Beats & Bones

Beats & Bones

Der Podcast vom Museum für Naturkunde Berlin

Transkript

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00:00:00:

00:00:05: Beats & Bones, der Podcast vom Museum für Naturkundene Berlin.

00:00:09: Wissen aufs Ohr in Kooperation mit der Berliner Sparkasse!

00:00:27: Was hier erst mal klingt wie die Fotobox des Beats & Bones Festivals, zweckentfremdet für die Museumssammlung ist eine der neuesten Produkte des Entwicklungslabors E-Leo.

00:00:38: Hier werden Köpfe zusammengesteckt, getüftelt und

00:00:41: gebastelt!

00:00:42: Das Museum hat dafür Verstärkung von jungen Entwicklerinnen bekommen.

00:00:46: im Team rund um das Museum Startup sind Bernhardt und Lisa.

00:00:52: Lisa Pfeiffer mit drei F

00:00:55: fasziniert

00:00:55: sich für vieles, unter anderem für das Zusammenspiel zwischen Menschenprozessen und Systemen.

00:01:01: Als studierte Betriebswirtin leitet sie das Labor und schafft die Strukturen und Umgebung damit es dem Team gut geht und die Kreativität sprudeln kann.

00:01:10: Lisa Rudert über Brandenburger Sehen tritt in die Pedale ihres Rennrats hängt mit ihren zwei Katzen Homes & What's Up fröhnt mit Freundinnen und schätzt gutes Essen – Good Wipes schon mal hier!

00:01:23: Kommen wir zur Bernhard Schurian.

00:01:26: Fotograf und seit zwölf Jahren am Museum für Naturkunde, mit dem fotografieren von schillernden Insekten fing es an – und seitdem ist er fasziniert von der Schönheit und vielfalls seiner tierischen und pflanzlichen Fotomodelle!

00:01:40: Dieser hat er neben seiner Arbeit am Museum in eigenen Kunstausstellungen ins Szene gesetzt.

00:01:46: Mittlerweile ist Bernhard Ansprechpartner für die technischen Fragen der Museums Digitalisierung technische Grenzen zu erweitern reiztieren.

00:01:55: Ausgleich findet Bernhard in seinem Hobby, der Fotografie im Kino, Kanu oder Kayak fahren.

00:02:02: Lässig starten wir rein natürlich mit dem Haus des Podcasts.

00:02:06: Lukas Glashinsky

00:02:09: Hallo ihr beiden schön dass ihr da seid!

00:02:11: Ihr seid ja Teil von ELIO kurz für Entwicklungslabor für Innovation in der Objektdigitalisierung.

00:02:18: was genau soll erfunden werden?

00:02:20: Und was wird da gerade getüftelt?

00:02:22: Also wir sind ein Projekt, das läuft drei Jahre am Museum und wir sollen Produkte und Prototypen für die Objekt-Digitalisierung entwickeln.

00:02:30: Also wir haben am Museum dreißig Millionen Objekte ungefähr und wir digitalisieren sie seit Jahren und man wird bei dreißzig Millionen Objekten einfach nie fertig.

00:02:38: Und deswegen ist dieses Labor entstanden ob wir Prozesse smarter denken können oder andere Maschinen entwickeln können um diese Objekten zu digitalisierten also ob wir Irgendwas erfinden können, was das Ganze schneller oder zuverlässiger macht und einfach dieses riesige Volumen irgendwie bewältigt bekommt.

00:02:55: Wir sind ein Team von acht Leuten – manchmal noch eins bei mehr, wenn wir einen Scan-Operatorin mit drin haben Und wir sind ja quasi nur das Kernteam am Museum und wir arbeiten ja bei der Entwicklung dieser Produkte und Prototypen mit Technologiefirmen zusammen.

00:03:09: Wie habt ihr die Unternehmen ausgesucht?

00:03:11: Sind es größere Unternehmen, die sich schon mit ähnlichen Themen befassen?

00:03:15: Sind da Start-ups?

00:03:16: Sind das einzelne EntwicklerInnen?

00:03:18: Also mir war vor allem wichtig beider Unternehmsauswahl.

00:03:21: ich wollte gerne jemanden aus Berlin Brandenburg haben und vielleicht meine zwei wichtigsten Kriterien sind.

00:03:26: Die Leute sollten Lust haben auf dieses Projekt.

00:03:28: Die sollten Motivation haben, irgendwas Cooles zu entwickeln mit uns zusammen und eine innovative Idee muss das auch irgendwo sein.

00:03:35: aber mir war so wichtig dieses Ey wir haben Bock irgendwie mal um die Ecke zu denken was Neues zu entwickeln.

00:03:40: Welche Anforderungen gab es dann an die Partnerunternehmen noch?

00:03:44: Also Bock ist eine Sache ne dass sie so richtig Lust auf diese Sache hatten und dementsprechend auch Motivations anders zu denken und Dinge neu zu erfinden.

00:03:51: weil Das bringt ja manchmal mit sich, dass man diese Sachen auch mit nach Hause nimmt und dann dreht.

00:03:56: Und Sachen in der eigenen Umgebung entdeckt und meint okay die könnte man vielleicht auf das Museum auf die Digitalisierung anwenden.

00:04:03: Welche Anforderungen gab es noch?

00:04:05: Also

00:04:05: ich bin in dem Projekt zuständig für die Technologie und das mache ich eigentlich seit Jahren da sich den Markt durchforste und schaue was gibt es für Technologien die als Querprodukt oder einer Veränderung auch für das Museum nutzbar sind?

00:04:19: Und natürlich müssen die den Fachwissen mitbringen.

00:04:21: Das schränkt sich aber schon durch die Ausschreibung dann

00:04:24: ein,

00:04:24: weil in der stehen relativ spezifische Parameter und die müssen von diesen Parametern natürlich Ahnung haben.

00:04:31: also ihr Fachwissens ist ein ganz entscheidender Punkt würde ich sagen.

00:04:35: es liegt

00:04:35: ein Geschäftsmodell dahinter.

00:04:37: wie genau finanziert sich das ganze?

00:04:39: Also wer zahlt was, wer profitiert wie am Ende?

00:04:42: Genau.

00:04:42: Wir sind mit EU-Geldern über den Berliner Senat finanziert, cofinanziert vom Museum.

00:04:47: also sowohl der Senat als auch das Museum finanzieren unser Labor für diese drei Jahre.

00:04:52: und nach den drei Jahren muss es natürlich unser Ziel sein wir wollen ja Produkte und Prototypen mit diesen Firmen zusammen entwickeln und wir wollen dass nicht nur für uns alleine für unseren Museum entwickeln sondern wir holen ja uns die Bedarfe.

00:05:04: Museen weltweit, Naturkundliche zum Beispiel haben ungefähr die ähnlichen Bedarfe wie wir im Museum.

00:05:09: Und dann ist es das Ziel bei uns dass wir diese Geräte dann aber auch an andere Museen verkaufen können.

00:05:14: und darauf hin wollen wir ein Geschäftsmodell aufbauen.

00:05:17: und da ist es halt so anders diesen Weg den wir gehen.

00:05:20: Wir entwickeln das ja mit Technologiefirmen zusammen und wir wollen das später mit diesem Technologie Firmen auch zusammen verkaufen.

00:05:25: weil ich mir jedenfalls vorstelle Das ist das Ziel so.

00:05:29: also wir bestreiten so einen bisschen neuen Weg Wie das Ganze vorgehen kann und wie ein Museum sich vielleicht auch noch finanzieren kann, indem es zum Beispiel gemeinsam Technologie verkauft.

00:05:38: Steht es dann nicht auch ein bisschen im Konflikt?

00:05:39: Weil das Museum finanziert sich ja vor allem durch öffentliche Gelder und dann werden Produkte für die Marktwirtschaft hergestellt mit privat geführten Unternehmen.

00:05:50: Das ist ja nicht so ganz einfach, das irgendwie unter einen Hut zu bringen.

00:05:53: oder steht da gerade auf dem Schlauch?

00:05:55: Nee gar nicht.

00:05:55: Es ist halt wirklich so wir werden mit öffentlichen Geldern finanziert als Museum und es werden immer weniger.

00:06:00: Das ist glaube ich hier in Berlin ganz gut bekannt.

00:06:02: Und wenn das museum so weiter bestehen soll wie Es gerade aktuell besteht, brauchen wir als Museum neue Einnahmequellen.

00:06:09: Und deswegen wollen wir das erst malig mit diesem Labor testen.

00:06:11: wie geht denn das?

00:06:12: Gibt es da rechtliche Hürden die wir beachten müssen?

00:06:15: wenn wir Geräte verkaufen wollen?

00:06:16: ist es dann einfach so machbar?

00:06:18: Wir müssen anfangen irgendwie neu und anders zu denken und deswegen testen wir das hier aus klären alles ab ob das geht.

00:06:24: und natürlich ist es schwierig weil man halt mit öffentlichem Geld finanziert ist und dann Gelder zurückfließen ins museum.

00:06:30: vielleicht muss man noch dazu sagen dass in der wissenschaft oft Produkte entstehen, also keine Produkte im Sinne des Verkaufes.

00:06:37: Sondern es entstehen Ideen und auch technologische Lösungen die cool sind und die dann wieder verschwinden.

00:06:45: Also das heißt da wird ein Paper geschrieben oder das Gerät steht irgendwo in der Ecke hat seinen Nutzen erreicht aber es könnte noch anders genutzt werden und ich finde dass einfach sind Ressourcen die man deutlich besser nutzen kann.

00:06:56: und jetzt ist der Zeitpunkt dafür da

00:06:58: vor allem auch wenn Weltmeid Museen ähnlich Themen haben.

00:07:01: Also es gibt ja ganz konkrete Produkte, die bei euch auch rauskommen oder technologische Lösungen und diese Bedarfe gibt's ja eigentlich überall auf der Welt.

00:07:10: Weil das Museum für Naturkunde ist nicht das einzige Museum was die Objekte digitalisieren möchte und erfassen möchte und auswertbar machen möchte weil das ist ja auch ein Zusammenschluss der Forschung auf der Ebene wenn ich Objekten digital bereitstellen kann Was möchtet ihr denn am Ende für Produkte entwickeln?

00:07:28: Also worum geht es ganz konkret?

00:07:30: Aktuell haben wir drei Produkte, die wir entwickeln.

00:07:32: Das erste Produkt ist eine Fotostation.

00:07:34: Du tust das Objekt rein und drückst auf den Knopf und dann wird es eigentlich genau aus denen winkeln oder auch in denen Voraussetzung fotografiert wie der Anspruch ist.

00:07:42: Und das ist bei uns wissenschaftlich.

00:07:44: da kann Bernhard gleich mehr dazu sagen was so Anforderungen an so ein Foto sind von Outback Und diese Station soll von kleinen Ameisen oder Zecken bis hin zu Schuhkartongröße.

00:07:53: Du stellst es rein, drückst auf den Knopf und die Fotos kommen genauso raus wie man's braucht.

00:07:56: plus die Daten sind so aufbereitet dass du sie in die Datenbank spielen

00:07:59: kannst.

00:07:59: Also keine Einstellung mehr von objektiven Winkeln von Kameras.

00:08:03: das heißt eigentlich ist ein Laufband wo es durchgeschickt wird und dann ist es am Ende fertig.

00:08:07: Laufwand wirds auf jeden Fall nicht.

00:08:09: Aber es geht um Automatisierung.

00:08:10: Genau

00:08:10: Das

00:08:11: ist der wesentliche.

00:08:12: Laufbahn

00:08:12: wäre doch auch interessant oder?

00:08:14: Laufban würde ich auch nicht völlig ausschließen.

00:08:16: aber dass die Leute, die an den Geräten arbeiten, das sie entlastet werden und außerdem, dass sie keine so spezielle Ausbildung mehr brauchen.

00:08:24: Weil bei den ganzen Projekten, die wir in den letzten zehn Jahren gemacht haben war der entscheidende Kostenfaktor des Personal.

00:08:31: also die Personalkosten waren so enorm hoch, dass man da überlegt hat wie kann man die unterstützen, dass dieser Block kleiner wird und dadurch das ganze rentabler wird?

00:08:39: Ja, also dass die Qualifizierung der Leute nicht mehr von Nöten ist um diese Geräte zu bedienen voranzutreiben, im Sinne von spezifische... Qualifizierung.

00:08:50: Ich muss jetzt nicht ein Fotograf sein, um die Photobox zu

00:08:52: bedienen.".

00:08:52: Genau!

00:08:53: Also wir wollen natürlich keine sozusagen beruflichen Sackgassen kreieren aber es geht darum die Wissenschaft zu unterstützen und wenn studentische Hilfskräfte also Studenten oder Forscherinnen und Forscher die Geräte selber überdienen können mit einer hohen Automatisierung dann hilft das der Wissenschaft auch.

00:09:09: Wir haben die Fotobox.

00:09:10: was gibt's noch für Produkte?

00:09:12: Genau das nächste ist Wenn man ein Objekt fotografiert sind an dem Objekt so drei bis fünf Labels Ediketten wo ganz wichtige Informationen draufstehen.

00:09:20: Und wir hatten einen Projekte-Museum, wo über sixhunderttausend Objekte digitalisiert wurden und das mal dreimal fünf kann man selber ausgerechnet wie viele Etiketten da sind.

00:09:27: und diese Daten die verschwinden irgendwo.

00:09:30: Das ist aber ja eigentlich das wissenschaftlich Interessante wer hat es wann, wo gesammelt?

00:09:35: Deswegen entwickeln wir eine Pipeline, eine Datenpipeline, die automatisiert diese Etikette übersetzt.

00:09:41: Also du gibst zum Beispiel Zehntausend Fotos rein in die Pipeline, das erkennt es ist handschriftlich geschrieben.

00:09:46: Es ist nicht handschriftlich geschrieben und gibt dir die Daten, die da draufstehen raus.

00:09:50: und wie kannst Du in Deine Datenbank reinspielen?

00:09:53: Das heißt auf einmal ganz viele Daten wo die Wissenschaft Dir auch wieder nutzen kann und ganz andere Forschung betreiben kann.

00:10:00: Wer guckt sich sechshunderttausendmal Fotos von Etiketten an und dann ist es in Sütterlin geschrieben oder so eine Handschrift aus dem achtzehn Jahrhundert, die keiner entziffern kann.

00:10:08: Und wir trainieren halt selber einen Large Language Model mit Datensätzen, die wir auch übersetzen und die verifiziert sind das man dann sagen kann Wir machen noch mehr Daten zugänglich.

00:10:17: Das wäre das zweite Produkt.

00:10:18: Und vielleicht ergänzen kann man dazu sagen dass in diesen Etikett natürlich Informationen drin stecken, die ganz neue Forschungsfragen kreieren können.

00:10:26: Das heißt wenn ich zehntausend Insekten habe und die kommen alle aus der Region Nürnberg Aber die müsste ich jetzt alle einzeln raussuchen, das macht niemand.

00:10:34: Das ist der erste Punkt.

00:10:35: und der zweite Punkt.

00:10:36: Diejenigen, die es machen, also ganz begrenzt, die müssen ans Museum kommen.

00:10:40: Und sie können in Zukunft halt auch aus der Ferne darauf zugreifen – und das ist enorm wichtig gerade für Leute zum Beispiel in Indonesien oder Kolumbien, die eben nicht die Möglichkeit haben an das Museum zu kommen.

00:10:50: Also das transformiert die Wissenschaft schon unglaublich!

00:10:53: Wie gesagt man kann schauen welche Region Oder man kann nach einer Forscherin suchen, die bestimmte Sachen gesammelt hat und dann ein Profil erstellen.

00:11:00: Was hat ihr eigentlich alles gesammeld?

00:11:02: Also das sind Fragen, die kann man heute gar nicht stellen weil sie gesagt die Daten digital nicht vorliegen.

00:11:06: Wow da werden sich wahnsinnige Möglichkeiten in Zukunft eröffnen und wahrscheinlich auch Zusammenhänge feststellen lassen, die man vorher nie gesehen hat.

00:11:15: sehr eigentlich als ob sich eine digitale Landkarte immer weiter zusammenschließt Spezifischer wird.

00:11:22: Ja, es gibt doch Dinge die dann in die Sammlung zurückgespielt werden.

00:11:25: also ich hatte einen Fall.

00:11:26: wir haben Insektenkästen Die sind zu vierzig mal fünfzig Zentimeter groß haben obene Glasscheibe dass man die Tiere sieht.

00:11:32: hier Haben wir Zehntausend Stücke scant und haben die ins Netz gestellt und dann kam eine Ich erinnere mich einer rück Antwort.

00:11:39: Ich meine sie kam sogar aus Indonesien wo jemand sagte Also die Westen die ihr da eingeordnet hat die gehören da nicht hin.

00:11:44: Die gehören an anderen Gattungen falsch zugeordnet.

00:11:47: Dann hat der Kurator geguckt und es stimmte, das heißt die waren falsch einsortiert und falsch benannt.

00:11:52: Es sind also auch dann Rückläufe in die Sammlung weil man heute ungefähr schätzt dass zwanzig bis dreißig Prozent dieser Sammlungen fehlbestimmt sind.

00:12:00: Das ist einfach ein relativ

00:12:02: viel eigentlich.

00:12:02: Und das ist relativ viel ja aber das hängt auch mit der Benennung von Insekten oder Tieren zusammen.

00:12:08: die Taxonomie das ist ein sehr komplexes Feld

00:12:12: Wissen, Informationen, Bildung, Sammlungen und Forschung öffentlich zugänglich machen mit allen Möglichkeiten die das mit sich bringt.

00:12:20: Das ist der Auftrag der GLAM-Einrichtungen.

00:12:23: GLAM – das sind GW Galerien, LV Libraries, Aka Bibliothekten, AW Archive und MV Museen.

00:12:32: Alle müssen in der Digitalisierung zusammenarbeiten und ELIO bringt neue Tools, die hoffentlich vielen Institutionen helfen werden!

00:12:41: Gatekeeping war gestern, die Zukunft liegt in Open Access beziehungsweise Open Glam.

00:12:48: Und damit ist der Austausch eröffnet!

00:12:51: Bernhards Anekdote des indonesischen Forschenen – wer den Fehler in der Sammlung entdeckt hat – ist da nur ein Beispiel.

00:12:58: Unter Mediasphere von Nature findet ihr einige Projekte, die durch den Open Access entstanden sind.

00:13:04: Was ist noch möglich wenn alle auf die Glam-Datenschätze zugreifen können?

00:13:11: Wir haben den Etikettenscanner, wir haben die Fotobox nenn ich sie jetzt mal.

00:13:15: Ein Produkt fehlt ja noch ne?

00:13:17: Genau das letzte was wir gerade anfangen zu entwickeln.

00:13:20: Die ganzen Insekten oder Objekte sind in Kästen sortiert und es wird unglaublich viel ausgeliehen.

00:13:26: also Insekte gehen raus werden verschickt zum Beispiel nach Kolumbien weil da eine Anfrage da ist Und es gibt Bewegung in diesen Kästen.

00:13:33: die werden auch umgesteckt weil die neu bestimmt werden zum beispiel Oder

00:13:36: es kommt neue Tiere dazu.

00:13:37: genau es kommen

00:13:38: neue Tiere zu.

00:13:38: Es ist sehr dynamisch das ganze Und das wollen wir versuchen, nachverfolgbar zu machen.

00:13:43: Weil wir haben eine Person die sich zum Beispiel um sechs Millionen Käfer kümmert.

00:13:48: Die kann nicht immer reinschreiben ah jetzt ist das Insekt gerade ausgeliehen dass es nach dahin gewandert.

00:13:52: also das kann die Personen schon machen aber das ist ja unglaublich aufwändig.

00:13:55: da steht vielleicht auch fünf Zetteln verteilt oder in der Excel-Tabelle Aber es ist nie mit den Tieren in der Datenbank hinterlegt.

00:14:01: und jetzt gucken wir möglich diese ganzen Bewegungen in den Insektenkästen nachzuverfolgen, sodass es ganz wenig Aufwand für die Sammlungsmanagerinnen ist.

00:14:12: Und das war eine Frage, die genau von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sammlung kam.

00:14:17: als Wunsch also da wurde ein Workshop gemacht.

00:14:19: dann haben wir gefragt was braucht ihr?

00:14:21: Und genau diese Fragestellung kamen dann nach oben.

00:14:24: Es wird nicht einfach nur entwickelt von oben und dann aufgedrückt sondern gemeinschaftlich entsteht etwas was dann auch wirklich nutzen hat

00:14:32: Und

00:14:32: das Ziel, das Museum zu digitalisieren steht ja schon lange.

00:14:35: Um die Zuhörerinnen mal abzuholen, die nicht alle Folgen dazu gehört haben... Was hat denn das Museum schon alles in die Richtung unternommen?

00:14:43: Ja, schon eine ganze Menge!

00:14:45: Unglaublich viele Projekte zur Digitalisierung.

00:14:47: Es wurde halt wirklich ... Ich kenne zum Beispiel ein Projekt, wo man Massen digitalisiert hat.

00:14:51: Wo halt wirklich über eine Million Bilder entstanden sind von digitalisierten Insekten.

00:14:56: Das wurde versucht.

00:14:57: Also

00:14:57: der Bedarf besteht seit, ich würde sagen, ca.

00:14:59: für twenty-fünf Jahren ungefähr und das hat am Anfang relativ einfach angefangen damit dass die Leute Digitalkameras genommen haben und ihre Objekte fotografiert haben.

00:15:07: Und zum Teil dann die gesamte Information über das Insekt was im Etikettstand oben in den Dateinamen geschrieben hat.

00:15:13: Das war natürlich irgendwann nicht mehr machbar, weil die Salateinnahme dann so lang waren.

00:15:17: Aber so hat es angefangen und dadurch dass die Objekte im Museum so unterschiedlich sind muss man praktisch für jedes Objekt oder für jede Objektgruppe eigentlich eine neue Technologie entwickeln.

00:15:27: also ob das ein Dino-Knochen ist oder ein Mikrometheorit oder ein Insekt, das ist schon sehr unterschiedlich einfach von der Herangehensweise.

00:15:35: Und es sind viele Projekte auch gefördert, entstanden in den letzten Jahren und wir sind heute eigentlich an einem Punkt wo wir würde ich sagen einen neuen Schritt gehen können weil die Digitalisierung in der Gesellschaft angekommen ist.

00:15:48: Weil sie auch in der Forschung und in den Museen einen unglaublichen Stellenwert bekommen hat.

00:15:54: also ohne Digitalisierung ist heute nicht mehr viel denkbar.

00:15:57: Warum

00:15:57: hat gerade das Museum diese Rolle eingenommen Elio zu starten?

00:16:01: Also warum ist niemand sonst auf die Idee gekommen?

00:16:04: Oder gibt es Konkurrenzentwicklung?

00:16:05: oder sieht man das so nicht, dass es Konkurenz gibt?

00:16:08: Wir ziehen alle an einem Strang.

00:16:10: Es gibt definitiv Konkurrents aber wir sind halt in Deutschland mit einer der größten Naturkundemuseen und deswegen ist es ja vor allem unser Ansatz in Edeo.

00:16:16: diese Produkte die wir entwickeln wollen so modular oder auch so leistbar sein, dass es sich kleine und mittlere Häuser leisten können diese Digitalisierung Station zu kaufen oder die Pipeline zu nutzen damit halt wirklich allen das Ganze zugänglich wird.

00:16:30: Also nur weil wir aufgrund unserer Größe halt vielleicht mehr Fördergelder kriegen ist gut aber es muss für alle nutzbar sein.

00:16:35: ja

00:16:35: Wie läuft denn die Zusammenarbeit im Labor ab?

00:16:37: Wie kann ich mir das vorstellen?

00:16:39: also ist es eine Art Tüftleratmosphäre.

00:16:41: bringt jeder da irgendwie Ideen rein?

00:16:44: Es ist ja irgendwie so der Anfang von was ganz neuem.

00:16:47: Und das hat ja auch immer eine Magie in sich, oder?

00:16:50: Ist es doch viel trockener als ich mir das jetzt gerade magierere?

00:16:53: Ich muss gestehen dass ich manchmal einfach nicht mitkomme.

00:16:56: wir haben zum Beispiel einen Software-Spezialisten und der Typ ist so smart irgendwie.

00:17:00: aber wenn er anfängt zu reden dann muss ich nach zehn Sekunden aussteigen oder nach einer halben Minute muss man erst mal ganz basic fragen worum's da geht.

00:17:07: Aber der hat Sachen entwickelt.

00:17:09: also das fand ich fantastisch und es ist oftso Haltung heraus, dass sozusagen mit auf den Tisch gibt und dadurch entstehen die Sachen dann.

00:17:19: Das gehört einen Vertrauen natürlich auch in die einzelnen Mitglieder glaube ich rein, das was sie denken und da einbringen wirklich auch ernst gemeint ist.

00:17:27: aber ich empfinde es immer als sehr inspirierend muss ich sagen.

00:17:30: Ich kann's vielleicht noch ein bisschen räumlich beschreiben.

00:17:32: wir teilen uns hauptsächlich einem Büro zusammen was ich total mag weil wir halt immer so zusammen sind und dann sind noch Bernhard und Iran im Fotografenbüro sozusagen wo das ganze Equipment liegt.

00:17:42: Und dann ist es wirklich so, wir treffen ja jede Woche unsere externen Partner mit ihm zusammenarbeiten.

00:17:47: Dann kommt ihr halt auch ans Museum und ... Das ist ein großer Tipp für alle.

00:17:50: Wir haben im Museum gerade Saal zwei, da sind wir auch immer.

00:17:54: Dann testen wir mit unseren ehrenamtlichen Personen die digitalisieren zum Beispiel die neuen Geräte aus.

00:17:58: Die kommen dann her, die externen Partner halt die eine Woche und dann digitalisierend mir zusammen gucken was funktioniert nicht.

00:18:04: Und das ist immer so einen direkten Austausch und es macht so unglaublich Spaß weil es wirklich dieses Tüfteln und wieder dieses Verwerfen ist, was funktioniert?

00:18:10: Was funktioniert

00:18:11: nicht?!

00:18:11: Und dann gehen wir z.B.

00:18:12: auch mit dem einen Partner jetzt in April auf ne Konferenz bringen diese halbfertigen Fotosstationen mit und fragen halt alle Museumsmitarbeitenden, die auf der Konferenz sind.

00:18:21: Ey Leute ist das was ihr eigentlich braucht oder müssen wir nochmal in eine andere Richtung denken?

00:18:25: also wirklich dieses nicht wie du mal gesagt wir wollen nicht von oben sondern wir wollen wirklich aus dem Bedarf heraus entwickeln und immer weiter tüfteln und da irgendwie alles so bedenken und mitnehmen

00:18:35: dass eigentlich

00:18:35: nicht so ein Prototyp entsteht sondern ein getestetes Produkt was dann gleich gut funktionieren kann wenn es erstmal Am Ende der Entwicklung ist eine Beta-Version rein schieben, sondern wirklich was Gutes.

00:18:47: Wir wollen

00:18:47: wirklich ein nutzbares Produkt schaffen.

00:18:49: Aber es ist schon relativ langer Weg muss man sagen.

00:18:51: also wenn wir eine Firma neu haben dann kommen die meist her und wir lassen sie mit den Ehrenamtplanen digitalisieren damit überhaupt erstmal verstehen wie der Umgang mit den Objekten ist.

00:19:01: jetzt Beispiel Insekten sind ja auf Nadeln Und wie sind die Prozesse, um da ein tieferes Verständnis für zu bekommen und dann Ideen entwickeln zu können?

00:19:09: Da würde ich vielleicht noch mal gänzen.

00:19:10: Das ist ja genau das Besondere an diesem Projekt, an diesem Labor was wir sind.

00:19:13: Wir haben diese ganze Expertise, die wir halt im Museum gesammelt haben.

00:19:16: Wie digitalisiert man Objekte?

00:19:18: Und dann kommt dieser ganzen Expertise von Technologiefirmen.

00:19:21: Also wir könnten Geräte entwickeln im Museum.

00:19:23: Aber wenn dann halt jemand in der Technologiefirma hat Dazu kommt und drauf guckt, das kann man so viel einfacher bauen oder strukturieren.

00:19:31: Weil die technologische Expertise im Gerätebau haben.

00:19:34: Das ist cool!

00:19:36: Dass das erst mal richtig zusammenkommt und da was Gemeinsames entsteht.

00:19:39: Ich merke ihr brennt beide dafür.

00:19:41: Kann

00:19:42: das tun wir?

00:19:43: Und ich möchte noch mal kurz hören, was ist denn eure Rolle in diesem Prozess?

00:19:48: Lisa vielleicht magst du anfangen.

00:19:49: Ich

00:19:49: leite das Projekt.

00:19:50: Ich verstehe meine Rolle glaube ich immer so.

00:19:52: Ich möchte dass jeder in dem Team die besten mögliche Arbeitsatmosphäre hat also das alles hart um gut arbeiten zu können.

00:19:58: Das ist für mich so das wichtigste und ich glaub... ...ich habe eine Vision von dem ganzen Projekt und wo es hingehen soll und die versuche ich halt in alle Richtungen umzusetzen.

00:20:06: da ist viel Lobbyarbeit im Museum notwendig, egal auf welcher Ebene oder halt auch mit den Technologiefirmen.

00:20:12: Dass wir immer in eine gute Richtung gehen und dass wir uns nicht verlieren sondern das alles wieder so zusammenkommt.

00:20:17: Den Fluss kreieren!

00:20:18: Also wieso würde ich mich?

00:20:20: Ich finde das mit der Atmosphäre fantastisch weil ohne die geht es nicht.

00:20:24: also das heißt wenn ich da hingehen würde Alle ziehen die Mundwinkel nach unten, dann würde ich gleich wieder rausgehen.

00:20:29: Dann hätte ich auch keine Lust aber die Atmosphäre ist schon toll.

00:20:31: also sehr kreativ finde ich und das ist für so ein Haus wie das Museum was doch relativ konservativ ist in seinen Strukturen schon eine Ausnahme.

00:20:38: Also für mich ist es klasse und ich komme aus der Ecke Technologie das heißt ich begleite die Digitalisierung am Museum schon seit nach knapp vielleicht zwölf Jahren oder so immer wieder den Kontakt nach außen gesucht, entweder zu Kollegen in anderen Museen aber auch zur Technologiefirma.

00:20:55: Also für mich ist das kein völlig fremdes Feld sondern das mache ich eigentlich schon seit vielen Jahren.

00:20:59: nur hatte ich nie in der Form Support im Museum wo man sich dann auch wirklich zu konkreten Ergebnissen gekommen ist.

00:21:06: also es heißt wir hatten schon vorher auch konkrete Produkte aber es war mit sehr viel mehr Schwierigkeit und Aufwand betrieben.

00:21:13: also ich fühle mich da sehr supportet in dem was ich mache.

00:21:16: Das ist schön!

00:21:17: Es klingt gut.

00:21:18: Du bist ja auch in der Fotografie von Insekten-Spezialisten, ne?

00:21:24: Ja das bin ich.

00:21:25: Was hatte dich an der Arbeit fasziniert?

00:21:27: Naja, ich kam an das Museum zwanzig zwölf und dann hatten wir das erste Projekt Zehntausend Kästen digitalisieren.

00:21:32: Ich habe es vorhin schon mal erwähnt Und die liefen wie so ein Fließwand an mir vorbei und ich sagte immer halt halt halt!

00:21:37: Ich will die genauer angucken und hab mich dann tatsächlich so hin und wieder gesagt also... Hier kommen Klebchen drauf, das gucke ich mir hinterher nochmal und habe mir diese Insekten dann unter dem Mikroskop oder binokularen geschaut.

00:21:48: Und war absolut geflasht irgendwie von deren Farben, Formen die ganze Physionomie.

00:21:54: Warum sind sie so?

00:21:55: Warum sind die auch so schön?

00:21:57: Das ist ja in der Evolution hat das ja alles einen Sinn.

00:22:00: Also es ist nicht so, dass ein Künstler zugange gewesen wäre sondern das hat alles eine Funktion und das war eigentlich für mich der Einstieg.

00:22:05: Und ich habe dann jahrelang einzeltiere fotografiert hatte auch die Schwierigkeit der Makrophotografie.

00:22:13: Die ist nämlich ein ganz eigenes Feld weil das so eine Art Spiegel ist bei dem Bereich was kleiner als eins zu eins also ungefähr kleiner als drei Zentimeter.

00:22:21: da fangen die technischen Probleme erst richtig an.

00:22:23: aber nachdem ich dann das irgendwie im Griff hatte und viele Museums Objekte, die es bezüglich fotografiert habe haben mich die lebenden Insekten interessiert und ich hatte das Privileg dass sich bei Feldreisen mit dabei sein konnte.

00:22:35: Das heißt da waren die Insektingforscher im Urwald, haben so eine Lichtfalle aufgebaut und die wurden dann alle durch das Licht angezogen und haben da ihre Forschung betrieben.

00:22:44: und das war für mich natürlich nochmal irgendwie eins obendrauf.

00:22:46: und darauf hab' ich jetzt ein fotografisches Projekt gemacht.

00:22:52: Wenn Bernhard jetzt neugierig gemacht hat und in die Faszination Insekten weiter eintauchen möchte, neben vielen weiteren InsektenforscherInnen in diesem Podcast war besten Experte Michael Olzugast.

00:23:04: In der Folge Schwarz-Gelb-Stichfest!

00:23:08: Im Michaelsbuch Stacheln Start findet ihr einige von Bernards Eindrucksvollen Fotografien.

00:23:16: Das

00:23:16: echte Objekt, ob Wespe, Biene, Dinosaurier, Meteorit oder Kunstgemälde wird seine Aura nicht verlieren und uns immer wieder faszinieren.

00:23:26: Was sich ändern wird ist auf welchen Ebenen wir mit ihnen in Kontakt treten können?

00:23:32: Werden wir in Zukunft mit den

00:23:34: Objekten

00:23:34: sprechen können?

00:23:36: Ein Museum in Süddeutschland

00:23:37: arbeitet schon dran.

00:23:39: Daten

00:23:39: und künstliche Intelligenz machen es möglich, für das Glam-Netzwerk heißt das der Umgang mit den Objekten wird interaktiver, immersiver, verspielter und persönlicher.

00:23:51: nur wie das Summe der Technik ist braucht es seine Zeit.

00:23:55: Welche technologischen Herausforderungen gibt es denn bei der Objektdigitalisierung?

00:23:59: Es muss ja wahrscheinlich nicht alles gescannt werden, sondern das Wichtige.

00:24:03: Aber woher weiß man was das Wichtig ist?

00:24:05: Die erste Herausforderung würde ich sagen, ist die des Umgangs mit dem Objekt.

00:24:09: Bleiben wir bei den Insekten.

00:24:10: da ist eine Nadel, da ist ein Insekt drauf dann sind unter dem Insektor zwischen einem und zwanzig Etiketten.

00:24:16: Diese Etikette muss man so abziehen dass man das Insekte nicht beschädigt.

00:24:19: also es ist eine Frage des Workflows bis auf Ausnahmen nicht an der Nadel belassen, um an die Information heranzukommen.

00:24:27: Also muss man einen Weg finden wie man das relativ gut schnell smart und ohne Beschädigung macht.

00:24:33: Und dann ist es natürlich so.

00:24:34: wie gesagt ab der Größe drei Zentimeter abwärts wird's kritisch weil in der Makrophotografie ein Objekt mit einem Foto abbildbar ist.

00:24:43: Das kriegt man nie scharf Selbst wenn man die Blende bis zum Anschlag zu macht, dann kriegt es nicht scharf.

00:24:48: Und dann hat man auch das Problem je weiter man die Bände schließt desto größer tritt die Beugungsschärfe ins Bild.

00:24:54: Das heißt, dass ist dann so übers ganze Bild nicht mehr richtig scharf.

00:24:58: und da gibt es halt seit des.

00:25:00: die digital Fotografie gibt neue Technologien.

00:25:02: Das eine nennt sich Stacking.

00:25:04: Das ist so ne Art Schichtfotografie.

00:25:05: der fotografiert mal zwanzig sechzighundert Mal und verschiebt bei dem Fotografieren oder nach jedem Foto den Fokus leicht sodass man Tier von vorne bis hinten durchfokussiert hat.

00:25:16: Ich meiste das Ganze in der Software und die rechnet nur die fokussierten Teile raus, sodass man anschließend das Insekt von vorne- bis hinten scharf hat.

00:25:24: Und das geht bis zu... Also wir haben am Museum Objekte, die dreihundert Mikrometer groß sind.

00:25:30: Das ist schon verdammt klein und die kriegen wir von vorn bis hinten schwer.

00:25:34: Das sind die Herausforderungen, das zweite ist natürlich immer die Beleuchtung.

00:25:37: Im Studio beim Porträtfotografen werden vielleicht zwei Lampen verwendet und man ist sozusagen eins zu eins.

00:25:44: Das kann man alles gut einschätzen aber in der Größe selbst wenn man die Objekte betrachtet, man sieht sie nicht scharf als komplätes.

00:25:50: Man muss dann eine gewisse Vorstellungskraften entwickeln, wenn man bestimmte Winkel hat.

00:25:55: Aber die Beleuchtung ist eine enorme Herausforderung weil diese Tiere zum Beispiel hoch glänzend sind.

00:26:01: Die haben so ein Panzer das ist wie verkromt.

00:26:03: dann haben sie halbtransparente Flügel oder ganz feine Herrchen oder Weine.

00:26:08: also es sind alles Herausforderungen die zum Objekt hinzukommen Und die muss man fotografisch irgendwie lösen und dafür gibt es heute sehr viel mehr Möglichkeiten in der Digitalfotografie als früher.

00:26:18: Und gleichzeitig sollen diese Lösungen, die ihr gefunden habt und die ja anwendet auch immer in irgendeiner Weise für andere anwendbar sein also Modular, die Sachen sollen möglichst automatisiert ablaufen und einfach zu bedienen sein das nicht immer hochgeschultes Personal dafür notwendig ist.

00:26:38: Ja,

00:26:39: also wenn wir bei dem Beispiel mit dem Stacking was ich gerade erklärt habe bleiben diese Fotobox wird das automatisch erledigen.

00:26:45: Das heißt man hat einen bestimmten Anfangspunkt wo die anfängt Und dann wird sie die vierzig-sechzig Fotos machen.

00:26:51: Also

00:26:52: den Fokus muss man nicht immer händisch nachziehen, nachziehen?

00:26:54: Genau!

00:26:54: Es gibt heute sowieso halbautomatische Stackschlitten.

00:26:57: da stellt man anfangs und endpunkt ein und dann macht das System das automatisch.

00:27:01: aber selbst dass ist dann nicht mehr notwendig sondern man stellt nur den Anfangspunkt ein.

00:27:06: und in dem Moment wo ich der Maschine den Start gebe macht ihr das automatis.

00:27:09: und nicht nur das sondern die schmeißt es auch gleich anschließend automatisch in die Software.

00:27:13: man bekommt gleich das gesteckte Bild hinten aus.

00:27:16: Wie wird die Qualität genauigkeit Nachhaltigkeit der Digitalisierungstechniken sichergestellt?

00:27:21: Es ist immer ein Trade-off in der Technologie oder in der Technik.

00:27:24: Das heißt, ich kann wahnsinnig viel Aufwand für das Einzelobjekt betreiben und die Parameter extrem hoch ansetzen aber das ist nicht unser Ziel.

00:27:33: bei dreißig Millionen oder in Deutschland hundert Millionen nur in öffentlichen Sammlungen Insekten oder kleinen Objekten – das muss eine Mischung sein aus Geschwindigkeit Handhabbarkeit Und Qualität, also bildliche Qualität muss es sein.

00:27:47: Genau!

00:27:48: Also die Kombination aus wie kann ich's handhaben?

00:27:50: Wie ist die Bildqualität und wie ist die Geschwindigkeit?

00:27:53: Wir haben in der Ausschreibung bestimmte Parameter festgelegt... ...und die Firmen müssen sich einfach an die halten.

00:28:00: oder das sind die Orientierungswerte.

00:28:03: Wann sollen denn die ersten Produkte auf den Markt kommen?

00:28:05: habt ihr da auch schon irgendwie so ein Zieldatum vor Augen?

00:28:14: Wow.

00:28:14: Deswegen, wir haben letztes Jahr angefangen und wir gehen ja jetzt auf die erste Messe um das Produkt so einmal durchzutesten Und dann ist das Ziel dass wir ab nächstem Jahr da ready sind.

00:28:24: Wow, und wie werden die dann weiter genutzt oder verarbeitet?

00:28:27: Also ich denke es wird immer Weiterentwicklung stattfinden.

00:28:29: Wenn wir den ersten Produkt verkauft haben wird es Rückmeldungen geben oder es wird nochmal andere Anforderungen geben.

00:28:33: dann kann man eine neue Variante davon entwickeln oder auch die Datenpipeline.

00:28:37: also die wird dann gut durchgetestet sein und schon von vielen genutst und wer weiß was man da noch alles dazu entwickeln kann Und

00:28:44: das andere Museen Bibliotheken Archive und Institute davon profitieren können, also von den Elio-Ergebnissen.

00:28:52: Dann braucht es ja auch sowas wie Botschafter ne?

00:28:54: Wer macht das von euch beiden mit diesen Produkten dann in die Welt hinausziehen und zu sagen hey ich kann euch näher bringen wie man das Gerät bedient beziehungsweise wofür's nützlich sein könnte.

00:29:05: Also

00:29:06: da stelle ich mir halt vor dass wir das hat auch wieder eine Person bei uns aus dem Team und eine Person von der externen Firma weil dass so gut zusammenkommt.

00:29:13: Wir haben die ganzen Verbindungen in Deutschland, in den Museen ... Wir kennen die Leute und können euch sagen, das braucht es.

00:29:21: Die externe Firma kommt damit und bietet den ganzen Support für das Gerät.

00:29:24: Wenn Rückfragen sind oder was nicht funktioniert, dann ist immer die Firma bei der Hand und kann weiterhelfen.

00:29:30: Und wir haben Social Media.

00:29:32: Wir haben eine Kampel mit an Bord, die sich nur ums Social Media kümmert.

00:29:35: Das ist heute ein Kanal, der unglaublich viel transportieren kann.

00:29:38: Also dass andere Museen auch über Social Media proaktiv auf euch zu kommen und sagen, ah, was macht ihr da?

00:29:43: Wir brauchen das auch, lasst uns da zusammenkommen.

00:29:45: Genau!

00:29:46: Die fließen dann die digitalen Daten später zum Beispiel in die Forschung und die Bildung oder in die Öffentlichkeitsarbeit ein?

00:29:52: Das ist ja ein Vernetzungsprinzip am Ende ne?

00:29:54: Also

00:29:55: es gibt

00:29:55: weltweite Datenbanken auch in Deutschland und deswegen bereiten wir hier die Daten, die bei uns entstehen genauso auf dass sie in diese Datenbaken überführt werden können.

00:30:02: Also dass es vor allem auch ein Ziel dieser entwickelten Produkte, dass es eine Schnittstelle gibt damit die Daten in diese Datenbanken reinfließen und für alle nutzbar sind und man dann die Synergien nutzen kann.

00:30:12: Und

00:30:13: Nutzerinnen, also Forschende Studierende aber auch Museumsbesucher die können dann irgendwann auf diese digitalisierten Objekte zurückgreifen und davon profitieren.

00:30:24: Also welche Technik stehen da dahinter?

00:30:26: Korrekt,

00:30:26: ich kann nur ein Beispiel nennen.

00:30:27: In New York gibt es eine Naturkunde Museum.

00:30:29: die haben einen kompletten neues Gebäude errichtet das praktisch nur graue Betonwette hat in einem Raum und auf die wird ein ganzes Habitat also ein ganzer Lebensraum zum Beispiel Amazonas unter Wasser projiziert Und die Besucher können in diesen Raum gehen und befinden sich im Amazonas Unterwasser und gucken.

00:30:46: was ist dafür?

00:30:47: Lebewesen gibt uns.

00:30:48: zu diesem Projekt haben wir auch beigetragen mit drei DScans.

00:30:51: Also es ist schon eine unglaubliche Dynamik, gerade was das Thema drei D anbelangt.

00:30:54: Ist da zugange?

00:30:56: und ein weiterer Punkt?

00:30:58: Es ist ja nicht so, dass diese naturkundlichen Sammlungen starb sind sondern die sind dynamisch.

00:31:04: Das heißt es gehen immer wieder junge Forscherinnen ins Feld und sie brauchen auch neue Technologien um besser mit dem Forschen zurechtzukommen.

00:31:13: das heißt früher war's das Feldtagebuch ein kleines Büchlein.

00:31:16: da wurde alles minutiös eingetragen.

00:31:18: das sind heute digitale Formate oder sind neue Technologie die Monitoring erlauben vor Ort.

00:31:24: also passiert im Augenblick sehr viel.

00:31:27: Was denkt ihr denn, wie wird die Digitalisierung das Verständnis von Museums- und Sammlungsarbeit

00:31:32: verändern?

00:31:33: Na, wie Wirt würde ich nicht sagen.

00:31:35: Sondern wie Hatt!

00:31:36: Also der Tiefste ist eine Art Kulturwandel wenn man so will.

00:31:41: Seit mehreren Jahren arbeiten wir daran mit den Sammlungsverantwortlichen die Prozesse neu zu erfinden oder umzustellen, damit das Digitale mit gedacht wird von Anfang an.

00:31:54: Also ich habe gerade das Feld genannt also in der Feldforschung wenn da der QR-Code oder der Identifier schon am Objekt oder eine Objektgruppe dran ist, das hilft unglaublich!

00:32:04: Das heißt man muss dem Prozess schon sehr weit vorne andenken.

00:32:07: Aber auch im Alltag, im Museum spielt das schon eine enorme Rolle in den letzten Jahren.

00:32:11: Und das wird sich weiter dynamisieren oder wird sich fortsetzen?

00:32:15: Oder am Ende stelle ich mir so Sachen vor wie es wird wahrscheinlich ein Scanner von lebenden Objekten irgendwann geben der die bereits digitalisierten Objekte matcht und guckt ob sich eine Art verändert hat was... Das

00:32:27: gibt's schon ja!

00:32:28: Also ich erinnere mich zum Beispiel, es gibt einen Aufbau, den habe ich gesehen.

00:32:32: Er hat ein markantisches Museum nach Mittelamerika transportiert und sie haben Kröten genommen, die da drauf gesetzt.

00:32:40: Ein Klick in die Dreißigkameras haben das Tier von allen Seiten aufgenommen.

00:32:43: Es waren drei D-Scan der Kröte und dann wurde die anschließend wieder in den Bach zurückgesetzt.

00:32:46: Es gibt ja viele Tiergruppen, die man gar nicht... mehr nach den traditionellen Vorstellungen des neunzehn Jahren das sammeln darf, sondern die werden vor Ort bevorstanden wenn sie da ausgesetzt.

00:32:56: Was ja schön ist!

00:32:57: Ja richtig genau.

00:32:58: also da passiert auch sehr viel in der Hinsicht.

00:33:01: Wie seht ihr denn vor dem Hintergrund der Digitalisierung?

00:33:05: Die Zukunft des Museums was sich alles gerade transformiert und wie er auch euren Teil dazu beitragt?

00:33:09: Ich glaube für mich es ist ein ganz großer Punkt Zugänglichkeit dass halt wirklich alle Menschen weltweit Wissenschaft betreiben können.

00:33:16: Und zwar in dem Maß, wie sie es wollen und nicht davon abhängig sind ob sie sich einen Flug nach Berlin ins Museum leisten können um halt die Objektgruppe zu beforschen sondern das ist halt wirklich überall zugänglich.

00:33:27: also wenn wir halt diese sechshundertausend Etikettendaten zur Verfügung stellen das können alle weltweit abrufen und ich glaube dass schafft eine neue Möglichkeit von Gerechtigkeit irgendwo.

00:33:37: Und deswegen finde ich Digitalisierung, also ich find's was ganz Großartiges und Wichtiges.

00:33:42: Also ich glaube erstens mal das digitale Repräsentation der Objekte... einen sehr dynamischen Prozess auslöst, sowohl in der Forschung als auch in der Darstellung nach außen oder als Nutzung für Dritte zum Beispiel.

00:33:55: Für Künstler oder in der Bildung

00:33:56: usw.,

00:33:57: aber das Objekt ist immer noch der Ausgangspunkt und das wird sich nicht durch die Digitalisierung wesentlich ändern weil es immer neue Methoden geben wird in der Zukunft um diese Objekte zu beforschen.

00:34:09: also Das beste Beispiel ist die DNA.

00:34:11: Früher konnte man diese getrockneten Insekten nicht oder Objekte nicht... Man konnte die DNA nicht extrahieren, das kann man heute!

00:34:18: Von daher ist es auch wichtig den... eigentlichen Objekten ihren entsprechenden Status zuzuweisen.

00:34:24: Aber ich glaube, dass die Kombination aus beiden einen enormen Effekt haben wird.

00:34:28: Genauso wie sagen wir mal Abbildungen von einem Rembrandt im Netz finden kann oder in der digitalen Repräsentation des Museums das den BH bergt.

00:34:38: aber trotzdem will man das Original noch sehen und ich glaube so ähnlich könnte sich es verhalten im naturkundlichen Bereich.

00:34:43: Jetzt kommen wir zu einem bekannten Abschnitt für unsere treuen Hörerinnen.

00:34:47: Dieser Podcast wäre ja ohne unseren Partner die Berliner Sparkasse nicht möglich.

00:34:51: Und auf dem Instagram-Account der Berliner Sparkasse und des MFM Berlin seit ihr, liebe Hörerinnen schon vor der nächsten Beats & Bones Folge gefragt.

00:34:58: Dort gibt es von uns ein Reel mit einer Schätzfrage bei der ihr miteraten könnt!

00:35:03: Die Antwort liefern wir dann hier im Podcast selbstverständlich mit fachkundiger Erklärung von den Expertinnen des Museums.

00:35:09: Bernhard Lisa.

00:35:10: Könnt Ihr mir beantworten?

00:35:12: Wie viele Einzelfotos braucht es... um einen Käfer von vorn bis hinten mit allen Details abzubilden.

00:35:19: A, circa sechzig Einzelaufnahmen oder B, circa hundertsechtzig Einzelaufnahmen?

00:35:24: Sechzig ist würde ich sagen ein guter Annäherungspferd.

00:35:27: Okay also es sind sechszig aber doch eine ganze Menge was da auch für Datenmengen zustande kommen ne?

00:35:32: Das ist korrekt ja!

00:35:34: Aber die sind nur temporär.

00:35:36: das heißt man hebt nicht alle einzeln Bilder auf sondern nur das Endprodukt wenn man so wählt und von dem werden dann die Derivate Entstehen.

00:35:44: dann, also Webbild und so weiter.

00:35:48: Lisa, Bernhard?

00:35:49: Vielen Dank, dass ihr da wart!

00:35:50: Das war interessant.

00:35:51: Danke schön.

00:35:51: War richtig nett.

00:35:53: Sehr schön.

00:35:55: Mit der Zeit gehen.

00:35:57: das muss nicht nur das Naturkundemuseum – die Wissenschaft ebenso.

00:36:02: Geschlechter Stereotype- und Rollenbilder haben die Wissenschaft genauso geprägt wie unsere Gesellschaft Und deshalb machen wir in der nächsten Folge mit Biologin Karin Eli Larsson eine Reise durch wissenschaftshistorische Irrungen.

00:36:16: Über progressive Fortpflanzungswege bis zur überbordenden Geschlechtervielfalt der Natur, das wird richtig gut!

00:36:24: Ich freue mich drauf,

00:36:25: macht's

00:36:26: gut ihr Lieben.

Über diesen Podcast

Was können wir Menschen vom Sexualverhalten der Gorillas und Schimpansen lernen? Warum sind Wespen für unser Wohlbefinden so wichtig? Und warum sagt ein Vogelschiss mehr über unsere Welt als 1.000 Worte?

Am Museum für Naturkunde Berlin forschen über 200 Wissenschaftler:innen und suchen die Antworten zu unseren Fragen. 30 Millionen Objekte hat das Museum, darunter das größte ausgestellte Dinosaurierskelett der Welt, der Giraffatitan brancai. Hier werden beinahe täglich neue Tierarten entdeckt, Geheimnisse um das Leben in der Tiefsee gelöst und ein Stückchen Welt dokumentiert. Was sonst im Museum hinter verschlossenen Türen passiert, bringen wir mit dem Beats & Bones Podcast ans Licht. Ein Podcast, um die Welt besser zu verstehen, ohne Schnickschnack und gefährliche Zusätze. Host Lukas Klaschinski stellt hier alle Fragen, die ihm einfallen. Warum zum Beispiel hat der Gorilla so einen kleinen Penis?

Dieser Podcast wird produziert von Auf die Ohren.
Weitere Informationen zum Podcast und Museum gibt es auf:
www.museumfuernaturkunde.berlin/beatsandbones

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