Der Podcast vom Museum für Naturkunde Berlin
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00:00:05: Beats and Bones, der Podcast vom Museum für Naturkunde Berlin.
00:00:09: Wissen aufs Ohr in Kooperation mit der Berliner Sparkasse.
00:00:14: Und dann hab ich gefragt wer denn wie ich in den ersten vier fünf sechs Lebensjahren eine Liebe zur Natur entwickelt hat.
00:00:23: und da ging alle Hände hoch?
00:00:24: Das saßen hundertzwanzig Leute und alle Händen gingen hoch und das ist für mich glaube ich dann ein Schlüssel.
00:00:32: wenn wir so früh den Menschen Ihre Liebe zur Natur bewusst machen, dann haben wir sie vielleicht fürs Leben erreicht.
00:00:43: Ich denke, wir haben eine Fähigkeit Verantwortung zu übernehmen.
00:00:47: Es gibt viele Menschen uns jetzt auch zuhören die sich nicht als Entfremde von der Natur bezeichnen würden und noch nicht in einer Krise stehen aber ich stimme ihnen vollkommen zu dass wir uns da unterscheiden.
00:01:00: Der Schlüssel zum Erhalt unseres Lebensraums liegt unter den Rippen.
00:01:04: Nur wann fängt das Herz an für Natur zu schlagen?
00:01:08: Und warum hat es bei manchen damit aufgehört.
00:01:10: Das beschäftigt Elisabeth Kalz und Johannes Vogel.
00:01:15: Dr.
00:01:15: Elisabet Kalz ist Professorin für Sozial- und Organisationspsychologie, was Naturerfahrungen und Umweltschutz für unsere psychische Gesundheit bedeuten – und wie sich Menschen für den Umwelthutz begeistern lassen weiß sie genau!
00:01:30: In Australien zum Beispiel hat sie zur Bereitschaft, zum Umweltschutz geforscht und dabei wurde umso klarer.
00:01:37: Die Klimakrise ist auch eine soziale Krise – konfliktreich dazu!
00:01:43: Wie lassen sich also individuelles und kollektives Engagement verbinden?
00:01:47: Um globale Krisen wie den Klimawandel besser zu
00:01:50: bewältigen?!
00:01:51: Und was braucht es dazu?
00:01:54: Fragen die auch das Museum für Naturkunde beschäftigen und damit natürlich auch seinen Generaldirektor.
00:02:01: Professor Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums und promovierter Evolutionsbiologer, Spezialgebiet Pflanzengenetik.
00:02:10: Manche lieben die Natur – Johannes brennt für Natur!
00:02:14: Er hat im Jahr ist es das Bundesverdienstkreuz unter anderem für seine herausragenden Verdienste in der Wissenschaft und die Stärkung des gesellschaftlichen Dialogs bekommen.
00:02:26: Hier bekommt er ihn nur zu hören, aber Johannes ist eine richtige Typ.
00:02:31: Ausgefallene Krawatten?
00:02:33: Einzigartige Barzwirbelungen und ein Tatendrang der den leichten Staub auf den Museumsexponaten regelmäßig aufwirbelt!
00:02:42: Das Museum für Naturkunde ist für ihn ein Ort wo Menschen Feuer fangen –
00:02:47: einen
00:02:47: Ort, der in Zeiten des Klimawandels längst politisch geworden ist.
00:02:52: Und damit starten wir in die Trommelwirbelbitte, zehnte Staffel von Beats & Bones.
00:02:59: Jubel!
00:03:01: Ganz ehrlich?
00:03:03: Dass wir das noch erleben dürfen... Na Lukas hättest du damals darauf gewettet?
00:03:10: Herr Vogel, Frau Karls schön dass wir hier zusammengekommen sind.
00:03:13: Mensch und Natur Das scheint in einer Krise zu sein.
00:03:17: Ich frage Sie einfach mal beide, dass China mal ganz gut gelaufen zu sein aber wann sind wir falsch abgebogen?
00:03:24: Ich glaube das das noch nie gut gelaufen ist.
00:03:27: Nein!
00:03:28: Wenn man sich unsere Evolution als Mensch anguckt also jetzt kann man sich darüber streiten wenn sie wird zum Menschen geworden, dreihundertfünfzig tausend Jahre zweihundert fünfzigtausend jahre ist ja vollkommen egal.
00:03:40: Wir sind da höchstwahrscheinlich.
00:03:41: im Osten Afrikas haben wir uns entwickelt und sind dann von da aus einfach um die Welt gezogen in mehreren Schüben.
00:03:50: Und jedes Mal, wenn wir Afrika verlassen haben, ist alles was auf dem Land gelebt hat schwerer als fünfzig oder zwanzig Kilogramm war früher oder später ausgestorben.
00:04:03: Australien Die ganze mega fauna weg Nordamerika bis auf das Bison ein paar Hirsche die mega faunen weg.
00:04:13: In Indien ist ein bisschen was übrig geblieben, aber den Rest hat der Mensch gefressen mehr oder weniger.
00:04:21: Und dann nachdem wir sesshaft geworden sind so vielleicht vor zehn zwölf tausend Jahren haben wir erst richtig angefangen uns die Erde untertan zu machen und der Turbo ist reingekommen in den letzten fünfhundert Jahre.
00:04:34: Die Veränderung der Erde in den Letzten Fünfhundert Jahren ist glaube ich nur vergleichbar mit den gewaltigen Katastrophen durch riesige Vulkanausbrüche, mit theoretner Einschläge und Ähnliches.
00:04:49: Also was interessant ist das in Afrika wo wir eben halt evolviert sind es ja weiterhin ein Zusammenleben zwischen Mensch und größeren Tieren gibt und damit auch eine relativ gut funktionierende Natur die jetzt natürlich auch gefährdet wird durch Bevölkerungswachstum und ähnliches.
00:05:09: aber Das ist sozusagen der Garten Eden gewesen bis vor vielleicht hundert, zweihundert Jahren.
00:05:15: Weil da eben halt der Mensch irgendwie nicht das Bedürfnis hatte alles zu töten was mit ihm die Landschaft teilt.
00:05:22: aber überall sonst wo wir hin sind haben wir Karl Schlach gemacht und machen es auch heute.
00:05:29: Entschuldigung!
00:05:29: Das ist jetzt nicht besonders...
00:05:31: Frau
00:05:31: Karl?
00:05:32: ...erbaulich.
00:05:33: Aber ja man könnte sich eben halt fragen Sind wir als Menschen zum Töten Evolviert, also vom Töten des anderen Lebens.
00:05:41: Das halte ich für eine durchaus legitime Frage.
00:05:44: Frau Kreitz, Sie gucken ja als Umweltpsychologin daher auch noch mal aus einer anderen Perspektive rauf?
00:05:49: Wie sehen sie das?
00:05:50: Ja
00:05:50: genau!
00:05:51: Das gerade war die Evaluations- oder kulturhistorische Perspektiv drauf.
00:05:56: Die psychologische ist sehr hoffungsvoller und nicht ganz so pessimistisch Denn der Mensch ist fähig, über eigene Beziehungen und Beziehungskrisen zu reflektieren.
00:06:06: Im Gegensatz zu allen anderen Wiebewesen haben wir ein Bewusstsein – und damit wächst auch Hoffnung!
00:06:12: Also dass heute Menschen da sind die einfach nur töten wollen?
00:06:17: Das glaube ich aufgrund der Entwicklungen, die wir in den letzten hundert Jahren gegangen sind sicher nicht.
00:06:24: Sondern ich denke, wir haben eine Fähigkeit Verantwortung zu übernehmen.
00:06:29: Es gibt viele, viele Menschen die uns jetzt auch zuhören, die sich nicht als Entfremdet von der Natur bezeichnen würden und noch nicht in einer Krise stehen.
00:06:37: aber ich stimme ihnen vollkommen zu dass wir uns da unterscheiden.
00:06:40: Aber der psychologische Blick ist immer der blick auf den Einzelnen Und da können man glaube ich nichts sagen das wir alle uns von der natur entfremdet haben oder ein kahlschlag vorhaben, sondern dass es viele und zunehmend mehr gibt die sich zur Wehr setzen.
00:06:57: Und die sich unglaublich anstrengen um unseren Planeten erden zu erhalten.
00:07:02: dem muss ich natürlich vollkommen zustimmen.
00:07:05: Ich habe auch glaube ich hoffentlich nicht davon gesprochen Dass das sozusagen ein willentlicher Akt ist Sondern unser handeln Zu diesem Zeitpunkt als Gesellschaft Im vorherrschend kapitalistischen System.
00:07:20: Unser Wirtschaften führt leider kollektiv dazu, dass wir weiterhin um Welt und Natur im großen Rahmen auch global vernichten.
00:07:30: Was weiß ich?
00:07:31: Ein Fußballfeld pro Tag Amazon wird gerodet... Ich kenne jetzt die Statistiken alle nicht aber die kann ja jeder nachlesen wenn er traurige Gedanken kriegen will.
00:07:41: Also, ich glaube wir müssen unterscheiden zwischen dem wie sich viele Menschen in Bezug auf Natur fühlen und auch ich würde von mir behaupten dass ich Natur liebe und das ich das auch für mein Gemüt und alles brauche, Naturbeobachtung.
00:07:56: aber das heißt nicht, dass ich selbst in meinem privat oder in meinen beruflichen Leben mich immer so verhalte, dass es absolut natur schonend ist.
00:08:04: und wenn man das dann hoch extrapoliert, dann sind wir wirklich ein riesiger Impact auf das Leben dieses Planeten.
00:08:15: Das sehe ich auch!
00:08:16: Ich glaube, wir haben hohes Bewusstsein und wissen dass unsere Psyche von der Natur abhängt unter Wohlbefinden unser Leben und gleichzeitig kommen wir kollektiv und ganz häufig als Individuum nicht in das Handeln was es eigentlich bräuchte.
00:08:30: Frau Kaltz, damit beschäftigen Sie sich ja auch.
00:08:33: Woran liegt das?
00:08:34: Eigentlich wissen ja alle Bescheid.
00:08:35: Es sind genug Informationen seit Jahrzehnten draußen.
00:08:38: Das muss man ganz klar sagen.
00:08:39: Warum gibt es nicht diesen großen Ruck auf den ja vielleicht auch viele warten und keiner so richtig dabei ihn anzuführen?
00:08:45: oder beziehungsweise gibt es ganz viele die sich sehr ohnmächtig in dem Prozess fühlen?
00:08:50: Das ist so und auch was Herr Kollege Vogel eben erzählt hat, dem stimme ich vollkommen zu.
00:08:55: Die Anreizsysteme sind nicht da sich Umwelt- und Klimaschützen zu verhalten – vollkommen richtig!
00:09:02: Und warum ist das eigentlich so schwierig?
00:09:05: Ja wie Sie jetzt fragen, Herr Klauschinski, was macht es so schwer?
00:09:09: Tatsächlich ist das erste Bezuwelfen sind ein Bewusstsein zu entwickeln dafür dass dringend etwas passieren muss dass wir Klima- und Naturschutz ganz nach oben priorisieren müssen.
00:09:20: Und dann ist es eben auch eine Frage von Wirksamkeit, das ist der nächste Schritt sich wirksam erleben und Verzichte und Maßnahmen als gerecht zu erweben.
00:09:29: Und da sind wir schnell wieder beieinander mit unseren verschiedenen Sichtweisen drauf an den verschiedenen Disziplinen.
00:09:36: Es muss ich recht anfühlen und es muss auch gerecht sein, dass der einzelne oder Gruppen von Menschen verzichte leisten ist es möglich, Verantwortung zu übernehmen und Entsprechend zu handeln.
00:09:48: Aber der Interestenskonflikt zwischen individuellen Interessen und den Interessen langfristigen der Gemeinschaft muss sich auflösen also dass sozusagen die Kosten für umweltschützendes Handeln individualisiert sind und der Nutzen sozialisiert.
00:10:07: Also, den Nutzen im Sinne von das Besseres für die Natur zu erreichen, für den Klimaschutz – da haben alle langfristig was von.
00:10:15: Aber die Belastung etwa wenn man dem Kleinen mal bei Kurzstreckungen aufs Auto verzichtet dann muss man die Bequemlichkeitsanbußen direkt und selber tragen.
00:10:23: Das ist das eigentliche Dilemma und da müssen wir rauskommen.
00:10:26: Also ich würde das sogar noch weiterfassen.
00:10:29: Systemisch ist es doch so dass im derzeitigen Wirtschaftssystem die Zerstörung von Natur, der Gemeinschaft aufgehalst wird aber der Gewinn durch Zerstörung privatisiert wird und das ist eben halt auch eine Sache wo dann bei vielen Leuten auch glaube ich der Gerechtigkeit Sinn einsetzt.
00:10:51: Warum ist das so?
00:10:52: Und dann noch herzukommen und den Leuten einen privaten Verzicht versuchen anzudrehen, wird dann schon zynisch in vielerlei Beziehungen.
00:11:02: Ich weiß nicht ob Sie die Geschichte kennen was die Getränkeindustrie in Amerika gemacht hat nach dem Zweiten Weltkrieg?
00:11:09: Die haben von Glasflaschen auf Aluminiumflasche umgestellt Und dann entstand das Problem dass die Aluminumflaschens überall in der Landschaft rumlagen und als Belästigung als Umwelt Zerstörung sozusagen wahrgenommen wurden.
00:11:27: Und dann hat die Getränkeindustrie einfach eine riesige Kampagne gefahren, in der dann darauf gedrängt wurde den Leuten das Bewusstsein zu packen dass es ihre Verantwortung ist, dass die Aluminium kann nicht in der Landschaft liegen um sich selber von der Verantwortung der Gewinnmaximierung durch weniger Transportkosten und ähnliches zu befreien.
00:11:50: also da sind wirklich ganz große, auch gezielte Kampagnen die uns den Kopf durcheinander bringen und uns eine individuelle Schuld versuchen zu geben.
00:12:01: Die wir natürlich teilweise mit Sicherheit haben werden aber um vom Industrieversagen des Kapitalismus als System was Umwelt mit einrechnet abzulenken.
00:12:13: wenn ich kurz ergänzen darf
00:12:14: das passt
00:12:15: sehr, sehr gut zu dem was wir empirisch herausgefunden haben.
00:12:19: Was Sie gerade beschrieben haben ist die Steilvorlage sich zu empören und zwar zu empören überzu viel Umweltschutz genauso gibt es aber auch Empörung oder falschen umweltschutzmaßnahmen.
00:12:31: Genauso gibt's aber auch in Empörung überzu wenig Umweltschafts und das glaube ich führt uns zum Kern dessen.
00:12:39: wir haben tatsächlich eine pluralistische Verantwortung.
00:12:42: Wir haben schon auch die individuelle Verantwortung, wir einzelne tragen Verantwortung und gleichzeitig tragen auch die großen Player-Verantwortung das heißt die Entscheidungsträger in Unternehmen, die politischen Entscheidungsträgern ebenfalls.
00:12:59: Die Menschen, die sowohl selbst Verantwortung übernehmen als auch Verantwortung bei anderen sehen, engagieren sich am stärksten und üben auch politischen Druck aus.
00:13:09: Weil dann ist man auch wirksam!
00:13:12: Und diese Wirksamkeit ohne das Gefühl, wirksam zu sein Wie Sie das beschrieben haben, bereit zu sein Verantwortung zu übernehmen.
00:13:22: Man kann ihn nicht als schuldig erklären, sondern die Bereitschaft muss im Idealfall von innen herauskommen, flankierend auch Gesetze aber nicht den Einzelnen in die Schuld nehmen.
00:13:32: Das ist völlig kontraproduktiv, psychologisch und dem Blick wegwenden von denenjenigen, die noch viel einflussmächtiger
00:13:41: sind.".
00:13:44: Man-Mate!
00:13:45: So ist es.
00:13:46: Die Industrie hat uns maßgeblich ins sogenannte Anthropozän geführt, ein – wenn auch vorgeschlagenes geologisches Erdzeitalter das unseren Einfluss auf die Erde widerspiegelt.
00:13:59: Hört dazu gerne mal in die Folge, Anthropozen liegt bei uns rein!
00:14:05: Da geht es um ein spannendes Mitmachprojekt, bei dem ihr dokumentieren könnt wie sich unsere Umwelt verändert hat.
00:14:12: Anhand von Fotozäugnissen aber auch von Alltagsgegenständen die eine Geschichte erzählen.
00:14:19: Die Veränderungen sind stark!
00:14:22: Zwei-tausend-einundzwanzig hat eine Studie veröffentlicht.
00:14:26: mittlerweile gelten sieben und neunzig Prozent der Erdoberfläche als nicht mehr ökologisch intakt.
00:14:33: Dauna oder?
00:14:35: So was kann schwierige Emotionen auslösen.
00:14:38: Falls ihr so ein diffuses Gefühl habt, eine Art Heimweh habt das jetzt schon einsetzt weil sich der Ort an dem ihr lebt die Erde und unsere Umwelt direkt und indirekt so stark verändert dass man eine vorauseilende Sehnsucht bekommt dann habe ich einen Wort für euch Solastal G Die Trauer über den Verlust vertrauter Natur oder Landschaften.
00:15:04: Der australische Naturphilosoph Glen Albrecht hat ihn im Bericht des medizinischen Magazins Lancet wird Solastagie zu den Auswirkungen des Klimawandels für die psychische Gesundheit gezählt.
00:15:20: Herr Vogel, Sie hatten gerade von einem Industrieversagen gesprochen und gleichzeitig dass das noch nicht richtig flankiert wird von der Politik?
00:15:30: Man könnte bestimmte Gesetze erlassen Die und die Sachen dürfen so nicht mehr produziert werden.
00:15:37: Ich meine, wenn man sich das Gesundheitswesen anguckt da könnte man auch sagen bestimmte Lebensmittel dürften eigentlich so nicht auf den Markt gebracht werden.
00:15:44: Weil es fatale Kosten für die Gesellschaft und fürs Gesundheitssystem hat und so könnte man das in der Politik auch durchsetzen auf wirtschaftlicher Ebene für bestimmte Konzerne.
00:15:54: Jetzt können wir fragen warum wird das nicht gemacht?
00:15:56: Ist das die richtige Frage?
00:15:57: Es
00:15:57: gibt hinreichend viele Beispiele wo eine kleine normative Setzung durch den Gesetzgeber super viel Gutes tun würde, insbesondere auch für die Industrie.
00:16:11: Ich verstehe das immer nicht, dass sich die Industriesicht dagegen wehrt ihre Geschäftsmodelle neu auszurichten und dass sie glauben, dass das was Sie machen und was teilweise eben auch sehr umweltschädigend ist sozusagen Bestandsschutz hat.
00:16:30: Der Unterschied im Preis zwischen erdölbasiertem Plastik und biobasierten Plastika, was voll abbaubar ist, ist ganz, ganz gering.
00:16:44: Er isst aber – wenn man es auf die Masse in der Plastikt produziert wird umlegt – ein riesiger Betrag!
00:16:53: Und wenn ich jetzt an den Markt als Prinzip des Kapitalismus glaube dann müsste ich doch als Unternehmen sagen, da kommt jetzt eine Regulation, dass sich in fünf Jahren in Europa kein Erdöl-basiertes Plastik mehr verkaufen darf.
00:17:15: Toll!
00:17:16: Jetzt kann ich mich innovativ der Herausforderung stellen wie ich biobasiertes vollabbaubares Plastikk so innovativ herstelle das die Kosten Unter die Herstellungskosten von erdölbasiertem Plastik sinken.
00:17:37: Und genau das passiert, wenn normativ eingegriffen wird.
00:17:41: Dann greift Innovation, dann greift der Markt!
00:17:44: Das Problem ist... Die Monopole und die Macht der Monopolen und der Lobby der Monopoly.
00:17:52: Und die muss angegangen werden Und das ist eine der Stärken der Europäischen Union, dass sie regelbasiert globale Märkte beeinflussen kann.
00:18:02: Das ist auch einer der Gründe warum einige andere Mächte derzeit dabei sind Europa zu untergraben oder vielleicht zerstören zu wollen als eine normative Macht.
00:18:16: und da müssen wir uns auch rüber bewusst sein von Umweltzerstörung bis zur großen Weltpolitik, dass das doch durchaus relativ gute Strenge sind die diese Herausforderungen miteinander verbinden.
00:18:30: und da dürfen wir nicht naiv sein warum Europa angegriffen wird.
00:18:34: Es geht um Gewinnmaximierung in Industrien die eigentlich schon längst reguliert werden müssten Aber eben halt riesige Gewinne einfahren und uns die Kosten durch Aufnahme von Mikroplastik.
00:18:52: Jetzt habe ich gelesen, Mikro-Plastik führt sogar zu größerer Erderwärmung.
00:18:57: Wer soll denn diese Kosten alle tragen?
00:18:59: Wenn die da diese riesigen Gewinnspanien machen dürfen?
00:19:02: das muss angegangen werden auf individuellem wie auch auf kollektivem Verhalten.
00:19:10: Jetzt kommen wir auf sehr großes politisches Terror.
00:19:14: Das ist nicht meins meiner Expertise, aber wozu ich was sagen kann?
00:19:19: Welche Maßnahmen werden denn als gerecht und ungerecht wahrgenommen?
00:19:23: Sehr spannend!
00:19:24: Und da stellt man fest es geht immer wieder um die Verteilung von Nutzen durch umweltbelastende Aktivitäten auf der einen Seite und auf der anderen Seite die Veteilung der Kosten und dieser Relation.
00:19:37: Also die Leute oder auch die Industrien, niemand will ja aktiv der Umwelt oder der Natur schaden.
00:19:43: Da wären wir im Bereich von Pathologien.
00:19:46: Aber man nimmt es in Kauf für Prozesse, Gewinnmaximierung, Freiheit, Lebensqualität – für all die anderen Werte, die ebenfalls hoch anerkannt sind sozial.
00:19:57: Und jetzt geht's darum!
00:19:59: Wie ist es verteilt?
00:20:00: Was ist gerecht?
00:20:01: und einer der befunden, wo man auch wirklich Politikerinnen und Politikern Mut machen kann, ist Appelle werden als ungerecht wahrgenommen.
00:20:09: Eben weil nur einige diesen folgen und andere nicht.
00:20:13: also man kann viel mehr Mut haben das ganze Instrumentarien der politischen Steuerung auszunutzen Subventionen steuern und auf Verbote wie oft als Recht also am gerechtesten wahrgenommen wird von allen vier Methoden oder Maßnahmenpaketen, weil sie eben alle gleich treffen.
00:20:31: Und eine Regulierung wird sogar zunehmend gefordert von der allgemeinen Bevölkerung.
00:20:37: die ist bereit dazu wenn Sie sie als gerecht wahrnehmen.
00:20:41: Das ist doch eine tolle Erkenntnis.
00:20:43: Also danke, das war mir nicht bewusst!
00:20:45: Das hilft natürlich jetzt dann auch in der politischen Diskussion weil wir müssen eben halt wirklich auch sehen dass wenn sie und ich gehe jetzt davon aus was Sie sagen stimmt es auf der einen Seite ein großes Interesse in der Gesellschaft dafür gibt dass es Gerechtigkeit vielleicht auch durch Verbote gibt aber dass es eben halt auf der anderen Seite dann sehr gut bezahlten Lobbyismus gibt um eben halt über das sogenannte Freiwilligkeitsprinzip, diese normative Setzung und die Verbote zu umgehen.
00:21:15: Aber das ist ja wirklich gut dass die Gesellschaft als solches sich dahinter stellen würde.
00:21:20: Ja, fände ich auch spannend!
00:21:21: Und gleichzeitig Herr Vogel haben Sie gerade den Lobbyismus angesprochen der auch eine Gewichtung hat und seinen Einfluss hat.
00:21:29: dann haben wir die Bevölkerung, die Gesellschaft mit ihrem Bewusstsein wo es vielleicht auch nicht immer das Bewusstsein gibt, dass wir einfach ein Teil der Natur sind und uns gar nicht so abstrahiert sehen müssen.
00:21:38: Und da einfach mituntergehen?
00:21:41: Mir fehlt immer noch in dieser ganzen Diskussion, wo setzen wir den nächsten Schritt an?
00:21:45: Die sind ja so vielschichtig und so individuell.
00:21:48: Wir können ihnen im Museum ansetzen und sagen, wir schaffen noch mehr Bewusstsein, integrieren die Menschen und aus dieser Integration fällt's mir auch viel schwerer etwas zu verlieren und darauf zu verzichten.
00:21:58: wäre das ein Weg oder das ist ja ein Weg, der gegangen wird.
00:22:01: Ich bin Letztin bei einem Deutschen Naturschutzkongress gewesen.
00:22:06: Da war ich eingeladen, was zum Thema Bildung zu sagen.
00:22:09: Ich bin da noch nie gewesen bei diesem Kongress und hatte auch meinen Vortrag hier von unserer Bildungsabteilung.
00:22:16: Wir machen tolle Projekte die vom Senat finanziert wurden um eben halt Jugendliche Kinder vor allen Dingen Naturbildung und auch Naturliebe ranzukriegen.
00:22:28: Aber jetzt wusste ich nicht welchen Publikum ich dagegen übersitze also ob da jetzt Leute sind die ähnlich denken oder ob es eine diverse Publikum war.
00:22:36: Dann habe ich gefragt, wer denn wie ich in den ersten vier fünf sechs Lebensjahren eine Liebe zur Natur entwickelt hat?
00:22:47: Oder ging alle Hände hoch!
00:22:48: Das saßen hundertzwanzig Leute und alle Händen gingen hoch Und das ist für mich glaube ich dann ein Schlüssel.
00:22:56: wenn wir so früh den Menschen ihre Liebe zur natur bewusst machen
00:23:02: Dann
00:23:02: haben wir sie vielleicht fürs Leben erreicht.
00:23:06: Und es gibt ja auch Studien in den Niederlanden, die das ganz deutlich belegen dass eine frühe Bindung an Natur im weitesten Sinne das Leben lang hält.
00:23:18: Die haben das zum Beispiel demonstriert in den niederlandenen dadurch dass Menschen disproportional viel für Naturschutzorganisationen spenden.
00:23:28: Also man kann da verschiedenste Indikatoren wählen, man muss dann nicht auf ein Naturschutzkongress gehen und Händel zählen.
00:23:34: aber meine Hypothese ist wir als Menschen sind ja nichts anderem ans Natur evolviert.
00:23:40: wenn wir in der Wiege früher gelegen haben in der Höhle dann haben wir die Vögel draußen gehört.
00:23:46: also wir sind ja in der Natur praktisch geboren für mehrere Millionen Jahre.
00:23:53: Nähe und Liebe, die kann man frühkindlich prägen.
00:23:58: Und ich glaube dass das ein Impact hat.
00:24:00: wie gesagt habe in dem Raum waren nur so Leute wie ich dies früh erwischt hatte.
00:24:05: Das könnte man für alle Jugendlichen und Kinder heute ermöglichen.
00:24:11: genauso wie die Lesen rechnen mit einer Schere umgehen oder schreiben lernen können sie auch.
00:24:17: Natur Liebe Lern, das wäre meine Hypothese.
00:24:20: Und
00:24:21: das wird ja in manchen Schulformen mehr gelebt und mehr gemacht als in anderen.
00:24:25: also es gibt Schulform Da konzentriert man sich sehr auf das rein Kognitive und wir müssen jetzt sofort alle Zahlen durchgehen und Wir müssen jetzt so fort Bücher lesen.
00:24:34: und dann gibt's Schulen die sind mehr an Jahreszeiten angebunden Die gehen mehr raus in Wald und ich glaube dass wäre natürlich ein Weg.
00:24:41: in dem Moment wo Ich mich verbundener fühle bin ich auch bereit emotional mich mehr einzusetzen.
00:24:46: nun frau kalz Da kommen wir zu ihnen, als Umweltpsychologen.
00:24:50: Es braucht ja auch Emotionen dann um zu sagen halt Stopp!
00:24:53: Hier gibt es eine ganz große Ungerechtigkeit verursacht durch Industrien die sagen uns sind die Profite so maximal wichtig die wir jetzt hier erzielen können und dabei legen wir wenig Wert darauf was in zehn zwanzig dreißig Jahren ist.
00:25:07: da braucht sie eigentlich bestimmte Emotion oder?
00:25:14: Aber und auch das konnten wir in vielen Studien an der katholischen Uni Eistert Ingolstadt zeigen.
00:25:21: Genau!
00:25:22: die emotionale Verbundenheit mit der Natur, die Herr Vogel eben genannt hat.
00:25:26: Sogar noch eine Ergänzung dazu.
00:25:28: also erst mal es ist hilfreich wenn das möglichst früh stattfindet.
00:25:33: Also in der frühen Kindheit oder in der Kindheit.
00:25:35: wir hatten so festgelegt so bis zwölf Jahre gerade auch wenn man auf dem Land groß wird und die Natur noch anders erleben kann als in der Stadt.
00:25:44: Und der zweite Punkt den finde ich auch noch so spannend den wir herausgefunden haben immer wieder bestätigt in Studien Der ist, wenn man nicht alleine die Natur erlebt sondern mit bedeutsamen anderen.
00:25:56: So heißt das immer bei uns so ein bisschen Technik signifikant anders.
00:25:59: also damit ist gemeint mit Familiemitgliedern mit Freunden im Verein wie auch immer.
00:26:05: also dass man so einen erleben hat in der natur beispielsweise fangen gespielt hat.
00:26:11: oder wir haben jetzt eine ganz große studie herausgefunden ja Mehr Impact, wenn ich sagen darf als die an der meisten anderen Lieber bis hatten.
00:26:19: Und da ging es tatsächlich darum dass sie Verbundenheit mit der Natur verbunden mit dem Erleben von Vogelbeobachtung in vollstationären Pflegeeinrichtungen also von Leuten die meisten hohes Alter haben weniger Lebensqualität das dazu führt dass die Lebensqualität stärker erklärt werden kann als etwa über die pflege stufe oder übers.
00:26:45: Also Liebe zur Natur ist neben diesem moralischen Aspekt eine der ganz, ganz stark in positiven Motive sich zu engagieren und gleichzeitig führt es dazu wenn man das erlebt.
00:26:58: Und wenn man da so fähig ist sich mit der Natur tief verbunden zu fühlen dann ist man auch bereit sie zu schützen.
00:27:05: also dass man
00:27:07: liebt das schützt man.
00:27:08: ja ich persönlich habe auch noch einen anderen aspekt erlebt.
00:27:13: Vielleicht haben Sie den auch mal irgendwo aufgegriffen in Ihren spannenden Studien.
00:27:17: Ich... Auch
00:27:17: schön, dass Ihre ganzen Erlebnisse hier mit Studien gebackt werden ne?
00:27:24: Was da zuvor schon geht!
00:27:26: Ja ja also mein Signifikat war mein Vater der unheimlich gerne Tiere beobachtet hat.
00:27:33: Das habe ich praktisch damit in die Wiege oder in die Spaziergänge geliegt bekommen.
00:27:37: Ich hatte durch die hohe Arbeitsbelastung, die ich hatte oder die ich mir selber aus verschiedensten Ambitionen gelegt habe, vergessen wie wichtig für mich Natur ist und hab erst praktisch während Covid wo man eben mehr Zeit hatte sozusagen angefangen mich wieder mit Naturbeobachtung zu beschäftigen.
00:27:59: Und mache das jetzt sehr aktiv.
00:28:02: ich kann aber sagen dass mein Stresslevel meine Belastung die man halt in solchen Jobs ja durchaus hat wirklich signifikant runtergegangen ist, dass ich mich wieder mit Natur regelmäßig beschäftige.
00:28:15: Also das is wirklich gegen Stress und ich glaube daß viele Menschen sich heute gestresst fühlen.
00:28:21: ja wir brauchen ja bloß die Zeitung oder das Handy aufzumachen Wir wissen schon gar nicht mehr, in welcher Welt wir sind.
00:28:28: Aber für mich ist das wirklich seelenballsam würde ich jetzt mal sagen.
00:28:34: Sehen Sie das auch oder ist es schon im Management Bereich angekommen?
00:28:39: Dass man in die Natur muss!
00:28:42: Das sind verschiedene Fragen.
00:28:43: Also das, was Sie erzählen ist nicht nur Evidenz basiert so bei Ihnen sondern das ist tatsächlich durch die Studien gestützt.
00:28:50: also das hilft sogar.
00:28:51: wir hatten eine große Studie achtsamkeitstraining in der Natur das hilft auch bei depressiv Erkrankten dass das emotionale Wohlergehen wieder steigt.
00:29:03: Also das hilft im klinischen Bereich, es hilft uns allen.
00:29:08: Es hilft fürs Wohlergehen und es wird ja zunehmend deshalb auch genutzt – Ja!
00:29:14: Und was Sie ansprechen ist die ganz neue Entwicklung.
00:29:18: Dazu nicht nur diejenigen zu motivieren wie sie sind oder viele andere, die ohnehin schon so tief verbunden fühlen sich mit der Natur sondern Leute dafür zu gewinnen, die diese Bindung neu aufbauen.
00:29:31: Sie sprachen gerade vom Management.
00:29:33: Die unterscheiden sich – es gibt viele Manageren, die auch diese emotionale Verbundenheit spüren aber die unterscheinen sich für viele andere Gruppen auch da gibt es auch welche, die das noch gar nicht haben.
00:29:44: und so Achtsamkeitstraining sind schon gut angekommen.
00:29:47: und wenn man da jetzt den Dreh noch hinkriegt diese Trainings in die Natur zu bringen Dann, glaube ich, wären wir einen ganzen großen Schritt weiter und hätten nicht nur bei der Verantwortung den Hebeln.
00:29:59: Der ja doch immer so ein bisschen moralienlastig ist.
00:30:02: So auch bei der Freude und beim Bedürfnis
00:30:06: enthrennt
00:30:06: sich motiviert von innen heraus etwas zu tun, zu schützen was man liebt, spricht die Natur.
00:30:14: Das wäre ein sehr praktischer Weg das genau zu gehen und da gibt es ja ganz viel Studien dazu zum Beispiel dass wenn Bäume vor Krankenhauszimmern sind, dass Menschen schneller genesen auf psychologisch und an physiologischer Iden.
00:30:26: Das muss man sich mal vorstellen.
00:30:28: Und dadurch das wir uns immer weiter durch die Strukturen auch in Großstädten, die wir aufgebaut haben von der Natur entfernen ist es ganz wichtig, dass wir zurückgehen.
00:30:37: Ich kann's auch sagen aus persönlicher Erfahrung ich bin mittlerweile am Stadtrand angesiedelt und ich brauche noch nicht mehr Achtsamkeitstraining da unabgelenkte Zeit in der Natur ist glaube ich das größte Achtsamkeitstraining, was ganz automatisch passiert weil man wieder verschmilzt.
00:30:53: Herr Vogel Sie wollten gerade noch ansetzen?
00:30:55: Ich habe sie schon einatmen sehen!
00:30:57: Nein, nein, nein... ich finde es total gut dass diese Studien das so unterstützen.
00:31:02: also einen Aspekt der da für mich noch mit dazugehört ist und das haben sie auch ja eben schon angesprochen Das Vogel beobachten.
00:31:10: Also im Naturschutz wird immer gesagt Man schützt nur das was man kennt.
00:31:16: Ich bin nicht ganz der Meinung, dass das so ist.
00:31:18: Also ich bin jetzt Botaniker und kenne mich vielleicht mit deutschen oder europäischen Pflanzen gut aus aber nicht unbedingt mit Pflanzen weltweit.
00:31:25: Aber ich kann mich trotzdem an Pflänzpflanzen weltweiten erfreuen obwohl ich ihn nicht kenne!
00:31:29: Aber ich glaube das es wichtig ist die zehn häufigen Vogelarten zu kennen auch zuzuordnen genauso wie man ja auch seine Bekannten und Freunde angesichtern stimmen oder verhalten erkennt.
00:31:43: also ich glaube schon kennen von einer Basis von Pflanzen und Tieren auch noch ein wichtiger Teil ist, um da auch die emotionale Beziehung zu verstärken.
00:31:54: Also in Großbritannien ist zum Beispiel das Rotgelchen wirklich das beliebteste, weil es viel in Gärten gibt.
00:32:01: Man glaubt sogar dass man eine persönliche Beziehungen mit denen haben.
00:32:04: also ich glaube das kennen auf Art-Ebene oder vielleicht auch auf individueller Ebene ist nochmal ein wichtiger Aspekt für die Vertiefung der Liebe.
00:32:12: Und da setzt ja das Museum auch an, durch Ausstellung und Bewusstseinserweiterung und Schärfung.
00:32:20: Wir haben die Ebene des Erlebens also wir haben die Ebenen des Erfahrends.
00:32:25: Das kann man auch im Museum machen.
00:32:27: darum glaube ich ist es eine ganz wichtige Quelle hier auch gerade stattnah und für Menschen die nicht immer in die Ränder von Berlin zum Beispiel kommen.
00:32:37: Ich glaube, den Schlüssel, den wir hier gefunden haben gerade... Nicht nur die, die die Naturliebe eh schon intrinsisch in sich haben und vielleicht auch seit Kindheitstagen pflegen sondern gerade die, wie sie verloren haben, auch manchmal durch ihre Jobs.
00:32:52: Weil ich habe letztens mit... Ist man wenn man Minister von einem Land ist, schon Spitzenpolitiker?
00:32:58: Spitzpolitiker
00:32:59: gesprochen hat dem nach seinem Arbeitstag gefragt und der meinte, er steht um fünf Uhr fünftig auf arbeitet da sofort eigentlich.
00:33:05: Und ist abends um zweiundzwanzig fertig.
00:33:08: wie viel Anbindung an die Natur kann man eigentlich haben wenn man den ganzen Tag mit seiner Limousine rumfährt?
00:33:13: Und wie angebunden Entscheidungen kann ich dann treffen?
00:33:16: vielleicht wäre das ein Weg dass wir alle mehr wieder in diese Lebensräume zurückfinden und damit aus der Ruhe bessere Entscheidungen treffen können.
00:33:26: Angebundene Entscheidung, weil wir mehr spüren, dass wir ein Teil sind und das dann schützen möchten.
00:33:31: Genau!
00:33:32: Also eine Sache die wir in der Sache gemacht haben ist leider hat es dieses Jahr nicht geklappt aber wir bieten jedes Jahr für die Abgeordneten des Forschungsausschusses des Bundestages eine Führung zu Nachtigallen an.
00:33:48: Wir gehen dann vom Bundestag in den Tiergarten und hören uns bis ein zwei Uhr nachts.
00:33:54: Das ist immer gut besucht, da kommen bis zu dreißig Leute.
00:33:58: Dieses Jahr gab es weniger Interesse vom Bundestag aber wir werden das versuchen dann mit Fledermäusen ein bisschen später nachzuholen.
00:34:06: Die singt zwar nicht so schön, aber mit Geräten kann man die auch gut hörbar machen und vor allen Dingen auch mit Nachtferngläsern sichtbar machen.
00:34:12: also Wir versuchen dass eben halt diese Menschen von denen wir wissen dass sie unheimlich stark eingebunden sind in ganz brutale Arbeitsalltage, von früh des Morgens bis spätes Abends ihnen vielleicht auch in ihrer Nähe sozusagen begehbar Natur mindestens einmal im Jahr nahezubringen.
00:34:33: Ein löblicher Auftrag Herr Vogel der Name verpflichtet.
00:34:38: Vögel beobachten, vögel bestimmen neugierig bleiben.
00:34:42: was höre ich da?
00:34:43: Was fühle ich da?
00:34:45: Die Natur und ihre Sängerinnen sind mitten in der Stadt.
00:34:48: Wir müssen nur hinhören!
00:34:55: Einer unserer geschnäbelten Freunde hört ihr schon ganz früh morgens vor Sonnenaufgang, also perfekt für die Performer unter euch.
00:35:04: Pfeife-Klockklapp und so... Bei diesem Vogel liegen wir erstaunlich oft falsch.
00:35:10: Viele denken erst an Nachtigall oder irgendeinen exotischen Sänger.
00:35:15: Dabei sitzt dieser Star der Vogelwelt oft direkt im Stadtpark.
00:35:20: Na, wer weiß es?
00:35:22: Yes!
00:35:22: Es ist die Amse.
00:35:24: Männchen haben oft ein regelrechtes Repertoire und bauen kleine Improvisationen ein.
00:35:30: Manche Forschenden sprechen fast von musikalischen Persönlichkeiten.
00:35:35: Jetzt wird's schwer... Wenn Vogelsang ein Gitarrensolo wäre Dann wären wir hier bei jemandem, der komplett eskaliert.
00:35:46: Sie flext ordentlich die Nachtigall!
00:35:49: Vor allem April bis Juni auch nachts.
00:35:52: Männliche Nachtigallen haben teilweise über zweihundert verschiedene Gesangsboschsteiner im Repertoire – ein letztes für die Pros unter euch und als Anreiz es vielleicht noch zu werden….
00:36:07: Hammer oder?
00:36:09: Die Mönchsgrasmücke wird manchmal sogar als Nachtigall des Nordens bezeichnet, weil ihr Gesang so melodisch und virtuos klingt.
00:36:17: Erkennen kann man sie an der kleinen Kappe auf dem Kopf.
00:36:21: Schwarz beim Männchen, braun beim Weibchen.
00:36:24: Mein absoluten Liebling den Star!
00:36:27: Mein persönlicher Star müsst ihr euch mal selber anhören.
00:36:31: Ihr werdet es nicht bereuen?
00:36:35: Ich hab noch meine Frage in Richtung Umweltpsychologie.
00:36:40: Wir sind ja als Menschen total guter drin, auch zu verdrängen in unserem Alltag und dann zu sagen wir parken das Thema mal wieder.
00:36:46: In dem Moment wo wir die Verbindung verlieren, sind wir ganz schnell dabei auch dann zu verdrengen und zu sagen Das kann auch noch bis morgen übermorgen warten.
00:36:54: Wie kommen wir raus aus dieser Verdrängung?
00:36:56: Was könnten Wege sein auf individueller und kollektiver Ebene?
00:37:01: Es ist eine große Gabe und Kunst des Menschen aber auch ein großer Teufelskreislauf
00:37:06: Der erste Schritt um zu switchen, das heißt das Problem anzuerkennen.
00:37:11: Zu sehen wie groß das Problem ist was wir da gerade haben mit unserer Erde und mit unserer Grundlage des Überlebens und dann die Gefühle die wir haben auch zu benennen.
00:37:23: Und nächster Schritt wäre ganz kleine kontrollierbare Handlungen auszuwählen.
00:37:29: Ganz entscheidend eben nicht zu vereinzeln im Sinne von ich kann eh nichts machen, sondern als kollektiv zu denken und zu handeln sich miteinander auszutauschen.
00:37:39: Und dann erst Verdrängung ist ja ein Schutz.
00:37:42: Erst wenn man das Gefühl hat, man kann noch irgendwas bewirken, dann ist es möglich den Verdrängungsmechanismus als Schutz zu reduzieren.
00:37:50: Also dann kann das Schild weggenommen werden und man kann den Blick frei darauf richten Wenn man das Gefühle hat Man kann eben auch was tun.
00:37:58: Das sagt, glaube ich diese Selbstwirksamkeit ist hier der Schlüssel.
00:38:02: Und auch noch Selbstwirksamkeit muss man aber auch üben
00:38:04: nicht?
00:38:05: Das ist eine Sache die einem unbedingt immer in die Wiege oder auch in die Erziehung gelegt wird
00:38:10: und braucht Anerkennung.
00:38:11: das heißt dass es glaube ich auch noch ein ganz wichtiger Punkt anzuerkennen und Wertschätzung zu erleben, wenn man sich engagiert.
00:38:18: Also wenn junge Leute NGO gehen und sich für Umwelt- und Klimaschutz zu engagieren, dass das Werk geschätzt wird, wird ja schon oft von den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern.
00:38:27: Aber es kann man gar nicht unterschätzen wie wichtig das ist ein Lob dazu geben zu sagen toll macht jeder auf seine Weise Wenn man wirklich tagsüber gar keine Zeit hat, dann geht es durch Mitgliedschaften.
00:38:38: Durch Spenden, durch Unterschreiten von Petitionen und wenn man Engagement und Zeit dafür hat in der Gruppe zum Beispiel sich verantwortlich zu fühlen umzusetzen den Müll im Naherholungsbereich aufzuzammeln und sich auch mal stolz ablichten zu lassen in der Lokalzeitung und so sagen ja das haben wir heute eben auch erreicht.
00:39:00: also diese Sichtbarkeit und Wertschätzung die führt dazu dass man die Verdrängung eher wegfangen lassen kann, Schild kann fallen und gleichzeitig auch das man verstärkt wird den Weg weiter zu verfolgen.
00:39:15: Und an Erkennung ist ja nicht das was immer alle Klimaschützer erfahren.
00:39:18: und dann könnte man jetzt sagen ist die Methode oder der Weg das Richtige?
00:39:21: Wenn sich jemand auf die Straße klebt hier im Museum gab es ja auch glaube ich zwei Frauen die sich angeklebt haben und ich sehe es trotzdem so dass wir in so einer dringlichen Phase sind Und das ist am Ende ja auch ein Aufschrei, den ich da bei vielen Menschen sehe.
00:39:35: Für uns als Gesellschaft und dass es nicht eine individuelle Aufschreie.
00:39:39: Wie kann man damit umgehen?
00:39:40: Da kommt ja ganz viel Wut, ganz viel Traurigkeit und dann aus der Wut folgend eben auch Aktionen zustande.
00:39:47: Naja also du hast jetzt das Klimakleberin Thema angesprochen... Ich würde jetzt nicht sagen, dass wir denen unbedingt Wertschätzung gegenüber gebracht haben.
00:39:56: Weil natürlich kam es zu einer Sachbeschädigung und das dürfen wir als öffentliche Einrichtung nicht dulden aber wie du dich vielleicht erinnerst, zehn Tage später mit den beiden im öffentlichen Fernsehen eine anderthalb- stündige Diskussion durchgeführt.
00:40:11: Weil ich gesagt habe die Handlung finde ich nicht richtig aber das Thema muss diskutiert werden zwischen allen Beteiligten.
00:40:18: also haben wir die Politikerinnen und Politiker die ziemlich hilflos dem ganzen Gegenüber standen eingeladen Die Polizei die Gewerbetreibenden die nicht zu ihren Geschäften kommen konnten ne Umweltärztin von der Charité die folgen körperlich wie psychisch vom Klimawandel geredet hat usw.
00:40:37: Wir haben uns eben als Dialogforum für dieses Thema dargestellt, das Fernsehen hat mitgemacht und jetzt könnte man sagen ist das eine Wertschätzung?
00:40:46: Ich würde sagen es ist in jedem Fall ne Anerkennung dass es hier ein Problem gibt was bitteschön mal gesellschaftlich angegangen werden muss in Anführungsstrichen Verzweiflungstaten kommt, dann sollte bitte die Gesellschaft das auch mal wahrnehmen und nicht als Bedrohung sondern vielleicht als Herausforderung sich konstruktiv diesen Sachen, die alle betreffen anzugehen.
00:41:07: Ich verstehe das gar nicht dass die Politik das nicht versteht.
00:41:10: wir haben jetzt schon wieder Trockenheit gehabt.
00:41:13: Wir werden im Juli wieder Überschwemmungen bekommen.
00:41:16: Das kostet doch alles Geld!
00:41:18: Ja und das bringt Unruhe ins System, macht einen vielleicht auch ohnmächtig.
00:41:23: Gegen das Wetter ist nun wirklich kein Kraut gewachsen gegen das Klima erst recht nicht und wir müssen auch anders und viel mehr kollektiv darüber reden um die individuelle und kollektive Resilienz gegenüber diesen Herausforderungen zu stärken.
00:41:38: Was ich ja häufig trotzdem in den Medien erlebe dass so Gerade Klimakleber fast schon so ein bisschen belustigt angeschaut werden.
00:41:46: So, ach da hat sich jetzt und dann werden irgendwelche Streitigkeiten gezeigt zwischen Menschen die sich auf die Straße kleben und anderen die dann zur Arbeit wollen.
00:41:54: Und dann zeigt man diese Kämpfe aber eigentlich zeigt man nicht worum es wirklich geht.
00:41:58: Das ist ein Problem das nicht in den Dialog klingt.
00:42:00: wie könnte man damit anders umgehen?
00:42:01: Wie würden sich beide Seiten gewertschätzter fühlen und aus dieser Wertschätzung vielleicht auch letzter ins Handeln kommen?
00:42:06: weil sonst hängt man ja in diesem Klingel fest und sieht nicht das große Ganze
00:42:11: wie sie gerade geschrieben worden ist, ist ja vorbildlich.
00:42:13: Ich finde das klasse!
00:42:15: Also sich in moderierten Diskussionsrahmen zusammenzusetzen – es war fast schon eine Mediation gewesen oder hatte Elemente einer Mediation waren mindestens und sich wechselseitig ernst zu nehmen.
00:42:27: Also genau das braucht man.
00:42:29: Diese Methode des Klimaklebens ist bestimmt die falsche.
00:42:33: Das sehe ich ganz genauso und das geht nicht.
00:42:37: Das ist keine Methode mit der Mann.
00:42:40: sich Gehör verschafft, sondern mit der man sich eher an den Rand spielen könnte.
00:42:44: Und das ist so schade!
00:42:46: Wenn man es dann aber so auflöst, dass man sich in einen Kreis zusammensetzt oder um den runden Tisch um einander diskutiert, ist also wunderbar und gleichzeitig auch eröffnet.
00:42:55: welche Protestaktion gibt es denn die man vielleicht sogar gemeinsam angehen kann?
00:43:02: ist auf eine ganz tolle hohe Ebene gehoben.
00:43:05: Dann hätte man nämlich die Einzelinteressen ausbalanciert und gesagt, naja ums größere Ganze geht es!
00:43:10: Und das muss sich was ändern.
00:43:12: Und dann wird auch der Einzelhandel mitgehen und dann werden sie erst verantwortlich fürs Museum mit gehen und viele andere Wissenschaftler werden mitgehen.
00:43:20: Diese Bewegung, glaube ich, die findet zunehmend statt.
00:43:25: Und das finde ich sehr erfreulich!
00:43:27: Da sind wir schon auf der Hoffnungsseite, weil ich glaube für manche Menschen ist auch so... Die werden ein bisschen umweltdepressiv als so viele negative Nachrichten gibt, die ja alle Fakten basiert sind.
00:43:37: und gleichzeitig ist das was den Menschen antreibt – die Hoffnung?
00:43:41: Ja.
00:43:41: Die Hoffnung dass wir etwas verändern können mit unseren individuellen Handlungen und kollektivistischen Handlungen.
00:43:47: Die Frage ist, wie kann es zu mehr Hoffnung kommen?
00:43:51: Gibt es auch positive Nachrichten aus dem Bereich Biodiversität oder Klima mit denen wir nach draußen gehen können?
00:44:00: Bin ich ganz entscheidend, nicht nur auf Ohnmacht hinzugehen oder auf Angst, sondern die Hoffnung zu betonen.
00:44:06: Bei Angst wisst man ja das mittlere Niveau ist gut.
00:44:09: Zu wenig Angst also umgekehrt u-förmig.
00:44:11: Zu wenige Angst führt dazu dass man gar nichts macht?
00:44:14: Zu viel führt zur Lähmung.
00:44:17: und dir bei der Hoffnung ist es genau... Also da oder nicht genau umgekehrt, sondern da ist es gut, möglichst viel Hoffnung zu haben die aber realistisch ist.
00:44:26: Und wie positiven Beispiele?
00:44:28: und dann würde ich eben zum einen sagen, die positiven Beispielen, die erreicht werden durch politische Aktionen das z.B.
00:44:36: ein Naherholungsgebiet erhalten bleibt.
00:44:38: Die helfen genauso also die lokalen Informationen darüber wie bei den Globalen.
00:44:44: auch da gibt es positive Beispielen also Erhalt von Arten an einzelnen Stellen Also, dass man einfach wieder weiß die Seeadler, die wieder berühmten.
00:44:53: Und es gibt Kanäle, die nur solche positiven Informationen über Naturschutz verbreiten.
00:45:00: Aber ich denke auch ist es wichtig, dass es in alle Gemeinbedien reingeht – nicht nur Bad News sind News sondern auch... Informationen darüber, was ist erreicht worden.
00:45:09: Das kommen wir wieder zu dieser Wertschätzung, dass man motiviert wird, etwas zu machen weil es passiert ja schon sehr viel und auf alles haben wir auch keinen Einfluss.
00:45:19: aber nur wenn man Hoffnung hat, wenn man sich wirkungsvoll erlebt dann ist mir auch bereit was zu tun.
00:45:24: Dem kann ich nur zustimmen!
00:45:26: Ich arbeite ja recht häufig mit Medien zusammen und bin ich Medienvertreter treffe sage immer wieder das ich mehr gute Nachrichten in ihren Medien sehen will.
00:45:38: Das ist jetzt nicht nur der Umweltbereich, das ist ja auch der soziale Bereich.
00:45:41: wir haben ja auch einen Verlust von Gemeinschaft und Sie hatten es eben angesprochen.
00:45:47: Handeln in Gemeinschafter hat den tiefsten Impact und es passiert so viel Gutes in unserer Gesellschaft und worüber wir lesen und hören ist leider viel zu oft was falsch gegangen ist.
00:46:01: ich gehe davon aus dass in unserem täglichen Leben Achtzig bis neunzig Prozent der Sachen, die wir tun.
00:46:09: Die andere uns tun gut sind und weniges schlechter Intentionen hat.
00:46:15: aber wenn jemand mit schlechten Intention in der Gesellschaft handelt dann lesen wir das in der Zeitung Und nicht was jeden tag passiert und dass trägt Für mich jedenfalls nicht dazu bei, dass das Wohlführende besonders hoch ist.
00:46:30: Wenn ich ständig lesen muss was alles schlechtes in der Gesellschaft und in der Natur passiert.
00:46:35: Ich glaube bin da sicherlich nicht der Einzige.
00:46:37: wir müssen mehr auf das positive wie sie schon sagen was passiert hinweisen auch um anderen zu sagen hier kannst du mitmachen hier kannst Du deinen Beitrag leisten.
00:46:49: Ich finde wenn wir nochmal auf große gesellschaftliche Veränderungen schauen etwa beim Rauchverhalten oder bei sozialen Norm, sehen wir manchmal wie überraschend schnell Veränderungen ja eigentlich auch gehen.
00:47:01: Wie können wir denn gemeinschaftlich solche Dynamiken beim Umweltschutz entstehen lassen?
00:47:06: Ein Baustein wäre ja zu sagen Ja, Wir können etwas verändern erst mal das auch zu feiern als Gesellschaft und als Individuum die Rückführung in die Natur hatten wir um eine Beziehung herzustellen Auch damit vielleicht an Kindheit zu erinnern und damit werden ja ganz viele auch warme Gefühle bei vielen Menschen wach.
00:47:27: Was wären noch Schritte?
00:47:28: aufqueren darüber, dass viele andere auch viel tun.
00:47:32: Also wir haben ja immer die Vorstellung, wir selber tun soviel nur die anderen nichts.
00:47:37: Das ist aber nicht so!
00:47:39: Wir unterschätzen immer die eigene Bereitschaft zum Beispiel zur Unterstützung, zur Kooperation und unterschätzen sie bei den andern gerade im Konflikt.
00:47:49: Und wir haben da auch in der Schule festgestellt, wenn man darüber aufklärt einfach überschätzte Eigennutz, unterschätzter Altruismus dann Also wenn man weiß, die anderen sind auch bereit.
00:48:01: Die große Mehrheit der Bevölkerung ist ja sehr positiv eingestimmt und ich habe zumindest ein ganz starkes humanistisches Menschenbild.
00:48:11: das wird zur Verantwortung zu Übernahme fähig sind dass wir zur Wachstum fähigs sind Und wenn man es verbreitet und einfach sachlich informiert über Daten und Faktenlagen wie wir in der Psychologie haben dann ändert sich langsam die soziale Norm Weg vom Menschenbild des Homo Ökonomikus, der Gewinnmaximierung des Eigennutzmaximierungs hin zu einem Menschenbildes Complex Man und das Menschen, der bereit ist auch Verantwortung für andere zu übernehmen.
00:48:41: Und da helfen Daten und Fakten – wir sind zur Bewusstseinsbildung fähig!
00:48:46: Und viele lassen sich damit überzeugen.
00:48:49: Die Daten sprechen dafür und meine persönliche Erfahrung auch, wenn man da mal in den Dialog geht und sagt na ganz so ist es nicht!
00:48:55: Wie viel tun schon was?
00:48:57: Und man unterschätzt den Anteil der anderen und überschätzt den eigenen Anteil dessen das man beiträgt.
00:49:03: Und darüber aufzuklären ist super.
00:49:05: Das kann ich nur unterstreichen.
00:49:06: und auch da würde ich wieder sagen wir müssen den Leuten helfen genauso wie bei der Naturbeobachtung auch sozusagen das Verhalten der anderen genauer zu beobachten.
00:49:17: Das eine ist, sie darauf hinzuweisen wie viel die Anderen tun und man kann das aber auch selber beobachten wenn man die Öffnung dafür hat das zu sehen ja.
00:49:27: aber dann wiederum für all diese Sachen brauchen wir Zeit.
00:49:32: Man braucht ein bisschen Anleitung, man braucht Gemeinschaft oder man braucht auch Zeit und es gibt ja nun viele Dinge, die uns versuchen, die Zeit zu stehlen.
00:49:40: Und ich glaube auch da ist ein Einhalten und einen Reflektieren was eigentlich das Leben am Ende lebenswert macht.
00:49:47: für viele glaube ich auch eine Sache und mein Petitum wäre eben halt Naturbeobachtung in jedem Fall Teil des Alltages zu machen.
00:49:56: also Ich freue mich jeden Morgen Um sechs Uhr des Morgens über den Vogelgesang da draußen, das ist wirklich das beste Tonik um gut in den Tag zu starten.
00:50:06: Einmal Prozent und ich habe mir gedacht wenn wir als Gesellschaft so viel Zeit in die Natur wieder reinvestieren würden in unseren Aktionen wie wir das zurzeit in bestimmte Medien und schon würden, wäre ja ein sehr großer Hebel.
00:50:23: Ich finde wir sind zu schönen Sachen gekommen und gleichzeitig stecken wir in der Krise.
00:50:28: was gibt Ihnen beiden persönlich Hoffnung dass wir Menschen in dieser Krise noch Handlungsmöglichkeiten haben?
00:50:34: Allein die Tatsache, dass wir heute hier zusammensprechen.
00:50:38: Und da sind es uns ja offenkundig allen Mitsehen erfüllt!
00:50:41: Dass wir heute über diese Themen reden und so viele geteilte Erlebnisse haben, dass es hilfreich ist, Natur zu erleben und dass so viele draußen, die jetzt gerade zuhören, viel dieser Gefühle teilen werden.
00:50:56: Das heißt... dass wir eben nicht allein hier auf der Welt sind, sondern miteinander verbunden.
00:51:01: Auch mit der Natur verbunden und das letztlich eine ganz große ... soll jetzt nicht zu pathetisch klingen!
00:51:07: Aber diese Hoffnung wie auch von der Natur aus geht vom Vogelgesang die davon ausgeht, dass man intakte Natur noch erlebt, dass einem das Kraft gibt um gleichzeitig Motivation Dafür Zeit zu investieren.
00:51:20: Sei es im Museum, sei es in Podcasts, sei als Wissenschaftlerin und viele andere Vertreter von Berufsgruppen machen's genauso!
00:51:28: Das erfüllt mich mit Hoffnung.
00:51:30: Dem
00:51:30: kann ich nix hinzufügen.
00:51:32: Schön.
00:51:33: Kommen wir nun noch zum ganz ganz wichtigen Teil Und die Leute, die den Podcast öfter hören, die kennen natürlich diesen Abschnitt Der Podcast wäre nicht möglich ohne unseren treuen Kooperationspartner Die Berliner Sparkasse.
00:51:45: und auf dem Instagram-Account der Berliner Sparkasse Und des MFM Berlins seid ihr, liebe Hörer und Hörerin schon vor der nächsten Beats- und Bonesfolge gefragt.
00:51:54: Da gibt es nämlich immer ein Reel und da ist eine Schätzfrage drin – und er könnt ihr natürlich mitraten!
00:51:58: Die Antwort also die Auflösung liefern wir dann hier im Podcast selbstverständlich mit fachkundiger Erklärung von den Expertinnen und Experten des Museums.
00:52:08: und heute sind sie beide gefragt.
00:52:11: Wieviel Prozent der Menschen weltweit werden bereit einen Teil ihres Einkommens für den Klimaschutz herzugeben?
00:52:17: A. Neunundsechzig Prozent oder B. Dreiundvierzig Prozent?
00:52:20: Ich glaube, neunund sechzig.
00:52:22: Frau Karls, was würde mit Ihren Studien übereinstimmen?
00:52:25: Es
00:52:25: kann ja nur hoffnungsvoll ins Werden und wahrscheinlich haben viele es unterschätzen.
00:52:30: das passt doch dazu.
00:52:32: Das Unterschätzen des Engagements der anderen.
00:52:34: Einhundert Prozent!
00:52:35: Das sind neun und Sechzig und ich finde dass ein schöner Abschluss dieses Podcasts.
00:52:38: Vielen Dank für das Gespräch gibt mir auch Hoffnung setzt auch bei mir noch mal ein paar Impulse los und ich glaube, das ist ja was wir auch machen möchten.
00:52:47: Motiviert rauszugehen aus einem Gespräch und zu gucken, was könnte der nächste kleine Schritt sein?
00:52:51: Und sei es nur, dass ich sage, ich gehe mal irgendwie durch den Park oder mache einen kleinen Spaziergang.
00:52:56: Das kann schon ein kleiner Anfang sein!
00:52:58: Vielen Dank!
00:52:58: Aber
00:52:58: aufmerksam!
00:52:59: Aufmerksam... Handy weg!
00:53:01: Genau so sieht's aus!
00:53:02: Danke schön!
00:53:06: Ja, wer hätte das gedacht?
00:53:08: Um uns herum gibt es mehr Bereitschaft für Umweltengagement als wir denken.
00:53:13: Ich hoffe diese Folge stimmt euch dazu, positiver in die Zukunft zu
00:53:17: schauen
00:53:18: und Zukunft ist genau der Stichwort für unsere nächste Folge!
00:53:22: Unsere Ausstellungs-Designer Uwe und Linda sind wieder zu Gast.
00:53:26: Wie sie Ausstellungen neu denken, an welche neuen Konzepte sie im Rahmen des großen Zukunftsplanen entwickelt haben – das erfahrt ihr von ihnen in der nächsten Folge!
00:53:36: Tschüssi Ihr Lieben und Schönen dass wir uns wiederhaben.