben wir für den Schädel- und Geweisaal dann auch

00:25:41: Genau, und die haben natürlich ihre ganz eigenen Perspektiven mit reingebracht.

00:25:45: Und wenn wir alle beim Konzipieren denken, das ist cool und zwar so cool dass es unseren besten Freunden zeigen würden.

00:25:52: Dann stecken wir etwas rein was vielleicht auch ein bisschen unerwartet ist weil was persönliches drin ist und das spricht dann rüber.

00:25:57: und ich glaube das ist ein großer Anteil von wie sehen unsere Ausstellungen aus?

00:26:01: Wir wollen nicht nur dass die gut sind.

00:26:03: sie sollen cool für uns und die Leute sein die uns vielleicht nahe sind und weil wir einen Querschnitt haben treffen wir dann viele Geschmäcker.

00:26:11: Ich verstehe

00:26:12: Immer mehr, dass die Ausstellung, die ihr gestaltet und das Museum wie es gestaltet ganz viel mit Storytelling zu tun hat.

00:26:17: Und viel weniger mit nur noch präzise runterbeten was ich in einem Internet-Click eh über ein Objekt erfahren kann ne?

00:26:26: Museen erzählen Geschichten doch lange hat darin eine entscheidende Stimme gefehlt.

00:26:31: Viele Objekte sind während der Kolonialzeit in europäische Museen gekommen.

00:26:36: Wie genau erfahrt ihr in unserer Folge koloniale

00:26:39: Spuren.

00:26:39: Die Herkunft der Objekten Was damals Forschung oder Expedition hieß, war oft nur möglich, weil die angeblich so feinen Kolonialherren tun und lassen konnten wie sie wollten.

00:26:52: Und die Geschichten dazu wurde jahrzehntelang vor allem von Europäern erzählt – aus unserer Perspektive mit unseren Worten und mit unseren

00:27:02: blinden Flecken!

00:27:03: Jetzt wird es höchste Zeit das zu ändern.

00:27:05: für den neuen Schädel- und Geweisaal überlassen Uwe und Linda die

00:27:09: Bühne einfach mal.

00:27:10: anderen Expertinnen aus verschiedenen afrikanischen Ländern wurden eingeladen, Objekte auszuwählen und Perspektiven sichtbar zu machen die lange fehlten.

00:27:20: Nicht als kleine höfliche Geste am Rander sondern als echter Teil der Ausstellung.

00:27:26: was also wenn plötzlich andere Erinnerungen andere Bedeutung auftauchen?

00:27:31: Höchste Zeit unseren Blick zu weiten!

00:27:36: Wann wurde euch bewusst dass die koloniale Geschichte dieser Sammlung viel stärkerer Teil der Aussstellung werden muss?

00:27:41: Ja, also ich würde da sagen das ist ja ein längerer Prozess.

00:27:44: Stimmt!

00:27:45: Wir haben noch damals glaube ich schon kurz darüber geredet?

00:27:47: Das ist ja eine riesen Vorteil den wir haben dass wir in Forschungsmuseum sind und deswegen halt ganz viele Kollegen haben.

00:27:52: die Nerds sind in ihren Wissenschaftsdisziplinen und wir haben auch Kolleginnen die sich eben genau mit der Provinzforschung und vor allem mit der Kolonialzeit jetzt jahrelang beschäftigt haben und uns natürlich damit auch beeinflusst haben indoctriniert haben wenn man es mal positiv sagen will.

00:28:07: Also ich glaub die erste tatsächlich Veränderungen auch in Ausstellungsinhalten Also quasi ein Update von der Dauerausstellung gemacht und ab da ist es schon so immer auf dem Schirm gewesen.

00:28:24: Und ja, ich weiß nicht jetzt bei den neuen öffentlichen Sammlungen die wir im Rahmen des Zukunftsplans jetzt gerade fertiggestellt haben war das für uns halt völlig klar.

00:28:32: Da muss eigentlich einen Schwerpunkt drauf liegen genau diese Aspekte zu adressieren.

00:28:36: natürlich hat Berliner Rolle gespielt Humboldt Forum Die Diskussionen, die da losgegangen sind und es ist ein Thema was die Museumswelt intensiv in den letzten fünf Jahren beschäftigen.

00:28:48: Was hoffentlich auch noch weitergeht.

00:28:50: ich glaube das krasse ist dass man sein eigenes weltbild dadurch auch ein bisschen challenged und Es tatsächlich eine krasser erfahrung gewesen jetzt mit diesem thema zu arbeiten mit diesen kokoratorien zu arbeiten und selber zu recherchieren.

00:29:02: Die naturkundlichen sammlungen sind immer forschungs sammlungen und das impliziert natürlich dass das alles vor dem Hintergrund der Forschung gesammelt wurde.

00:29:10: Ganz steril, immer mit klaren Fragestellungen und gezielt.

00:29:14: Da ist dann auch ein Wissenschaftler losgegangen hat hier ganz wissenschaftlich was gesammlt weil es ja auch immer wichtig dass man die Fundortzettel war sonst kann man nichts damit anfangen Ja und jetzt stellt man fest, ne so war das aber gar nicht.

00:29:26: Also da gibt es keine großen Unterschiede vor allem in dem Zeitraum zwischen Beninbrossen und Elefantenschädeln.

00:29:33: Das waren auch Objekte die dazu beigetragen haben den eigenen Status irgendwie höher zu schrauben Und das war Jagd und das war Gier.

00:29:42: und am allerwenigsten war es zielgerichtete Sammeln für Forschen und das schon krass sich damit auseinanderzusetzen.

00:29:50: Für mich persönlich war das schockierendste eigentlich, wenn du dann mal angefangen hast zu recherchieren wie schnell du auf Originalquellen kommst wo wirklich unfassbare Dinge stehen.

00:30:03: Das dauert keine fünf Minuten.

00:30:04: da kannst Du in den alten Reichstagsprotokollen im Finanzausschuss lesen wie die sich darüber unterhalten ob es jetzt ein Problem ist dass da Leute sterben bei der Zwangsarbeit oder nicht.

00:30:15: und Du kannst sogar lesen wieder in der ganze Raum da sitzt und lacht Und dann siehst du plötzlich die Sammlung ganz anders.

00:30:21: Das ist schon hart gewesen und ich dachte, wenn es so einfach ist, warum spricht mir da nicht schon viel länger drüber?

00:30:28: Ja!

00:30:29: Ich glaube für mich war auch ein Moment der total einprägsam war als mit einem der Kukuratoren, der glücklicherweise in Berlin an der TU gerade beschäftigt ist, dann in der Sammlungen unterwegs waren.

00:30:40: Man muss sich das jetzt so vorstellen – in dieser Sammlunge sieht man halt diese ganzen Säugetierschädel also... Elefantenschädel, Nashornschädel.

00:30:47: Die sind zum größten Teil auf den Schädeln selber beschriftet mit Informationen zum Objekt und da steht immer der Sammler

00:30:54: drauf.".

00:30:55: Und dann sind wir da durchgelaufen und Richard hat auch direkt gesagt, das hier ist der Hauptmann XY.

00:31:01: Den kenne ich genau aus meiner Forschung weil in Kamerun hat er so viele Massenmorde angeordnet um ganze Landstriche zu entfölkern oder so.

00:31:10: Wir sind wirklich da durch gelaufen und vorher haben diese Namen mir halt nichts gesagt.

00:31:14: und jetzt plötzlich wenn ich reingehe sehe ich überall diese Springen sie mich quasi an Ich seh die Verbindung und kann das nicht mehr wegsehen.

00:31:23: Und das ist auch gut so.

00:31:24: Erzählt diese Geschichte ja nicht allein aus eurer Perspektive und das war ja euch wahrscheinlich relativ schnell klar, dass es nicht nur eure Perspektiven sein kann, sondern begeht man ja eigentlich auf eine andere Art und Weise diesen gleichen Fehler nochmal.

00:31:40: Wie habt ihr das denn gemacht, dass ihr unterschiedliche Perspektiven reingeholt habt?

00:31:43: Also letzten Endes genau war es so.

00:31:45: Wir hatten dann gesagt ja für uns wäre es total wichtig und wir würden gerne verschiedene Perspektive reinholen naheliegend zwar jetzt erstmal zu sagen naja gut vielleicht gucken wir dass wir Personen bekommen die eben aus ehemaligen deutschen Kolonien stammen so wie holen sie irgendwie mit rein ins Team?

00:31:58: aber da ist natürlich direkt die Frage ja gut aber wie findet man die denn jetzt?

00:32:02: und dann haben wir uns überlegt dass es für uns am besten ist wenn auf einen offenen Call machen.

00:32:06: also wir haben letztendlich so eine Art kleine Ausschreibung gemacht gesagt zehn mögliche Slots für Kokoratorinnen.

00:32:13: Wer hat Lust, mit uns an diesen Projekt zu arbeiten?

00:32:15: Wir haben Liste erstellt von den ganzen Objekten die in dieser Sammlung sind so dass man da schon mal reingucken konnte und dann konnten sich Leute eben auf diesen Call bewerben.

00:32:23: Und denen haben wir einfach über die verschiedene Netzwerke vom Museum und von KollegInnen und so verteilt.

00:32:29: Ja

00:32:29: und dann gab es eben zehn Kolonien.

00:32:31: warum soll nicht für jede Kolonie ein Kokoratur kommen oder so.

00:32:34: Dann fängt man mal damit an Und am Ende waren es dann neun jetzt für den afrikanischen Kontinent und wir wollten, dass die Leute bezahlt werden.

00:32:43: Aber natürlich hatten wir jetzt kein Budget um jetzt zehn oder neun Kokuratorinnen für ein Jahr oder was fest anzustellen nach Berlin zu holen.

00:32:51: also war das dann eher über Videocalls sehr intensiv und wir wollen von Anfang an Aber dieses Kokoratieren haben nicht.

00:32:59: Wir gräben jeden in den Fenster und dann darf jeder seine eigene Installation machen, sondern wir wollten das gemeinsam machen.

00:33:05: Und im Nachhinein muss sagen, dass war so ein Gewinn weil man dann gezwungen ist sich auf die Ideen der anderen auch einzulassen.

00:33:14: Man muss ja gemeinsam jetzt entwickeln.

00:33:15: macht mir lieber das macht mal lieber das.

00:33:17: wenn ich alleine bin entscheide ich einfach so zack.

00:33:19: Das war toll.

00:33:20: also das ist ja noch dazu das erste was als dauerhafte Installation im Zukunftsplan machen.

00:33:28: Und ich dachte, okay wir müssen auf jeden Fall das wissenschaftliche Niveau brauchen wie ein hundert pro.

00:33:33: und dann kommt so eine der ersten Geschichten geht es um Wudu-Naturreligion und ich denke auch Religion ist schon... Also selbst wenn wir jetzt europäische Religionen und Natur machen würden würde ich denken oh bitte nicht wir.

00:33:47: also kann man machen aber er ist heikel aus sensiblen Muster aufpassen und dann noch kolonialer Kontext.

00:33:53: Und am Ende finde ich die Geschichten, die da entstanden sind – die zwei, die sind so toll!

00:33:59: Die kommen auch gut an.

00:34:00: aber weil wir uns eben auseinander gesetzt haben okay wenn man das macht wie kann man es machen?

00:34:05: Was sind die Fundamente?

00:34:06: Wo sind die Quellen?

00:34:07: Wie kann man's erzählen?

00:34:08: Auf einmal passt's.

00:34:10: Das haben wir dann auch gelernt.

00:34:11: Das hätten wir gar nicht getan, wenn Messern einfach sein Fenster bekommen hätte, wäre die Geschichte vielleicht sehr ähnlich... Aber wir hätten das nicht erfahren.

00:34:19: Schwierige Themen sichtbar zu machen ohne Menschen zu überfordern, wie findet man da die Balance?

00:34:24: Weil ja auch bei Wudo, bei Totem-Tiere, der spirituellen Bedeutung ist etwas recht Komplexes was es vielleicht mal in der germanischen Kultur als solches viel mehr gab aber heute gar nicht mehr.

00:34:40: so und wenn man das dann wieder einführt aus einem anderen Land kann das ja was über Forderndes haben.

00:34:45: Und es gibt noch weit schlimmere Sachen.

00:34:47: Wir haben Strafexpeditionen, ganze Völkerhölte und Landstriche die leer gefaked wurden weil die Leute umgebracht wurden.

00:34:53: da hängt ganz viel Schlimmes dran und in diesem Projekt gab's irgendwann auch so einen Moment wo wir uns darüber unterhalten haben.

00:34:59: okay jetzt wir kennen jetzt die Inhalte wie wissen dass sie wichtig sind.

00:35:03: Wie um alles in der Welt kann man das schaffen?

00:35:06: Das Besuchende reinkommen in den Saal sich das alles angucken und rausgehen.

00:35:11: Und das Ganze ist seriös aufbereitet, ja?

00:35:14: Wenn wir jetzt nichts schöner irgendwie und verschweigen auch nicht irgendwie Sachen... ...und dann sollen die raus gehen, soll sagen, oh, das war jetzt aber gut!

00:35:22: Da komme ich aber wieder.

00:35:23: Also das wäre der Anspruch und nicht tolle Ausstellung.

00:35:26: Aber bitte nicht nochmal.

00:35:27: Das kann ich nicht noch mal.

00:35:28: Das willst du ja nicht.

00:35:30: Ja wie macht man das?

00:35:31: Ich habe keine Ahnung.

00:35:32: Ich glaube, wir haben es irgendwie hingekriegt am Ende durch Abstraktion ein bisschen.

00:35:37: Ja, und wir haben halt auch überlegt wie weit die Inhalte sehr reichhaltig sind.

00:35:41: Und die man jetzt nicht gut auf drei Hundert Zeichen runterkürzen kann.

00:35:44: Die brauchen ihren Raum um auch erzählt zu werden.

00:35:47: Wie können das irgendwie anders?

00:35:48: aufbereiten.

00:35:49: Und es gibt immer einen kleinen gedruckten Text, aber die Großteil der Geschichte wird eigentlich über eine Animation erzählt ganz reduzierte Illustration zusammen mit kleinen Text-Schnipseln, die man sich eben in einer Animation dann angucken kann und so wird man halt ein bisschen durch die Geschichte auch durchgeführt.

00:36:04: Es ist wie eine animierte Graphic Novel, kann man sich das vorstellen?

00:36:09: Die laufen nicht permanent, man kann sie anwählen.

00:36:10: wenn man das nicht möchte, kann er das auch lassen.

00:36:12: Dann hat man einfach nur die Objektinstallation Und dann wird man eben durch diese Geschichte geführt.

00:36:19: Und tatsächlich, was wir jetzt beobachten kann ist das ... Wir hatten jetzt einen Pre-Openings für dieses Ding und wann immer wir Personen reinlassen können wir beobachten dass immer dann wenn die an den Fenstern stehen diese Geschichten angucken Das entschleunigt weil Man kann nicht schneller lesen und gucken als das was da kommt.

00:36:37: Gleichzeitig ist auch immer so viel zu gucken Dass einem jetzt nicht so langweilig ist ja auch neu alles.

00:36:43: Und dann wird man so richtig runtergefahren, wird so durch die Geschichte geführt und dann ist fertig.

00:36:47: Man merkt so richtig wie die Leute dann hinterher so... Ach das war jetzt aber... Also guck ich mal auf der anderen Seite auch noch.

00:36:54: In anderen Bereichen des Museums wo halt die Texte sind, da wird auch mal ein bisschen gehuscht oder mal sucht nur nach einem Wort und geht weiter.

00:37:00: Das kann man da oben auch machen einfach weitergehen.

00:37:02: Aber wenn man startet, wird man quasi durch die ganze Geschichte geführten.

00:37:07: Wenn Einsatz bei der Ausstellung hängen bleiben sollte?

00:37:11: Bei den Besuchenden Gibt's sowas?

00:37:13: Also ich hab schon gehört, ihr möchtet Bewusstsein schaffen.

00:37:15: Ihr möcht eine Perspektive bei Menschen kreieren zumindest eine zusätzliche Perspektiv.

00:37:20: Darum geht es ja eigentlich immer weil mit Bewusstsein haben wir Entscheidungsmöglichkeiten wie wir unser Verhalten lenken wollen.

00:37:26: was sehe so ein Satz wenn man auf dem Heimweg ist und das alles gesehen hat oder vielleicht sind sie auch mehrere Sätze vielleicht ist auch ne Haltung vielleicht ist es auch.

00:37:36: also auf jeden Fall sollen die rausgehen sollen denken Das war cool sowas habe ich noch gar nicht gesehen.

00:37:41: Und des Nächste Wir wissen, dass das Thema Kolonialzeit bis heute nachwirkt und alle Personen die in der westlichen Welt leben profitieren im Prinzip immer noch davon.

00:37:52: Es ist nur kaum jemand bewusst.

00:37:54: Das ist jetzt auch gar kein Vorwurf sondern das ist halt so.

00:37:56: Koloniale Zeit spielt in der Schule irgendwie kaum eine Rolle, in der öffentlichen Debatte spielt kaum ne Rolle aber es gibt immer noch die Strukturen die bis heute Vorteile in unseren Teil der Welt spielen.

00:38:09: Das müssen wir nicht aufbrechen Wenn die Personen rausgehen und denken, es wusste ich gar nicht dass diese Bezüge gibt.

00:38:16: Dass sie eine Rolle spielen und dass die Leute anfangen darüber nachzudenken was auch immer dann das Ergebnis ist.

00:38:23: Das finde ich toll.

00:38:24: Ich würde mich anschließen, als ich glaube vielleicht noch mal an anderen Gedanken angestoßen zu haben.

00:38:29: Also dass wir beim Besucher einen Gedanken anstoßen, den er vorher noch nicht hatte und genau diesen Bezug.

00:38:34: also was hat eigentlich Naturkunde mit Kolonialzeit oder Wassermusien auch mit Kolonyalzeit zu tun?

00:38:39: Wenn das funktioniert, dann wäre ich schon spannend.

00:38:42: Das andere wäre halt, ah ja!

00:38:44: Vielleicht auch tatsächlich so eine ganze... Also eine andere Perspektive auf diese sogenannten Objekte.

00:38:50: Wir nennen sie auch immer Objekten und viele unserer Kokoratoren haben eben auch gesagt, ich seh da aber kein Objekt sondern ich sehe ein Tier weil es ist auch ein Tier was bei mir vorkommt und vielleicht in meiner Kultur irgendwie ne Rolle spielt und auch diese Perspektiven einfach von anderen Personen die mit diesen Tieren zusammenleben den ganz anderen Bezug dazu haben das mitzunehmen ist glaube ich auch spannend dass auch ein anderer Perspektivwechsel

00:39:12: Und insgesamt vielleicht dieses Botschaftenthema spielt bei uns natürlich auch eine Rolle, wenn wir Ausstellungen entwickeln.

00:39:17: Aber ich glaube, wir leben in der Zeit wo die Leute bombardiert werden mit Botschaften permanent.

00:39:24: also unsere Kommunikationskultur ist so auf Sekunden runtergebrochen und immer auf den Punkt Algorithmen hier die Werbung da.

00:39:32: das ist deine Botschaft das liebst du?

00:39:37: Wenn wir unseren Job gut machen, dann schaffen wir ein Ort wo Leute hingehen.

00:39:40: Wo plötzlich die Bremse reingehauen werden und man entschleunigt wird.

00:39:43: Und wo man einfach anfängt selber zu denken, denkt mal wieder nach.

00:39:48: Seht was überlegt was das sein könnte und nicht immer nur nehmen was einem angeboten wird als Information.

00:39:54: Wir arbeiten im Prinzip da schon länger so dass wir auch sagen eine Ausstellung darf auch Fragen haben es muss nicht zu allem eine Antwort geben weil eigentlich wollen wir nicht Unsere Informationen wegkonsumieren, sondern die sollen rausgehen und darüber nachdenken was sie gesehen haben.

00:40:08: Und ich glaube das trifft auch für den Saal oben zu.

00:40:10: Also kein Informationsfastfood im Museum for Naturkunde.

00:40:14: denkt mal nach hat Uwe gerade als Stichwort reingegeben und das bringt uns zum Klassiker hier bei Beats & Bones ohne unseren treuen Kooperationspartner die Berliner Sparkasse GwC dem Podcast nicht!

00:40:25: und auf dem Instagram-Account.

00:40:30: Passt ja aber sehr gut, der Willi nach Sparkasse und im MFM Berlin!

00:40:34: Da gibt's eine Real und da gibt es eine Schätzfrage und da könnt ihr mitraten und die Antwort gibt dann hier im Podcast wie immer fachkundig erklärt von den Experten und Expertinnen des Museums und ich habe die Schätzfrage mitgebracht und zwar welche Ausstellungsräume werden als nächstes erneuert?

00:40:51: A. die Trockenfische, oder B., die Insekten-Sammlung?

00:40:54: Trockenfische!

00:40:55: Wann bist du soweit?

00:40:56: Ende nächsten Jahres.

00:40:58: Zirka.

00:41:00: Ohne Gewehr.

00:41:01: Wie bei der Hausrenovierung, wenn alles klappt.

00:41:04: Linda Uwe, vielen Dank, dass ihr da wart.

00:41:06: War wieder schön.

00:41:08: Vielen Dank dir.

00:41:11: Heute geht es um Millionen Objekte.

00:41:13: Beim nächsten Mal reicht uns eins...

00:41:16: Na

00:41:16: gut.

00:41:17: Eins, das fast neunzig Jahre darauf gewartet hat, dass endlich jemand merkt was für ein kleiner Superstar da eigentlich herumliegt.

00:41:25: Sein Name?

00:41:26: Miras Sauragrauf Vogelie.

00:41:29: Zu Deutsch Wundersauria!

00:41:31: Ein Tier, das aussieht, erzählt ihr die Evolution.

00:41:34: einfach mal ein bisschen rumprobiert.

00:41:36: Paläontologe Christian Foth hat es mit untersucht und erzählt uns in der nächsten Folge, was so wunderlich daran ist.

00:41:43: bis dahin

00:41:44: bleibt uns gewogen.

Über diesen Podcast

Was können wir Menschen vom Sexualverhalten der Gorillas und Schimpansen lernen? Warum sind Wespen für unser Wohlbefinden so wichtig? Und warum sagt ein Vogelschiss mehr über unsere Welt als 1.000 Worte?

Am Museum für Naturkunde Berlin forschen über 200 Wissenschaftler:innen und suchen die Antworten zu unseren Fragen. 30 Millionen Objekte hat das Museum, darunter das größte ausgestellte Dinosaurierskelett der Welt, der Giraffatitan brancai. Hier werden beinahe täglich neue Tierarten entdeckt, Geheimnisse um das Leben in der Tiefsee gelöst und ein Stückchen Welt dokumentiert. Was sonst im Museum hinter verschlossenen Türen passiert, bringen wir mit dem Beats & Bones Podcast ans Licht. Ein Podcast, um die Welt besser zu verstehen, ohne Schnickschnack und gefährliche Zusätze. Host Lukas Klaschinski stellt hier alle Fragen, die ihm einfallen. Warum zum Beispiel hat der Gorilla so einen kleinen Penis?

Dieser Podcast wird produziert von Auf die Ohren.
Weitere Informationen zum Podcast und Museum gibt es auf:
www.museumfuernaturkunde.berlin/beatsandbones

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